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TomTom Go 630 Navi-Test

Wohin soll es gehen?

Eine Stelle wo beim TomTom 630 gespart wurde, ist das Kartenmaterial. Dieses umfasst nur Deutschland, Österreich, die Schweiz mit Liechtenstein, Italien, die San Marino und Vatikanstaat, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Kroatien sowie Bulgarien. Laut Herstellerangaben gibt es darüber hinaus die Hauptstraßen von Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Moldawien, Ukraine, Weißrussland und Rumänien. TomTom bezeichnet diesen Kartenumfang als Central Europe / Eastern Europe oder kurz CEEE. Angesichts des Verkaufpreises von 299 Euro finden wir diese Ausstattung kritisch, für diesen Betrag bekommt man bei fast jedem Mitbewerber mehr. Schon eine Fahrt nach Frankreich oder Dänemark führt in schwarze Bereiche auf der digitalen Landkarte. Man muss dann also zusätzliches Kartenmaterial erwerben, was mehr als die anfangs gesparten Euro kostet.

Ansonsten ist uns negativ aufgefallen, dass der TomTom Go 630 Traffic mit dem technisch veralteten TMC-Empfänger vom TomTom-internen Typ 4V00.013 verkauft wird. Dass eine laufende Baureihe wie der 730 oder der 630 nicht während der Produktion geändert wird, können wir verstehen. Aber seit April 2008 gibt es einen weit besseren TMC-Empfänger mit TMC-Anschluss. TMC- oder TMC-Pro-Meldungen empfangen Sie mit diesem Empfänger genauso, aber nicht so viele und so stabil wie mit dem TMC-Empfängers des wesentlich billigeren TomTom One oder TomTom XL.

Fazit: Für 299 Euro muss ein Navi einfach mehr Kartenmaterial mitbekommen als eine für deutsche Verhältnisse meist völlig unbrauchbare Zentral- und Osteuropa-Karte. Für die mietsen Anwender dürfte dieses Karte nicht sinnvoller sein als eine DACH-Karte, und dafür ist das Navi dann einfach viel zu teuer. Low-End-Karte und High-End-Ausstattung ergibt keinen Sinn. Ein Navi mit dieser Konfiguration dürfte nur wenige Käufer finden.

 

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