Navi Test Testberichte über mobile Navigationsgeräte
Navi-Test Newsletter
Die aktuellen Navi Tests über Navigationsgeräte
Newsletter abonnieren

TomTom Go 5000

Angriff ist die beste Verteidigung auf dem hart umkämpften Markt der Navigationsgeräte. TomTom schickt ein neues Flaggschiff ins Rennen, dass Go 5000. TomTom versucht mit interaktiven Karten, 3D-Elementen und der Funktion Lifetime TomTom Traffic die Kunden zu überzeugen.

TomTom Go 5000 kompakte Verarbeitung

Das TomTom Go 5000  ist innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit. Im Lieferumfang enthalten ist eine Halterung, ein Strom-Adapter für den Zigarettenanzünder, ein USB-Kabel und eine Kurzanleitung.

Die Halterung mit Saugnapf lässt sich bequem an der Windschutzscheibe befestigen, der Gelenkkopf erlaubt eine flexible Einstellung des Sichtwinkels. Hier gibt es im Navi Test 2013 keine Probleme. An der Halterung selbst kann bei Bedarf das USB-Kabel, dass für die Stromversorgung sorgt, angesteckt werden. Der microUSB-Anschluss befindet sich auf der Rückseite der Halterung – ist diese bereits an der Scheibe befestigt, ist ein bisschen Gefummel nötig, bis das Kabel an der richtigen Stelle steckt.

Das Navigationsgerät TomTom Go 5000 selbst wirkt sehr hochwertig. Es ist mit 229 Gramm recht schwer, aber da man es sowieso eher selten in der Hosentasche mit sich rumträgt, macht das nichts. Das Display ist 5 Zoll groß, nahtlos in den Korpus eingelassen und mit Glas geschützt. Besagtes Glas zeigt leider jeden einzelnen Fingerabdruck, zumindest wenn das Display aus ist. Auf der Rückseite ist der Lautsprecher verbaut, auf der Unterseite befinden sich verschiedene Anschlüsse: microSD-Einschub (bis zu 32 GB); microUSB-Buchse; Schnittstelle für das Dock.

TomTom Go 5000: Bedienung

Das TomTom Go 5000 lässt sich dank der integrierten Magnete schnell und unkompliziert in die Halterung stecken, hier ist im Gegensatz zu vielen anderen Navis kein Gefummel nötig. Das TomTom Go 5000 schaltet sich automatisch an, sobald es an Strom angeschlossen ist (und schaltet sich nach 10 Sekunden automatisch aus, wenn es vom Strom getrennt wird).

Bei der ersten Inbetriebnahme müssen natürlich erst mal die Sprache festgelegt und weitere Einstellungen vorgenommen werden, danach kann es aber gleich losgehen.

Anders als bei vielen mobilen Navigationsgeräten gibt es kein Menü, dass auf einen Blick alle Funktionen des Geräts offenbart. Stattdessen sind die Funktionen auf einer Linie angeordnet, auf der man mithilfe von Wischbewegungen durchnavigieren kann. Dabei kommt ein Smartphone-Gefühl auf was ich auch in späteren Situationen immer wieder festgestellt wurde.

Auch die Adresseingabe hat sich gerändert: Statt einzelner Felder mit Ort, Straße und Hausnummer erwartet sie eine einzige Zeile, auf der man hintereinander Ort, Straße und Hausnummer eingibt. Das TomTom Go 5000 findet dann überraschend schnell die gesuchte Adresse – mit einem Klick darauf gelangt man auf die Karte.

Und nun? Wie startet man jetzt die Routenführung? Auch hier war ein wenig Gesuche angesagt. Der Trick ist, auf ein kleines, blaues Symbol mit einem Lenkrad zu klicken. Dann lädt das TomTom sehr schnell und zuverlässig die Route.

TomTom Go 5000: Routenführung

Ist die Route erst einmal geladen, lässt sich an dieser manuell nicht mehr viel ändern – das Navi TomTom Go 5000 entscheidet selbst über den Verlauf. Für die im Navi Test 2013 getesteten Strecken waren es immer die passenden Routen. In den Einstellungen kann zwischen “schnellster”, “kürzester” und “umweltfreundlichster” gewechselt werden, außerdem gibt es die Möglichkeit, Autobahnen zu vermeiden oder Strecken speziell für Fußgänger- und Fahrradfahrer auszuwählen.

Der während der Fahrt sichtbare Bildschirm ist sehr sinnvoll aufgeteilt: Links kann man zoomen oder ins Menü wechseln, unten wird die aktuelle Geschwindigkeit sehr genau angezeigt. Am oberen Rand kann man sehen, wie weit es noch bis zur nächsten Abbiegung ist und auf welche Straße man dann einbiegen muss. Bei komplizierteren Routenabschnitten sind außerdem Abbiegepfeile eingeblendet, die in einigen Situation sehr hilfreich sind. Das Besondere am TomTom Go 5000 ist die Lifetime-TomTom-Traffic-Funktion am rechten Rand: Neben der Ankunftszeit und der verbleibenden Fahrtzeit gibt es eine vertikale “Routenleiste”, auf der wichtige Punkte auf dem vorliegenden Fahrtabschnitt zu sehen sind. Das Navigationsgerät informiert mich so schon einige Zeit im Voraus, ob und wo Baustellen, Staus und Blitzer auf der Routeliegen. Besonders die Genauigkeit der Anzeige ist beeindruckend.

Einziger Wermutstropfen: Die Blitzer-Warnungen sind nur die ersten 3 Monate kostenlos, danach ist ein jährliches Abo in Höhe von 30 Euro erforderlich. Das es in Deutschland nicht gestattet ist, werden viele diese Funktion nicht vermissen.

Die Audiokommandos wurden richtigen Zeitpunkt in ausreichender Anzahl angesagt. In Städten, wo es auch mal recht hektisch zugehen kann, hat die zusätzliche 3D-Animation des Navigationsgeräts TomTom Go 5000 für eine gute Orientierung gesorgt. Sämtliche relevanten Gebäude und angrenzenden Straßen sind nachgestellt, alles lädt schnell und ohne Ruckeln.

Auf einer der Teststrecke wurde zum Vergleich das Werksnavigationsgerät von Ford mitlaufen gelassen Da liegen dann doch Welten dazwischen. Das TomTom Go 5000 war in Bezug auf die Streckenführung wesentlich präziser und besser verständlich. Schon allein am aktuellen Kartenmaterial können die Navigationsgeräte ab Werk nicht mithalten.

TomTom Go 5000: Während der Fahrt

Die Bedienung während der Fahrt hat einen Nachteil: Beim TomTom Go 5000 kommt man nicht ins Menü, wenn einfach irgendwo auf das Display gedrückt wird, sondern es gilt einen kleinen, schwarzen Punkt zu erwischen. Auf Kopfsteinpflaster oder bei Kurven benötigt man durchaus mehrere Anläufe, um genau diesen Button zu erwischen. Schade!

Ansonsten läuft das Navigationsgerät TomTom Go 5000 aber sehr flüssig weiter, auch wenn man zwischendrin ins Menü wechselt. Sollte es doch mal zu einem Absturz kommen, muss man leider warten, bis sich das TomTom Go 5000 aufgrund von fehlender Energie selbst ausschaltet. Eine manuelle Reset-Taste gibt es nicht, lediglich im Menü eine Reset-Funktion. Wenn das Navigationsgerät aber "eingefroren" ist, nützt einem das nichts.

Positiv ist aufgefallen, dass sich der Nachtmodus automatisch einstellt und auch eine angenehme Helligkeit aufweist. Ein eventuelles Blendgefühl kam hier nicht zustande.

Fazit zum TomTom Go 5000

Mit dem TomTom Go 5000 hat TomTom ein solides Navigationsgerät geliefert, dass seine Stärken genau an der richtigen Stelle hat: Die Navigation funktioniert einwandfrei. Die Routendarstellung auf dem Display sorgt für eine entspannte Fahrt ohne Verfahren, die Audiokommandos kommen genau zur richtigen Zeit und 3D-Animationen helfen besonders in unübersichtlichen Städten. Lifetime TomTom Traffic zeigt Baustellen, Staus und Blitzer auf dem Weg rechtzeitig und sehr genau an, da gibt es nichts zu meckern. Allerdings müssen beim Drumherum einige Abstriche gemacht werden: Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig und teilweise etwas unpraktisch, vor allem die Bedienungsanleitung ist in diesem Punkt nicht sehr hilfreich. Sie kann nur im Menü des Go 5000 aufgerufen werden.

Die vom Navigationsgerät vorgeschlagene Strecke kann nicht manuell angepasst werden, ist also nicht ganz so flexibel wie bei anderen Anbietern. Und im Falle eines Aufhängers des TomTom Go 5000 gibt es keinen Reset-Button, der das Problem schnell aus der Welt schafft. Wenn man dabei gerade mitten auf der Autobahn ist, ist das eher ungünstig.

Die kleinen Mängel würden sicherlich nicht so sehr ins Gewicht fallen, wenn das TomTom Go 5000 zusammen mit dem Go 6000 nicht gerade die derzeitigen TomTom-Flaggschiffe wären. Bislang war TomToms Stauwarner HD-Traffic nur für Vielfahrer interessant, da er monatliche Gebühren kostete. Nun ist der Stauexperte (Dank der integrierten Konnektivität über Always Connected) serienmäßig und kostenlos mit an Bord, was allein schon ein gutes Argument für das ansonsten auch nicht schlecht ausgestattete TomTom Go 5000 ist. Etwas günstiger sind die TomTom-Modelle Go 400, Go 500 und Go 600. Diese haben keine SIM-Karte integriert, sondern müssen mit dem eigenen Smartphone verbunden werden. Für alle Smartphone-Besitzer sind das sicherlich gute Alternativen, denn der Funktionsumfang ist der gleiche wie bei den teureren Modellen.