Route66 Mini Regional Navi im Test
Der Schönling unter den günstigen Navis bietet für 149 Euro eine solide Ausstattung.
Für 149 Euro bietet das Route66 Mini Regional eine DACH-Karte und eine hübsche Halterung. Anders als etwa das rustikale Streetmate sieht das Mini schick aus. Doch das Buchstabenfeld für die Zieleingabe ist auf dem kleine Screen des Mini arg gedrängt. Sonst ist das Menü adrett und erklärt sich weitgehend von selbst. Kleine Hürde: Sonderziele heißen pauschal "Sehenswürdik."- wer tanken muss, sucht nicht auf Anhieb nach einer solchen. Gut für Camper ist die Möglichkeit, Koordinaten als Ziel eingeben zu können, da Campingplätze nicht immer an Straßen liegen.
Die normale Zieleingabe erfolgt mittels Volltextsuche und gerne nur mit Fragmenten wie "leip leusch 2". Etwas nervig ist allerdings das der Touchsreen trotz akustischem Feedback auf etwas angenaue Fingerdrucke nicht immer reagiert. Das ist beim Zurück-Button unten rechts in Kombination mit dicken Fingern lästig. Auch das Info-Fenster ist wenig bis gar nicht gelungen: Kaum nachvollziehbar, warum die Darstellung von Informationen wie Zeit, Dauer und so weiter derart winzig ist. Die Karte an sich ist gefällt, nur die lila gefärbte Route kleistert enge Abbiegestellen so zu, dass man sich teils auf die Ansagen verlassen muss. Und die kommen, wenn sie kommen sehr exakt. Ein dickes Lob gibt es auch für die vorbildlichen Folgehinweise. Aber wir hörten auch überflüssige Ansagen wie "Jetzt links", wenn es gar keine andere Möglichkeit gab, vereinzelt kamen keine oder falsche Ansagen.
Die Routenwahl war insbesondere in der Stadt nicht immer glücklich, Und wenn man an einer Kreuzung hielt, kam es vor, dass die Karte auf dem Mini sich zu drehen begann und die Positionierung hüpfte. Es bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Einerseits die gute akustische Zielführung und das schicke Äußere, andererseits Schwächen bei der Routenwahl und Probleme beim Map-Matching. Andere Billigheimer navigieren zuverlässiger und souveräner, nur sehen sie nicht so gut aus.