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TomTom One Traffic Navi-Test 2008

Der TomTom One Traffic ist das weltweit meistverkaufte Navigationssystem. Das Gerät beträgt maximal 92 mal 78 mal 25 Millimeter. Damit ist es 28 Millimeter dünner und 3 Millimeter weniger hoch als sein größerer Bruder XL. Das Gewicht beträgt 148 Gramm.

Sehr bemerkenswert ist das Softline-Gehäuse, das an jeder Stelle irgendwie "rund" ist, eine normale Ecke gibt es am ganzen One nicht. Das dunkelgraue Kunststoffgehäuse ist perfekt verarbeitet. Es existieren nirgendwo auch nur der winzigste Gehäusespalt oder andere Unschönheiten. Das Display wird eingerahmt von einer silbernen Blende, im gleichen Farbton ist das fast schon überdimensionierte Lautsprechergitter auf der Rückseite gehalten. Um das Lautsprechergitter sitzen drei Metallklammern, die das Navi in der neu entwickelten Windschutzscheibenbefestigung namens "EasyPort" halten. Diese kann man auf ein minimales Maß zusammenklappen, so dass das Paket aus Navi und Halterung bloß 9 Millimeter dicker wird. Anscheinend hat sich TomTom so manche von der Scheibe abfallende Autohalterung des Vorgängermodells zu Herzen genommen, denn nun gibt es wieder einen Spannmechanismus, der den Saugnapf noch besser halten lassen soll. Der Hersteller verkauft den One in vier verschiedenen Kombinationen. Sie erhalten das Navi entweder mit einer digitalen Landkarte der jeweiligen Region oder gleich von ganz Europa. Die Region umfasst bei einem Gerät für den deutschsprachigen Markt Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Polen, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Estland, Lettland und Litauen. Dazu sind noch die Hauptverkehrsstraßen der folgenden Länder enthalten: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Rumänien, Serbien, Ukraine und Weißrussland.

Jede Kartenvariante erhalten Sie mit oder ohne Empfänger für Verkehrsinformationen. Dieser wurde völlig neu entwickelt und empfängt nochmals ein gutes Stück besser als der bisher erhältliche TMC-Empfänger. Beim neuen reicht es, wenn man die Wurfantenne neben dem Ladekabel herunterhängen lässt. Der neue TMC-Empfänger wird nicht mehr über die leicht abbrechende Klinkerbuchse mit dem TomTom verbunden, sondern über den normalen Mini-USB-Anschluss, den man auch zum Laden des Navis verwendet. Dazu verbindet man das Autoladekabel mit dem TMC-Empfänger und diesen dann mit dem One-fertig. Als einzigen Hardware-Kritikpunkt fällt der etwas zickige Mini-USB-Anschluss auf. Es fällt nicht immer ganz leicht, das Ladekabel einzustecken, mit etwas Hin- und Hertüteln geht es aber doch.

 

TomTom One Traffic mit Sprachanweisung

Der TomTom One besitzt wie gesagt einen verhältnismäßig großen Lautsprecher an der Rückseite. Dementsprechend kommen alle Sprachanweisungen laut, deutlich und klar-besser dürfte es derzeit nicht gehen. über die Logik der wahlweise männlichen oder weiblichen Sprachanweisungen kann man manchmal diskutieren, aber es wäre nett, wenn sich von den vorhandenen Fähigkeiten des TomTom One manch Konkurrent mal eine Scheibe abschneiden würde. Die Einfachheit der Bedienung ist sowieso legendär. Während des Navi-Tests konnten auch wenig computer- interessierte Anwender schnellstens mit dem Gerät arbeiten und ihm die ersten Routen entlocken.

Der preiswerte TomTom-Abkömmling besitzt einen diagonal 3,5-Zoll messenden Flachbildschirm, der erstmals beim One selbstständig zwischen Tag- und Nachtansicht wechselt. Dazu gibt es keinen Sensor für die Umgebungshelligkeit. das Gerät bestimmt einfach anhand des Datums und der Koordinaten den Sonnenunter- und -aufgang und schaltet abhängig davon um zwischen Tag- und Nachtmodus. Die Tagansicht ist besonders hell und bietet mit knackigen kontrastreichen Farben optimale Ablesbarkeit auch bei direktem Lichteinfall. Der Nachtmodus ist wesentlich dunkler gehalten, hier ist die zu fahrende Strecke beispielsweise hell- auf dunkelblau eingezeichnet, um den Fahrer möglichst nicht zu blenden. Die Bildschirmhelligkeit kann man getrennt für Tag und Nacht einstellen.

Als Prozessor arbeitet im TomTom One ein 266 MHz schneller ARM-Chip, als Arbeitsspeicher reichen 32 MB. Das ist bei anderen Geräten eigentlich die unterste akzeptable Hardware, ein Navi auf Basis von Windows Mobile wird damit schon nicht mehr flüssig arbeiten. Der TomTom arbeitet aber mit einem winzigen Linux als Betriebssystem. So zeigt die Hardware, was sie leisten könnte, wenn sie nicht vom Betriebssystem ständig ausgebremst würde. Das TomTom One reagiert fast schon freudig auf jeden Druck des Anwenders auf den berührungsempfindlichen Bildschirm. Man muss niemals auf eine Reaktion des Geräts warten oder zwischen einzelnen Buchstaben bei der Zieleingabe eine Zwangspause einlegen. Man fragt sich niemals, ob das Gerät jetzt abgestürzt ist, oder noch vor sich hin rechnet.

Die Routenberechnungen könnten sicher bei jedem Gerät noch etwas schneller sein, aber wirklichen Grund zur Beschwerde gibt es niemals.

Neue Karte gefällig?

Die Firmware mit dem Navigationsprogramm erhält man bei TomTom immer kostenlos, und die Latest-Map-Garantie sorgt dafür, dass man bei einem Neukauf aktuellstes Kartenmaterial bekommt. Man hat von der Inbetriebnahme an 30 Tage Zeit, um per Internet die beim Kauf aktuellste Karte downloaden. Beachten Sie bitte, dass es nicht möglich ist, ein Gerät mit der kleinen Regional-Landkarte auf die Europakarte zu erweitern. Deswegen empfehlen wir, lieber gleich den Aufpreis für die Version mit der großen Karte einzuplanen.

Fazit: Der neue TomTom One Traffic ist ein kinderleicht bedienbares Navi mit allen wesentlichen Funktionen. Schnickschnack gibt es nicht, dafür aber viele Funktionen, die dem Anwender wirklich was bringen, wie beispielsweise Mapshare, den ganz hervorragenden TMC-Empfänger oder die Garantie auf die beim Kauf aktuellste Karte.