TomTom Go im Navi Test
TomTom bietet in der Go-Baureihe drei Varianten an. Die Modelle 520, 720 und 920 wurden einige Zeit nach dem One XL entwickelt, so dass sie trotz besserer Ausstattung etwas kleiner sind. Auf den ersten Blick kann man eine One XL und einen Go durchaus verwechseln, denn dominiert werden beide Baureihen natürlich vom 4,3 Zoll großen Bildschirm, und die Modelle benutzen auch den gleichen TMC-Empfänger wie die kleinere Baureihe. Ansonsten unterscheidet sich die technische Ausstattung aber erheblich.
Ausstattung
Das fängt an bei der eingebauten Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Alle TomTom Go sind mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet, das für Datenübertragungen mit dem TomTom-Verkehrsinformationsdienst genutzt werden könnte. Fest eingebaut ist auch ein richtiger kleiner UKW-Sender, der alle Sprachansagen des Navigationsgeräts per UKW zur Antenne des Autoradios überträgt. Hat man da die entsprechende Frequenz eingestellt, spricht der TomTom die diversen Ansagen über die Steroanlage. Problem: Das Autoradio weiß natürlich nicht, wann es auf die TomTom-Frequenz umschalten soll, und deswegen kann man natürlich nicht nebenher CDs oder einen anderen Sender hören. Teilweise umgehen kann man das Problem, indem man den Go auch als MP3-Player benutzt. Dann werden nicht nur die Ansagen, sondern auch die Musik über die Stereoanlage des Fahrzeugs wiedergegeben. Die Qualität hängt entscheidend davon ab, ob man eine freie Frequenz für den winzigen und entsprechend leistungsschwachen UKW-Sender findet, und ob der Weg zwischen Sendeantenne des Go und der Empfangsantenne des Radios einigermaßen unverbaut ist. Aber auch im besten Fall wird die Musik aufgrund des sehr einfachen UKW-Senders nur in Mono ausgegeben, so dass der TomTom Go lieber über ein Kabel mit dem Radio verbunden werden sollte. Eine Wiedergabe der Freispecheinrichtung auf die Autolautsprecher ist in diesem Fall nicht möglich. Der Go 920T ist noch ein wenig besser ausgestattet als der 520 und der 720. Das Spitzenmodell besitzt zusätzlich eine Fernbedienung mit Bluetooth und den EPT-Sensoren. Sie sollen gewährleisten, dass das Navi auch beim Verlust des Satellitenempfangs weiß, wo es sich befindet.Eingabe durch Sprache
Alle aktuellen Go-Modelle besitzen die Möglichkeit, eine adresse per Sprach einzugeben. Um den Vorgang zu starten, sind zwar noch einige Eingaben auf dem Touchscreen erforderlich, dann klappt aber alles Weitere per Sprache. Wie alle moderen Spracheingabesysteme arbeitet auch diese zufriedenstellend. schnell man aber die Erfahrung, dass es weit schneller und einfacher funktioniert, wie gehabt ein Ziel einzutippen, als per Spracheingabe dem Navi klar zum achen, wo man denn nun hinwill.
TMC-Empfänger
In den Navi Tests der Modelle 720, 520 und 920 musste festgestellt werden, dass die Verarbeitung von TMC oder TMC-Pro Signalen nicht richtig funktionierte. Dies wurde mit den diversen Firmware-Updates etwas besser und auch leider wieder etwas schlechter. Gegenwärtig liegt die Version 7.480 vor, und diese empfängt nun endlich TMC und TMC-Pro praktisch perfekt. Jedem TomTom Go- Besitzer können wir das Update auf die jetzt aktuelle Version eigentlich nur empfehlen.Navigation
Die Geschwindigkeit der TomTom-Software ist auf den Spitzenmodellen natürlich über jeden Zweifel erhaben. Von den Alpen an die Nordsee in rund 10 Sekunden. Die Go-Modelle unterscheiden sich in erster Linie durch das Kartenmaterial. Der Go 520T wird nur mit DACH geliefert, sein Listenpreis beträgt 299 Euro. Bereits mit West- und Mitteleuropa ausgestattet ist der Go 720T für 349 Euro. Leider hört auch hier wieder das digitale Kartenmaterial östlich einiger Länder auf. Wenn man das gesamte bisher erfasste Europa und Nordamerika (USA und Kanada) haben möchte, muss man sich den Go 920T leisten, der 449 Euro kosten soll. Der Listenpreis bei TomTom hat nur wenig mit der Realität zu tun, je nach Preisklasse kann man auch bei seriösen Händlern 30 bis 80 Euro sparen.

