Wander Navi Test 2012
Sie gehen immer noch ohne GPS-Navi zum Wandern? Haben Sei sich beim Wandern oder Bergsteigen noch nie verirrt, sind noch nie überrascht worden von Schlechtwetter oder Dunkelheit? Oder haben noch nie im dichten Schneetreiben die verschneite Aufstiegsspur ins Tal verloren? Mit einem satellitengestützten Navigationsgerät wäre das nicht passiert!
Doch GPS ist mehr als nur eine Sache für Notfälle. Sie können damit auch ihre Outdoor- Touren bequem am Computer planen und auf den GPS- Empfänger landen. Ist Ihnen zu aufwendig? Dann bieten sich fertige Touren aus dem Internet an. Ob Bike-, Berg- oder Wandertour, die meisten sind kostelos und warten nur darauf, heruntergeladen zu werden.
Ortungsprobleme? Bei den neuen GPS-Navis sind sie kein Thema mehr!
Fehlt nur noch das richtige Navigationsgerät! Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, finden Sie im Navi Test 5 neue Navigationsgeräte zu einem Schnäppchenpreis von 260 Euro bis zum Top-Navi von 500 Euro. Alle 5 Navi Tests mussten ein anspruchsvolles Navigationsprogramm durchlaufen, auf Wanderungen durch das verwirrende Labyrinth des Waldes ebenso wie auf Tour durch die Berge abseits von Weg und Pfad. Und genau hier in den tief eingeschnittenen Tälern stellte der Navi Test erste Unterschiede fest, und zwar beim Empfang. Das Garmin Etrex 30 ermittelte unter den schwierigen Bedingungen flotter und auch etwas exakter als alle anderen Navigationsgeräte den genauen Aufenthaltsort. Der Grund war es versteht nicht nur die Signale des amerikanischen GPS, sondern auch die des russischen GLONASS.
Für die Tourplanung keine Zeit? Das GPS Navi nimmt Ihnen die Arbeit ab!
Auch beim Display überzeugt der kleine von Garmin. Sein heller Bildschirm lässt sich besser ablesen als die seiner Mitstreiter und das oft sogar ohne aktivierte Hintergrundbeleuchtung. Bei allen anderen Navigationsgeräten im Navi Test musste meist das zusatzlicht aktiviert werden, um Standort und Karte ablesen zu können, vor allem bei Sonneneinstrahlung. Nachteil der Beleuchtung, sie zieht viel Strom. Tages- oder Wochenendtrips sind dann nur mit gedämmten Display möglich, soll ein Batteriesatz reichen. Das Garmin Etrex 30 schafft damit hingegen mühelos 24 Stunden. Eine ideale Voraussetzung für eine ausgedehnte Alpen- und Trekkingtour!
Auch für GPS Notizen geeignet
Doch was nützt ein helles Display und geringer Stromverbrauch, wenn man nicht klarkommt mit dem GPS- Navi? Wenn etwa das Menü verwirrt oder die Handhabung umständlich ausfällt? Am einfachsten lassen sich Navigationsgeräte mit logischen Menüaufbau und berührungsempfindlichen Touchscreen bedienen. Das beweisen nicht zuletzt Garmin Montana und Falk Ibex, das sich auch Einsteigern im Nu erschließen. Die Zieleingabe findet man sofort. Wegpunkte markieren klappt auf Anhieb wie auch alle übrigen Funktionen. Damit steht das Duo allerdings nicht allein auch mit allen anderen Navigationsgeräten hat man keine Probleme.
Und wie sieht es bei den Navigationsfunktionen aus? Alle Navigationsgeräte führten im Navi Test mit Hilfe von Routen und Tracks sicher an das Ziel. Garmin, Falk und VDO können das sogar mit automatischer Wegfindung, abgesehen vom Etrex 30 auch mit Sprachführung. Aber Vorsicht. Nicht immer fallen die Routenvorschläge attraktiv aus. Wer sichergehen will, sollte den Wegverlauf durch das Einfügen von Zwischenzielen anpassen. Die umfangreichsten Möglichkeiten, die Routenberechnung zu beeinflussen, bieten Falk zund VDO vor allem für Tourenfahrer. Das Falk Ibex 30 Cross etwa schlägt bis zu drei Routenvarianten vor, die bevorzugt über Radwege und verkehrsarme Straßen führen. Wanderer können ebenfalls Vorgaben für die Streckenführung machen, auch hier gelingt das mit den Navi-Modellen von Falk und VDO am besten. Bei ihnen lässt sich beispielsweise festlegen, ob eine Gebirgstour alpine Steige enthalten darf oder nicht.
Doch auch wenn Routing nicht immer die perfekte Wander- oder Biketour auf den Monitor zaubert, erleichtert es die Tourenplanung nicht nur auf dem GPS- Navi. Die Karten von Garmin und VDO routen auch auf dem Computer. Das empfiehlt sich vor allem für lange Touren mit vielen Zwischenzielen. Sie lassen sich auf großen Bildschirmen flotter und bequemer erstellen als auf kleinen GPS- Displays.
Beim Navikauf spielt auch das Angebot an guten, zum Navigationsgerät passenden Kartenmaterial eine große Rolle, schließlich bindet man sich mit dem Kauf auch an die Karten. So lassen sich Garmin-Navigationsgeräte nicht mit Falk-Kartenmaterial füttern und umgekehrt. Alle Anbieter im Navi Test außer Magellan bevorzugen routingfähige Vektorkarten. Besonders Garmin punktet mit einer breiten, hochwertigen Auswahl wandertauglicher Ausgaben, die durch anschauliche Rasterkarten ergänzt wird.
Neben den Alpenvereinskarten zählt Birdseye Select dazu, ein kostenpflichtiger Download- Servie für Topo- und Wanderkarten.
Sie wollen für Karten kein Geld bezahlen?
Besonders für Garmin- und Magellan Navigationsgeräte stehen viele, oft routingfähige Gratiskarten im Netz. Zwar sind sie nicht immer so anschaulich, detailreich und je nach Region vollständig wie käufliche, sind aber für den günstigen Einstieg eine Alternative.
Für jeden das passende Navigationsgerät
Unterm Strich bringt der Navi Test sehr gute Ergebnisse. GPS Navigation geht auch preiswert, das zeigt das Garmin Etrex 30, ein empfangsstarker Allrounder unter den mobilen Navigationsgeräten mit bestem Display. Auf mehrtägigen Alpen- und Trekkingtouren ist das leichte GPS- Navi sowieso erste Wahl. Wer aber eine Touchscreen- Bedienung bevorzugt und auf Gelände- Routing verzichten kann, findet im Magellan Explorist 610 eine Alternative. Wanderer und Radler, die ihre Touren am liebsten direkt auf dem Navigationsgerät planen wollen, werden das Falk oder das VDO mögen. Erstens punktet mit top Bedienung, während der VDO Lotse das größere, auch für die Tourenplanung am PC geeingete Kartenangebot stellt. Wer auf ein großes Display mit übersichtlicher Kartendarstellung besonders großen Wert legt, kommt hingegen am Garmin Montana nicht vorbei.
Getestete Navigationsgeräte zum Wandern
