Mobiles Navigationssystem oder Smartphone?

Nicht nur in der Autokrise ist schlechte Stimmung zur Zeit angesagt, auch in der Navigation begnügen sich mehrere User beim Navigieren mit ihrem Smartphone, statt zum mobilen Navi zu greifen. Praktisch hat fast jeder sein Handy dabei, die Navigationssoftware dafür bekommt man kostenlos oder wird meist schon mitgeliefert. Warum soll ich dann noch ein zusätzliches Navi mit mir herumtragen?

Einsatzzweck ist entscheidend?

Solch eine Frage kann nie genau beantwortet werden, denn so gut die Apps von einem Smartphone auch sind, gibt es in der Handhabung Nachteile gegenüber einem mobilen Navi. Ein Smartphone hat schon als erstes ein viel zu kleines Display, was ein Erkennen der Route erschwert. Das ein Navi out ist, kann nicht als Argument gelten, denn es kommt konkret auf deren Einsatz an.

Kosten zwischen Navigationsgerät und Smartphone

Vorsicht vor Gratis Angeboten beim Smartphone, welche die entsprechende Navigationssoftware als Lockmittel anbieten. Wer seine Kosten einmal kontrolliert stellt fest das eine Datenflat ab 4,90 im Monat und im Ausland kommen Kosten von 1,60 pro Megabytes (wenn es einmal im Monat genutzt wird) dazu.

Größter Kostenfaktor beim Smartphones sind die Karten. Das Kartenmaterial bei gewöhnlichen Navis und den meisten kostenpflichtigen Apps werden zu Hause per PC auf das Navigationsgerät geladen. Dagegen sieht es bei kostenlosen Apps anders aus. In diesem Punkt werden keine Karten auf das Gerät geladen, sondern live während der Fahrt aus dem Internet bezogen. Für solch einen Einsatz wird eine Datenflat benötigt, die heute ohnehin die meisten besitzen. Personen, die Ab und Zu navigieren langt ein Smartphone auch aus, was bei Prepaid-Karten sich auf ein paar Megabytes beläuft. Kostenpunkt 0,50 Euro pro MB und Nutzung. Achtung im Ausland Gefahr vor Roaminggebühren!

Kostenfalle Stau

Während ein mobiles Navi kostenfreie TMC (etwas zeitfremd) Meldungen erhält, greifen Smartphones zur Onlinelösung, was nach einer Datenflat verlangt. Es kommt auf den Anbieter darauf an, in den meisten Fällen muss dieser Dienst zu gebucht werden. Wer bei einem mobilen Navi den Live-Dienst für eine Stauumfahrung einsetzt, kommt um eine Zusatzgebühr nicht herum. Beim Neukauf eines mobilen Navis sind meist die ersten zwei Jahre Live-Dienst inklusive, ansonsten fallen Kosten in Höhe von 50 Euro pro Jahr an. Für Vielfahrer eine lohnenswerte Anschaffung. Wer einen Live-Dienst bucht, nutzt diesen je nach Anbieter auch im Ausland.

Halterung und Ladekabel zwischen Navi und Smartphone

Da ein Smartphone erst in den letzten Jahren als mobiles Navi eingesetzt wird, haben die Hersteller auf Halterungen für das Auto verzichtet. Auch ein Ladekabel sind für Pkw`s nicht im Lieferumfang enthalten. Ein Smartphone hält ohne Ladekabel während der mobilen Navigation gerade einmal eine Stunde durch, da der Prozessor für solch eine Arbeit Höchstleistung bringen muss. Nebenbei verlangt auch der GPS-Empfänger im Smartphone nach Strom. Im mobilen Navi sieht die Sache nicht anders aus, nur mit dem Vorteil, das sich im Lieferumfang das notwendige Zubehör befindet. Wer an der Halterung spart, spart an der flachen Stelle, denn ein stabile Verankerung an der Windschutzscheibe, die nicht vibriert, dieses gibt es auch bei einem Smartphone nicht umsonst. Für eine Smartphone-Halterung müssen gut und gerne 15 Euro und mehr bezahlt werden. Fahrzeugspezifische Halterungen kosten dann auch mal bis 70 Euro. Im Großen und Ganzen ist für Zubehör eines Smartphones zwischen 70 und 110 Euro einzuplanen. Ein Staudienst im kostenpflichtigen App werden weitere bis zu 100 Euro fällig. Kurz zusammengefasst ein mobiles Navi kostet im Jahr rund 50 Euro ein Smartphone bis 220 Euro im Jahr. Spätestens jetzt ist eine Überlegung, welches Navi günstiger wäre fällig.

Bedienung von Navi oder Smartphone

So einfach wie es bei einem mobilen Navi in die Halterung und anschalten, so einfach funktioniert es bei einem Smartphone nicht.

Position bestimmen: Der beste Platz für ein Navi ist nicht, wie oft auf den Straßen zu erkennen die Mitte der Windschutzscheibe, sondern links vom Lenkrad oder weit unten an der Windschutzscheibe in die Nähe vom Armaturenbrett. Mit dieser Position des Navis wird der Sichtraum des Fahrers nicht so stark eingeschränkt. In den meisten Lieferungen von mobilen Geräte finden Sie eine Saugnapfhalterung. Eine wirklich optimale Lösung ist eine Halterung mit fahrzeugspezifischen Konsolen und Haltewinkel für Lüftungsgitter. So kann der User sein Navi bestens bedienen. Den noch zu verlegenen Strippensalat (TMC-Antenne und Ladekabel) möglichst ohne andere wichtige Bedienelemente verschwinden zu lassen.

Ganz schön viele Funktionen am Smartphone: Laut Gesetz darf das Smartphone während der Fahrt nur bedient werden, wenn es dafür nicht in die Hand genommen wird. Somit ist eine gute Halterung Grundvoraussetzung. Für das Benutzen von Navigations-Apps gilt das gleiche. Mobile Navigationsgeräte haben durch eine schmale Menüoberfläche und große Schaltflächen den Vorteil, das diese auch während der Fahrt eventuell bedienbar sind. Es setzt aber voraus, das der andere Verkehr dadurch nicht gefährdet wird. Dagegen kann es beim Smartphone passieren, dass nach dem Klingeln ohne Absicht die Navigations-App geschlossen wird.

Nicht während der Fahrt bedienen: Das ein Gerät während der Fahrt nicht zu bedienen ist, ist jedem klar nur sehr unrealistisch. Vor der Fahrt die Route bestimmen und losfahren. Jetzt aber kommen Sie in die Nähe eines Staus, wollen den Zoom verändern oder andere Einstellungen vornehmen. Ab diesem Moment wird eine Bedienung unumgänglich. Wählen Sie daher eine Position, von wo Sie das Navi problemlos bedienen können ohne sich und andere zu gefährden.

Neues Navi vorher testen!: Bei einem neuen Smartphone-App sollte es vor Beginn der ersten Fahrt getestet werden. Dabei gilt besonderer Augenmerk dem Kartenmaterial, Zugang zum Adressbuch und alles was zu einer mobilen Naviagtion notwendig ist. Bei einem neuen mobilen Navi wird es Ihnen nicht passieren. Bei diesen Lotsen ist eine Benutzung nach der Entnahme schon möglich. Zur Sicherheit auch bei diesem Gerät es zuvor auf seine neuen Funktionen testen.

Mit dem neuen Smartphone oder Navi auf Tour

Ein Smartphone ist im Grunde genommen mit fast der gleichen Hardware ausgestattet, wie sie es bei einem Navigationsgerät her finden können. Dazu gehören: GPS-Empfang, Prozessor, Speicher und ein Display. Wer schon einmal ein Navigationsgerät benutzt hatte, wird ohne große Probleme den Export der Software auf ein Smartphone lösen können.
Zielführung und Routenberechnung: Smartphones rechnen in der Regel schneller eine Route aus, als seine Kontrahenten die mobilen Navis. Unterschiede in den Routen sind fast nicht feststellbar. Smartphones haben auch im Hochkantmodus eine sehr gute hochauflösende Darstellung zu bieten. Einen Nachteil haben Smartphones in der Displaygröße und Sprachausgabe. Auch der Einsatz einer Freisprecheinrichtung kann das Problem nicht richtig lösen. Wer aber schon über Bluetooth Audiostreaming Musik hört, der wird die Naviansagen sanft eingeblendet und in bester Qualität hören.
GPS Empfang: Dank der Kombination von WLAN und Ortung per GPS haben die Smartphones gegenüber Navis den Vorteil in kürzester Zeit lokalisiert zu werden. Vielen ist es schon passiert, wenn man sich mal Stunden oder Tage in einem Parkhaus befindet, kann es passieren, das das Navi einige Minuten bis zum Empfang benötigt.

Smartphone-Apps:

  • Navigon-App: je nach Kartenversion 20 bis 90 Euro
  • TomTom-App: nur für iPhone zwischen 50 und 90 Euro
  • Nokia Maps: kostenlos auf Nokia-Smartphones, Downloadkosten
  • Google Maps: Offboard-Navigation, Karten per Funk herunterladen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*