Damit kommt man gut an
Magazin "Konsument" prüft 32 Navigationsgeräte auf Ausstattung, Bedienbarkeit und Preis
Ohne elektronische Navigationshilfe finden die wenigsten Autofahrer mehr ihr Ziel. Zwar hat der Navi-Boom der letzten Jahre nachgelassen, dafür treten momentan die Smartphones ihren Siegenzug als Navigator im Auto an. Das österreichische Magazin „Konsument“ nahm 32 Navigationsgeräte unter die Lupe und die meisten elektronischen Pfadfinder sind ohne Probleme am Ziel angekommen - ein paar Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel.
Erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Geräten gibt es im Preis: Ein gutes Navi bekommt man schon um 117 Euro (mittlerer Preis fürs Mio Spirit 485), man kann genauso gut dafür 295 Euro ausgeben (Garmin nüvi 3490LT). Der Unterschied liegt meist in der Ausstattung. Man sollte darauf achten, wofür man das elektronische Helferlein wirklich benötigt und was verzichtbar ist. Wer das Gerät ausschließlich im Auto einsetzt, wird wohl auf die Features Fußgänger- und/oder Fahrradnavigation verzichten können – die übrigens im Schnitt nicht so gut funktionieren wie die Autonavigation. Die sprachgesteuerte Adresseingabe ist bei fast allen Geräten noch verbesserungswürdig.
Nicht alle Geräte mit Verkehrsinfo
Einige Gerätehersteller verzichten auf ein integriertes Verkehrsinformationssystem bei einigen Modellen wie die Garmin-nüvi-Geräten 2250, 1440, 40 CEU, 30 CEU, TomTom Start 25 EU 45 sowie Start 20 und Mio Moov M610 und Mio Spirit 480 Europe. Alle anderen besitzen zusätzlich den Informationsdienst. Angeboten werden neben dem älteren TMC (Infos über die Verkehrssender) das TMCplus (Daten aus der ASFINAG-Verkehrssensorik) und „Echtzeitdienste“ von TomTom, Garmin und Navigon.
Kartenmaterial
Die Geräte im Test kommen mit Kartenmaterial im Umfang von 20 bis 45 Ländern daher, wobei die Karten-Aktualisierung in der Regel etwas kostet. Eine interessante Alternative für Globetrotter bietet hier Garmin mit seinen „nüMaps Lifetime“, welche für die Lebensdauer des Gerätes Karten-Updates zum einmaligen Pauschalpreis (derzeit rund 70 Euro) bieten; bei LMT-Modellen sind die Updates schon im Kaufpreis inkludiert. Bei TomTom kosten vier Updates pro Jahr für West- und Mitteleuropa rund 60 bis 80 Euro.
Absturz bei Anleitungen
Navis sind technische Geräte, deren Bedienung nicht immer einfach ist. Eine ordentliche Anleitung ist dabei sehr hilfreich. Leider kann hier nur ein einziges Gerät überzeugen – das Becker Active 50. Eine schlichte Zumutung stellen hingegen die Bedienungs-„Anleitungen“ der meisten Geräte von TomTom dar.

