Blaupunkt TravelPilot 500 Navi-Test 2009

Das Blaupunkt TravelPilot 500 vereint umfangreiches Kartenmaterial, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, ein TMC-Modul und ist das zweite mobile Navigationssystem mit eingebauter Videokamera. Es misst 129 mal 90 mal 19 Millimeter, ist aber mit 239 Gramm geringfügig leichter als das TravelPilot 700. Im Blaupunkt TravelPilot 500 fehlt das DVB-T-Modul, weshalb dieser Schriftzug unter dem Display auch fehlt. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff, nur am Rand ist ein Silbermetallic-Streifen zu sehen. Ein Display mit 4,3 Zoll in der Diagonalen und 480 mal 272 Bildpunkten bietet Blaupunkt in seinem Navi an. Als Prozessor hat Blaupunkt einen „Centrality Titan“ eingebaut. Er verfügt über zwei CPU-Kerne und eine Taktfrequenz von 500 MHz. Der integrierte GPS-Empfänger arbeitet mit 32 Kanälen und einem so genannten GPS Quick-Finder. Schon kurz nach dem Einschalten hat das Navi damit den aktuellen Standort ermittelt. Nicht weniger als 8GB Flash-Speicher befinden sich ebenfalls im Blaupunkt TravelPilot 500. Einen Teil davon belegt das elektronische Kartenmaterial von 41 europäischen Ländern.

Zusätzlich lassen sich im Flash-Speicher Audio- und Videodateien ablegen.Die Software unterstützt die Wiedergabe der wichtigsten Formate. Und auch so genannte Podcasts aus dem Internet lassem sich anzeigen. Sie lassen sich mit Hilfe des TravelPilot 500 auch aus dem Internet laden. Denn das Navi verfügt über ein Wireless-LAN-Modul und kann alternativ auch über den eingebauten Bluetooth-Chip und ein zusätzliches Handy Daten aus dem Internet empfangen.

Der installierte Browser stellt grundsätzlich alle Internetseiten dar. Allerdings ist das Display zu klein, um die gängigen Webseiten sinnvoll anzuzeigen. Daher ergibt die Betrachtung wohl nur Sinn, wenn es sich um speziell für mobile Navis opimierte Seiten handelt. Sinnvoller ist der Einsatz des Blaupunkt-Navis beim Abrufen und Senden von E-Mails. Anhänge wie Word- oder PDF-Dateien kann das jetzt herausgebrachte Navi im Gegensatz zum TravelPilot 700 übrigens nicht anzeigen. Die entsprechende Software fehlt.

Um Staus umfahren zu können, ist das Blaupunkt-Navi mit einem TMC-Empfänger ausgestattet. Auch eine Antenne für den Empfang der UKW-Sender ist eingebaut. Allerdings treten in nicht optimal versorgten Gebieten Empfangsprobleme auf. Daher besteht zusätzlich die Möglichkeit, eine herkömmliche Wurfantenne anzuschließen. Die Stromversorgung erfolgt über das mitgelieferte Kabel zum Anschluss an den Zigarettenanzünder. ärgerlich dabei ist, dass sich das Navi nicht in LKWs mit 24 Volt-Netz betreiben lässt. Der Betrieb und das Aufladen des internen Akkus ist lediglich an 12 Volt-Steckdosen, wie sie in PKWs zu finden sind, möglich.

Bei der mitgelieferten Halterung handelt es sich um eine Passiv-Variante. Die Strecker müssen also direkt mit dem Navi verbunden sein und bei Entnahme entfernt werden. Das macht das schnelle Mitnehmen oder verstauen im Handschuhfach unmöglich. Die Halterung selbst umfasst drei feststellbare Schraubgelenke, die eine beliebige Ausrichtung ermöglichen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Halterung nicht in den Bereich der Kamera an der Rückseite des Navis rücken sollte. Die Kamera ist zweifellos die größte Besonderheit des Blaupunkt TravelPilot 500, wobei sie die gleichen Funktionen erfüllt wie beim größeren Blaupunkt TravelPilot 700. Einerseits sind mit ihrer Hilfe Fotos und Videos mit einer Auflösung von zwei Millionen Bildpunkten möglich. Die Fotos sind geokodiert und können später genutzt werden, einen Zielpunkt zu definieren. So geht weder der schöne Ausflugsplatz noch der Standort des Fahrzeugs inmitten der Großstadt verloren.

Während der herkömmlichen Navigation erfasst die Kamera die rechts und links am Straßenrand stehenden Verkehrszeichen und gleicht sie mit gespeicherten Tafeln ab. Erkennt das Navi dabei die übereinstimmung mit einem Tempolimit, blendet es das entsprechende Verkehrszeichen auf dem Display ein. Zusätzlich kennt das TravelPilot 500 die Tempolimit-Hinweise, die im Kartenmaterial von Tele-Atlas gespeichert sind. Da diese unvollständig und teilweise nicht aktuell sind, ist die Erfassung mittels Kamera ein echtes Plus.

Schilder nach einer Kurve können aber zum Teil nicht richig erkannt werden. Die dritte Möglichkeit der Kamera-Nutzung schließt die Erfassung von Verkehrsschildern jedoch wieder aus. Während der Video-Navigation ist statt der Karte die vor dem Fahrzeug verlaufende Straße zu sehen. Das Videobild ist vom aktuellen Richtungspfeil und wenigen Informationen überlagert. Eine Verknüpfung zwischen Bild und Grafik gibt es dabei nicht. Es ist daher Zufall beziehungsweise von der Entfernung zur

Kreuzung abhängig, ob beispielsweise ein eingeblendeter Richtungspfeil in die richtige Straße zeigt. Viel Sinn ergibt die Videonavigation daher nicht. Sie soll aber helfen, auch beim Blick auf das Navi die aktuelle Verkehrssituation nicht aus dem Auge zu verlieren. Während der Fahrt wirkt das Videobild etwas ruckelig. Eindeutig liegt die Bildwiederholrate unter den angegebenen 30 Bildern pro Sekunde. Keinerlei änderung gegenüber dem TravelPilot 700 gibt es im Bereich der Navigationssoftware. Die Zieleingabe ist mittels virtueller Tastatur oder Sprache möglich. Nach der Zieleingabe erfolgt eine sehr schnelle Routenberechnung. Während der Navigation ist die Aufteilung des Bildschirms übersichtlich und sinnvoll. Oben ist der nächste Straßenname zu sehen, unten der aktuelle Straßenname. Darunter befindet sich eine Statuszeile mit Informationen wie der errechneten Ankunftszeit und der Entfernung zum Ziel. Rechts blendet das TravelPilot 500 die Entfernung zur nächsten Tankstelle und zum nächsten Parkplatz ein. Allerdings berücksichtigt es dabei nur jene, die an einer Autobahn liegen. Das kann bei längeren Fahrten auf Bundes- und Landstraßen verwirren und ist dann wenig hilfreich. Uneingeschränkt positiv im Navi-Test fiel der Fahrspurassistent auf. Er zeigt auf mehrspurigen Straßen und insbesondere auf Autobahnen mit Hilfe von farbigen Pfeilen, welche Spuren zu meiden sind und welche ans gewünschte Ziel führen.

Fazit: Wer auf den Fernsehempfang mittels Navi verzichten kann und auf dem kleinen Navi auch keine Office-Dokumente betrachten will, kann sorglos zum Blaupunkt TravelPilot 500 greifen und sich die 100 Euro gegenüber dem TravelPilot 700 sparen. Beide Modelle sind mit den eingebauten Extras wie einem TMC-Modul, der Wireless-LAN-Technik und der Videokamera sowie der schnellen Routenberechnungen und der ausgereiften Software die gleichen Pluspunkte zu vermerken. Da im Video-Modus keine Verknüpfung zwischen Videobild und Navidaten erfolgt, muss die Frage erlaubt sein, welchen Sinn die sogenannte Videonavigation überhaupt ergibt.

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Letzte Aktualisierung am 15.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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