TomTom One T Europe 3rd Edition Navi Test
Nach dem Betätigen des Einschalters öffnet sich die von den Vorgängern bekannte TomTom Oberfläche in der aktuellen Version 7.
Ganz klar ist der TomTomOne v3 ein Gerät mit wesentlich einfacher Ausstattung als ein Go, was sich auch im Preis entsprechend niederschlägt. Der One v3 ist ein Navigationssystem, nicht mehr, aber auch weniger. Und ein gutes noch dazu.
Der One v3 wird in der Europa Version mit einem 1-GB eingebauten Speicher angeboten, und einer digitalen Karte von West- und Mitteleuropa im Gepäck. Alles östlich von Finnland, Deutschland, Österreich und Italien fehlt. Eine Navigation in den Ostblock-Staaten ist mit dem TomTom One T nicht möglich. Dafür können Sie als User die Navigationskarte von Nordkap bis Gibraltar und von Irland bis Sizilien nutzen.
Das Kartenmaterial kommt vom ebenfalls niederländischen Hersteller tele Atlas, es liegt vor in der version 7.05. TomTom ist einer der wenigen Hersteller, der alle neu verkauften Geräte mit einer Garantie auf die aktuelleste erhältliche Karte ausliefert.
Es kann passieren, dass ein Gerät schon ein paar Monate alt ist, bis man es kauft. TomTom hat dafür eine gute Lösung geschaffen. Nach dem Kauf eines Navis mit der Firmware 7 hat der Nutzer 30 Tage Zeit die aktuellste Karte von der homepage herunterzuladen. TomTom beabsichtigt eine Aktualisierung seiner Karten vier mal Jahr vorzunehmen. Für den Käufer sehr praktisch, denn das Kartenmaterial ist dadurch nur 3 Monate alt.
Leider besitzt der neue One keinen Erweiterungsschacht für Speicherkarten. Für die Nutzung anderer digitaler Karten sollte zuvor ein Backup auf dem PC für die Europa Karten vorgenommen werden.
Der Prozessor ist 266-MHz schnell, der Arbeitsspeicher misst 32-MB. Entsprechend sind die Routenberechnungen nicht sehr schnell. Als GPS Empfänger verwendet TomTom wie beim Vorgängermodell einen Global Locate Chipsatz, der sehr ordentlich funktioniert. Die Wartezeiten der Positionsbestimmung können durch wöchtentliche Synchronisation per PC verkürzt werden.
An der Unterseite befindet sich eine Mini-USB Schnittstelle, über die das Navi mit dem PC verbunden werden kann. Im Auto wird an diesen Anschluss das Ladekabel gesteckt. Daneben befindet sich ein Anschluss für den TMC-Empfänger. Nach den vielen Problemen mit TMC Empfängen hat TomTom durch Unterstützung von GNS einen hervorragenden TMC Empfänger entwickelt. Diesen Empfänger erkennt man an einem Fähnchen mit der Nummer: 4V00.013.
Im Navi Test 2008 wurde ein Punkt gefunden, der sich als störend zeigte. Wir erwarten von einem TMC fähigen Navigationsgerät, das es Informationen über Verkehrsstörungen auch in einer Karte abbilden kann. Damit weiß man dann auch, ohne eine Route planen zu müssen, wie man um die Staus des Feierabendverkehrs herumkommt. Will man mit dem TomTom One v3 die TMC Nachrichten nutzen, muss man erst eine Route planen, und man sieht dann auch nur die Verkehrshindernisse auf exakt dieser Route.
Alternativ gibt es auch eine Funktion zum Anzeigen von Verkehrshindernissen auf einer Route von Heimat zum Arbeitsort und zurück. Die Hinterlegung von Arbeit und Zuhause als Favoriten würde den gleichen Dienst erfüllen und erfordert weniger Erklärungsaufwand.
Es ist sicher übertrieben, wenn man dem TomTom die einfachste Bedienung aller Navigationssysteme bescheinigt. Imm wieder wird kritisiert, dass die TomTom Navis keinen Fahrspurassistenten hätten. Auf einem Navi mit TomTom Software haben wir im Navi Test 2008 noch nie vermisst. Schließlich informiert am unteren Rand ganz links ein Icon, was man am nächsten Aktionspunkt machen soll.
Neben den obligatorischen Suchen nach einem Heimatort, beliebig vielen Favoriten, letzten Zielen, Sonderzielen, normalen Adressen, dem Heraussuchen eines Ortes auf der elektronischen Karte und der Position des letzten längeren Halts kann man auch Breiten- und Längengrad direkt eingeben. Nützlich sit auch die Funktion zum Vermeiden bestimmter Streckenabschnitte.
Nach jeder falschen Abbiegung werde ich dann bei fast allen Geräten genervt mit Sprüchen wie "Bitte wenden Sie". Nicht so beim TomTom One v3. der geht anscheinend wirklich davon aus, dass ich da einfach nicht fahren will oder kann, und rechnet solange es von der Strecke oder der Fahrtzeit akzeptabel ist eine neue Route aus. Wunderbar, denn diese Intelligenz schont die Nerven des Fahrers und seiner Beifahrer.
Fazit:Der TomTom One 3rd Edition ist ein hervorragendes und praktisches Navi. Er bietet die intuitive Bedienung und extrem simple Bedienung aller TomTom Navis, vielleicht gerade auch durch den konsequenten Verzicht auf für viele Anwender überflüssige Ausstattungsdetails.

