Garmin Nüvi 860 T mit Sprachsteuerung

Garmin hat bei seinem Nüvi 860T eine besonders weit entwickelte Spracherkennung eingebaut. Alle Eingaben sind vollständig per Sprache möglich. Und auch den Wechsel von der Touchscreen-Eingabe hin zur Sprachsteuerung hat Garmin auf clevere Weise gelöst. Er kann nämlich mit Hilfe einer mitgelieferten Funkbedienung erfolgen, die an einer beliebigen Stelle angebracht werden kann, sinnvollerweise also im Bereich des Lenkrades. Hier reicht ein Tastendruck, und schon wechselt der Eingabe-Modus. dann lassen sich alle Eingaben per Sprache steuern. Im Unterschied zur Konkurrenz ist ein Wechsel in den Spracheingabemodus also jederzeit möglich, unabhängig davon, was auf dem Bildschirm gerade zu sehen ist.

Zudem ist es auf dieses Weise möglich, auch die Einstellungen zu verändern. Drücken Sie beispielsweise im Hauptmenü die Taste auf der Fernbedienung, zeigt ein Symbol in der rechten Ecke an, dass die Spracheingabe aktiviert wurde. Nun können Sie durch die Eingabe von „Zubehör“ und „Musik-Player“ sogar in den Wiedergabemodus für MP3-Datein wechseln. Und ein „Weiter“ ermöglicht dabei die Titelwahl ein „Wiedergabe“ den Start. Dieses Beispiel zeigt, wie tief in die Menüstruktur hinein Garmin das Navi an die Spracheingabe angepasst hat. Ist das Symbol rot dargestellt, nimmt das Nüvi 860T kein Spracheingaben entgegen. Erfolgt über längere Zeit keine Spracheingabe, so deaktiviert das Gerät den Modus. Das hilft, Falscheingaben beispielsweise durch Geräusche zu vermeiden. Wollen Sie die Lautstärke ändern, so reicht ein Drücken auf die Fernbedienung, um die Spracheingabe zu aktivieren. Angenommen, Sie lassen sich gerade navigieren, reicht ein Zuruf von „Menü“, um ins Hauptmenü zu gelangen. Dort sagen Sie „Lautstärke“, und schon öffnet sich das Eingabefenster. Nun müssen Sie aber nicht etwa mittels der Plus- und Minus-Schaltflächen die Lautstärke verändern. Vielmehr reicht ein gesprochenes „Plus“ oder „Minus“. Das Navi bestätigt die Eingabe beispielsweise mit „Lautstärke 80 Prozent“. Nun sagen Sie einfach „Zurück“ und anschließend „Karte“, und die Navigation kann weitergehen.

Eine zweite, ganz besondere Variante, die Spracherkennung zu nutzen, ist die Freisprecheinrichtung des Nüvi. Die Bluetooth-Verbindung zwischen dem Navigationssystem und dem Mobiltelefon müssen sie zwar per Hand vornehmen. Ist sie aber erst einmal hergestellt, lässt sich aber alles bequem per Sprache steuern. Vom Hauptmenü aus reicht ein gesprochenes „Telefon“, und das Navi wechselt in den entsprechenden Modus. Nun erfolgt die Ansage „Um anzurufen, sagen Sie Wählen und nennen Sie dann die Telefonnummer“. Doch die Telefonfunktionen gehen noch weiter. So ist es möglich, auch die auf dem Handy eingehenden SMS abzurufen und sogar vorlesen zu lassen.

Aber selbstverständlich kann das Garmin Nüvi 860T auch die klassische Eingabe einer Zieladresse per Sprache entgegen nehmen. Dieser Dialog läuft dann vom Hauptmenü aus wie folgt ab: Autofahrer: „Zieleingabe“; Nüvi: „Suchkategorie wählen“; Autofahrer: „Adresse“; Nüvi: „Welche Stadt in Deutschland?“; Autofahrer: „München“;……

Nach Beendigung erfolgt eine Routenberechnung. Die Befehle für die Spracherkennung sollten Sie außerhalb vom PKW üben. Bei zu vielen Geräuschen im Umfeld ignorierte das Garmin Nüvi 860T die Eingaben vollständig. Das führte zwar letztlich auch nicht zum gewünschten Ergebnis, aber zu deutlich weniger Fehleingaben als bei anderen Navis.

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