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HD-Traffic im TomTom Go 950 Live Navi-Test

HD-Traffic ist eine extrem zuverlässige Verkehrsvorhersage. Anders als normale TMC-Meldungen weiß der Live-Dienst weit genauer und aktueller, wo der Verkehr läuft und wo er stockt. Dazu liefert unter anderem Vodafone Daten aus dem eigenen Handynetz. Hintergrund: Wenn ein Handy auf der Autobahn in einem Auto unterwegs ist, bucht es sich regelmäßig um, es wechselt also die Funkzelle, mit der es den kontakt zum Hndynetz hält. Entlang einer Autobahn, Landstraße oder großen Hauptstraße kann man nun aus den sich umbuchenden Handy errechnen, ob der Verkehr fließt oder eben nicht.

Das Ergebnis: Erstens ist die vorausgesagte Ankunftszeit bei einem TomTom-Live Navi einigermaßen korrekt, anderes als bei den meisten anderen mobilen Navis, zweitens meldet das TomTom auch Staus, die TMC/ TMC-Pro Navis nicht kennen. Dass das wirklich funktioniert, haben viele Navis Tests mit dem TomTom Live Dienst unter Beweis gestellt.

Wer nach der Testphase von drei Monaten die Live-Services nicht weiter nutzen möchte, kann im Rahmen der "Zufriedenheitsgarantie" auf TMC umsatteln. Das optionale TMC-RDS-Kabel erhält man dann kostenlos. Damit kann der Fahrer TMC-Staumeldungen überall dort in Europa nutzen, wo sie verfügbar sind.

Wer hingegen die Live-Services nutzt, benötigt TMC nur unter bestimmten Umständen und muss dann knapp 80 Euro für das Kabel berappen. Hintergrund: Die Live-Services funktionieren aktuell in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Großbritannien und in den Niederlanden. Bis Ende des Jahres sollen Belgien und portugall dazu kommen, für 2010 soll Italien ebenfalls inklusive sein.

Das heißt: Wer viel im nicht abgedeckten Norden Europas unterwegs ist, der sollte die Anschaffung des TMC-Kabels einplanen oder aber auf die Live-Services verzichten, wenn er sie nicht benötigt.

Schlaues Routing mit IQ-Rotes im TomTom

Kombiniert mit IQ-Routes sind die Live-TomToms in Sachen Routing top. IQ-Routes sind historische Verkehrsdaten, die im Kartenmaterial gespeichert sind. Diese sammelt TomTom schon seit einigen Jahren. Der Vorteil dieser Art Kartendaten. Da Ampeln nicht digitalisiert werden, sind die angegeben Geschwindigkeitsindexe ungenau, aber mit IQ-Routes Daten wird eben dieser Faktor mitberücksichtigt. Auch typische Staustrecken zu Stoßzeiten sind so im Kartenmaterial hinterlegt und können umfahren werden.

Dank IQ-Routes weiß ein TomTom also, wo für gewöhnlich viel oder wenig los ist und schließt folglich typische Berufsverkehr-Staustrecken oder Ampelmarathons von vornherein bei der Routenwahl aus, wenn eine schnellere Alternative verfügabr ist.

Leicht labile Hardware im TomTom Go 950 Live


Das TomTom Go 950 Live kommt in einem nur vorsichtig neu gestalteten Gehäuse daher sowie mit einem Aktivhalter, der sich mit einem Drehmechanismus sehr gut an der Scheibe festsaugt. Er ermöglicht außerdem die problemlose Entnahme des Navis, wirkt aber immer noch nicht so stabil und vertrauenwürdig wie die klassischen Lösungen der Konkurrenten mit den großen Schrauben oder massiven Saugnäpfen.

Bluetooth statt SIM-Karte

Telefonieren kann man über die im TomTom Go 950 Live verbaute "Internet-SIM" übrigens nicht. Um den TomTom als Freisprecheinrichtung zu nutzen, muss man ein Handy per Bluetooth ankoppeln.
Die Kartendarstellung ist von Neuerungen weitgehend verschont geblieben. Das ist zwar gut für Gewohnheitnutzer, aber eine gründliche Überarbeitung wäre langsam an der Zeit; auch 3D-Gebäude gibt es weiterhin nicht. Die Sprachsteuerung funktionierte im Navi-Test mal besser, mal schlechter.

Unterwegs zeigte sich der neue Super TomTom Go 950 live unspektakulär und zuverlässig, mit präzise arbeitendem Auto-Zoom und guter Displayauflösung, aber Kanten in der Karte und einigen Schwächen bei der Sprachausgabe. Trotzdem so sicher und souverän führen nur wenige mobile Navis.

Neben dem großen TomTom Go 950 Live bringt TomTom wie gewohnt eine kleinere Versions namens Go 750 Live, das auf die Karten von Kanada und den USA, den integrierten Trägheitssenosor zur Navigation im Tunnel sowie den FM-Transmitter verzichten. Dafür kostet es aber auch 50 Euro weniger.