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TomTom Go 720T Test

Der TomTom Go 720T ist mit dem neuen TomTom-Betriebssystem Version 7 ausgestattet, das leichte Veränderung zu den Vorgängermodellen mit sich bringt. Auf der ersten Seite des Menüs befindet sich die neue Schaltfläche „Hilfe“, die mit einem Fingertipp Informationen zum Standort, sowie zu Verkehrs- und Rettungsdiensten bietet.

Die Steuerung erfolgt über den berührungsempfindlichen Bildschirm. Die Steuerungssymbole sind übersichtlich angeordnet und verständlich gestaltet. Wer nur die Grundfunktionen nutzt, kann die Anzahl der eingeblendeten Optionen über das Menü „Einstellungen“ reduzieren, das verbessert die Übersicht bei der Fahrt.

Das TomTom Go 720T findet das Ziel auch über eine Spracheingabefunktion. Bei deutlicher Aussprache und relativ ruhiger Umgebung klappt das gut. Ganz ohne Finger geht es aber nicht und ein wirklicher Geschwindigkeitsvorteil bei der Eingabe ist nicht festzustellen.

Das Kartenmaterial kann über eine USB-Verbindung zum Computer oder SD-Speicherkarten erweitert werden. Bestwert: Für die Berechnung einer Teststrecke (1695 Kilometer) benötigt das Navi nur 21 Sekunden. Zum Vergleich, das Modell TomTom One XL bewältigt die Strecke in 51 Sekunden, ein Gerät der Baureihe Go 700 zeigt den Weg erst nach 2 Minuten und 55 Sekunden an.

Dieser Geschwindigkeitsvorteil macht sich besonders bemerkbar, wenn Sie einmal falsch abgebogen sind und eine neue Route berechnet werden muss.
Der 720T (Transmitter) wird mit Kartenmaterial von Westeuropa geliefert. Innerhalb der Karte kann grenzüberschreitend navigiert werden – eine Route von Nordschweden bis Südspanien ist also kein Problem.

Die Kartendaten sind auf dem zwei Gigabyte großen internen Speicher abgelegt. Zusatzkarten, etwa für die USA oder Osteuropa, können kostenpflichtig hinzugekauft werden. Die Erweiterung des Kartenmaterials erfolgt entweder über eine USB-Verbindung zum Computer oder über SD-Speicherkarten, die direkt eingelegt werden können.

Wie bei allen Navigationsanbietern sind auch bei TomTom Aktualisierungen des mitgelieferten Kartenmaterials nicht kostenlos. Die entsprechenden Updates bietet TomTom etwa zweimal jährlich an. Die Westeuropakarte kostet dann etwa 100 Euro.

Erstmals bietet TomTom dem Nutzer die Möglichkeit, Kartenfehler oder Veränderungen direkt über das Gerät einzugeben. Ändert sich etwa die Richtung einer Einbahnstraße, sind Sie nun selbst in der Lage dies sofort zu ändern. Das mitgelieferte Programm „TomTom Home“ (für Windows und Mac OS) ermöglicht zudem eine Übertragung an einen Zentralrechner und den Austausch der Verbesserungen mit anderen Nutzern.

Der TomTom Go 720T liest Ihnen in 36 Sprachen die Straßennamen vor.
Es sind Stimmen in 36 Sprachen verfügbar, die bei der Wiedergabe klar und verständlich sind. Zusätzlich können Computerstimmen genutzt werden, die auch Straßennamen vorlesen. Das erleichtert die Orientierung in komplizierten Verkehrssituationen. Die Qualität und die Verständlichkeit sind allerdings nicht so gut wie die natürlichen Stimmen.
Die Karten können in einer klassischen 2-D-Ansicht und in der beliebten 3-D-Darstellung angezeigt werden. Neu: Angedeutete Grundrisse von Häusern geben einen besseren Anhaltspunkt bei der Orientierung. Über „Orte von Interesse“ lassen sich wichtige Ziele schnell anwählen. Parkplätze, Freizeitparks oder Aussichtspunkte sind beispielsweise bereits integriert, es können aber auch eigene Lieblingsziele gespeichert werden.

Im Tunnel „merkt“ sich das Gerät die gefahrene Geschwindigkeit und simuliert die Fahrt. Bei längeren Strecken, auf denen kein GPS-Signal verfügbar ist, kann es aber dennoch zu Fehlleitungen und Fehlern bei der Navigation kommen. Nach Verlassen des Tunnels wird die Verbindung allerdings meist innerhalb weniger Sekunden wiederhergestellt. Auch die Neuberechnung, zum Beispiel nach falschem Abbiegen, klappt zügig. Aktuelle Verkehrsinformationen werden den mitgelieferten TMC pro-Empfänger abgerufen und zur Berechnung von Alternativrouten genutzt, wenn Staus oder andere Verkehrsbehinderungen die freie Fahrt stören. Ein System zur Warnung vor stationären Blitzern ist zwar vorhanden, die entsprechenden Daten für Deutschland müssen aber erst aus dem Internet heruntergeladen werden. TomTom versucht so rechtlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, denn noch immer ist unklar, ob Blitzerwarner in Navis in der Bundesrepublik erlaubt sind.

Fazit: Der TomTom Go 720 T macht auf den ersten Blick eine gute Figur. Die Verarbeitung ist solide, das Äußere und die Oberfläche machen einen hochwertigen Eindruck. Bedienung und Navigation funktionieren flott und problemlos, der Bildschirm stellt die Karte deutlich und klar dar. Mit einer Akkuladung soll der Go 720T rund fünf Stunden durchhalten können, damit ist er auch außerhalb des Fahrzeugs zu benutzen.

 

 


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