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TomTom Start 2 Navi-Test 2010

Der TomTom Start 2 ist der legitime Nachfolger des Einsteigermodells One. Dennoch erhält man mit ihm ein Navigationssystem, bei dem man auf nichts verzichten muss. Das Start 2 ist für ein Navi mit 3,5 Zoll großem Bildschirm sehr groß geraten. Das Problem: Die Autohalterung ist fest in die hintere Gehäuseschale des Navis integriert. Damit muss man beim Mitnehmen des Geräts natürlich auch jedes mal die Halterung komplett abnehmen und bei Fahrtantritt neu anbringen. Das mobile Navi enthält Karten von Zentraleuropa, ein TMC-Empfänger im Ladekabel sind schon drin, zudem kommt das 3,5-Zoll Navi mit wechselbaren Gehäuseschalen. Und auch die TomTom Technologie IQ-Routes ist mit von der Partie. Das Ladekabel ist 150 Zentimeter lang. Es verarbeitet Eingangsspannungen von 12 bis 24 Volt, kann also auch im LKW eingesetzt werden. Für Verkehrsinformationen muss man einen externen TMC-Empfänger zwischen das Navi und das Ladekabel stecken. Daran ist eine 1.30 m lange Wurfantenne befestigt, die man mit Hilfe zweier Saugnäpfe an der Windschutzscheibe anbringt.

Robust und einfach

Die Hardware selbst spiegelt den Einsteigerstatus noch am ehesten wider. Das Gehäuse mit den optional erhältlichen bunten Wechselhüllen wirkt wenig hochwertig, aber robust, das Display ist etwas flau und die Verankerung für die Halterung hakelig. Doch hängt erst einmal alles an der Windschutzscheibe, dann wackelt nichts mehr.

Das TomTom Start 2 erhält man vorerst nur in der Version Central Europe Traffic. Das Traffic bedeutet, dass der angesprochene TMC-Empfänger mitgeliefert wird. »Central Europe« steht natürlich für Zentraleuropa. TomTom liefert das Start 2 mit Kartenmaterial von Deutschland, ÖÖsterreicher, der Schweiz und Liechtenstein, sowie den angrenzenden Ländern Dänemark bis Malta. Wie bei allen aktuellen TomTom-Navis kann man auch beim Start 2 via Mapshare einzelne Korrekturen am Kartenmaterial vornehmen und diese über einen Internet-PC mit anderen TomTom-Besitzern austauschen. Außerdem unterliegt auch die hier installierte Karte der Latest-Map-Garantie, die besagt, dass man bis 30 Tage nach dem Kauf das zu diesem Zeitpunkt aktuelle Kartenmaterial kostenlos aus dem Internet herunterladen und auf das Navi übertragen darf - natürlich nur, wenn es auch eine aktuellere Version gibt.

Das Menü hat TomTom stark vereinfacht. Beim Einschalten zeigt das Start 2 nur noch zwei große Icons: "Route planen" und "Karte rollen". Darunter befindet sich eine kleine Schaltleiste mit fünf weiteren Icons. Zahlreiche Optionen und Funktionen wurden entfernt oder neu sortiert. Die Optionen stehen ab sofort nur noch dort zur Verfügung, wo sich auch gebraucht werden. Das erleichtert vor allem Einsteigern die Bedienung und gibt etwas mehr Übersicht, doch man fühlt sich hier und da, als hätte das Navi zu wenig an Bord. Wer Navigation pur erwartet, wird sich darüber freuen.

Die Zielführung erledigt im Navi-Test der TomTom Start 2 ebenso routiniert wie seine größeren Geschwister. Sobald das Gerät die fertige Route anzeigt, darf man via Route ändern den Weg an die eigenen Vorstellungen anpassen. Dazu gibt es beispielsweise die Punkte Straßensperre vermeiden , Alternative berechnen, Reisen über..., oder dann Neue Route planen oder Route löschen. Leider bietet das Start 2 keine weiteren Einstellmöglichkeiten. Keine einzige. Fußgängermodus, kürzeste Strecke, Autobahn vermeiden, aber auch zum vermeiden oder erlauben von Mautstrecken oder Fähren sucht man vergebens. Das Navi bietet praktisch keine sinnvollen Einstellmöglichkeiten.
Der Anwender darf zwar das Ein- und Ausschaltbild von Hand einstellen, aber die lieb gewordenen individuellen Anpassungen, die man den den Vorgängermodellen vorgenommen hat, gibt™s einfach nicht mehr.

Ein wichtiges Feature des TomTom-Kartenmaterials ist IQ-Route. Das bedeutet, alle Straßenabschnitte sind mit tatsächlich fahrbaren Durchschnittsgeschwindigkeiten hinterlegt. Weil diese Tag- und zeitabhängig unterschieden werden, wählt das Navi unter Umständen an einem Werktag vom Berufsverkehr besonders betroffene Strecken, während es am Wochenende diese gerne nimmt. Dank IQ-Routes sind die berechneten Routen überwiegend optimal. Die Kartendarstellung auf dem kleinen Display ist etwas kantig, aber sehr übersichtlich, die Sprachausgabe wie bei TomTom gewohnt zum Teil nachlässig formuliert, aber insgesamt präzise.

Das TomTom Start 2 ist ein absolutes Minimal- Navi und daher perfekt geeignet für Einsteiger. Einsteigern wird das reduzierte Menü dieses Navigationssystems entgegenkommen, seine Ausstattung ist komplett, es arbeitet im Navi-Test zuverlässig. Das TomTom Start 2 ist damit ein gelungener Einstieg in die Navi-Welt mit Abstrichen bei der Hardware.
Wenn man mit den genannten Einschränkungen leben kann, ist es klasse. Und es wird sicherlich viele Anwender geben, die sich gerade deswegen für das Start 2 entscheiden werden.