Navi-Update oder neues Navigationsgerät?
Bis eine Änderung einer freigegebenen Baustelle im Navigationsgerät zu finden ist, vergehen viele lange Monate. Denn jede Neuerung im deutschen Verkehrsnetz muss von den Kartenanbietern wie Navteq oder Tele Atlas einzeln erfasst und in die Datenbank eingetragen werden. Und bis der neue Straßenabschnitt dann auch auf den Navigationsgeräten von TomTom, Garmin und Co zu finden ist, gehen nochmals einige Monate ins Land. Um bis zu 15 Prozent pro Jahr verändert sich unser Straßennetz. Wer also mit einem 4 Jahre alten Navi unterwegs ist, muss sich nicht wundern, wenn er auf eine marode Straße anstatt auf die neue eventuell dreispurige Bundesstraße gelotst wird. Doch wie oft muss man sein Navi tatsächlich mit neuen Kartenmaterial bestücken? Oder lohnt sich ein Update gar nicht und man sollte besser gleich ein neues Navigationsgerät kaufen?
Wie aktuell sind mein Kartenmaterial auf dem Navi?
Auf der Verpackung ist dies meist nicht oder nur im Kleingedruckten zu sehen, wer online bestellt, hat es hier doppelt schwer. Absolute Gewissheit bringt hier nur ein Blick ins System des Navis. Etliche Anbieter, so auch United Navigation oder Garmin, erlauben dem Käufer bis drei Monate nach dem Kauf einmalig ein kostenloses Navi-Update.
Was bringt ein Navi-Udpdate tatsächlich?
Bereits nach zwei Jahren häufen sich die falschen Fahranweisungen und auch Geschwindigkeitsbeschränkungen und andere Informationen sind dann teilweise schon veraltet. Neues Kartenmaterial behebt diese Probleme, und mit den neuen Karten bringen viele Hersteller auch oft eine überarbeitete und verbesserte Navigationssoftware heraus.
Sind Kartenaktualisierungen von anderen Usern, etwa über TomTom Mapshare, auch ausreichend?
Bei Mapshare können TomTom-Benutzer beispielsweise einen neuen Kreisverkehr selbst an die Community melden. Tun dies ausreichend viele User, kann diese Info von allen anderen Mapshare-Nutzern auf das eigene Navigationsgerät übernommen werden. Diese Informationen sind zwar schneller verfügbar als die offiziellen Updates, allerdings machen sie nur einen Bruchteil der neuen Straßen aus, was als Ergänzung sinnvoll aber als Ersatz nicht geeignet ist.
Lohnt sich ein Karten-Update für mich oder eher ein Neukauf?
Die meisten Handynutzer kaufen sich alle zwei Jahre ein neues, fahren aber vier oder mehr Jahre mit demselben Navi draußen herum. Neben den Argumenten für frisches Kartenmaterial spricht auch die technologische Weiterentwicklung für eine Neuanschaffung. Die Displays werden verbessert, die Darstellung erfolgt flüssiger, neue Verkehrsinfo-Dienste sind verfügbar. Nach zwei Jahren ist ein Navi noch nicht veraltet, nach spätestens drei Jahren kann man sich aber getrost nach eine Neuanschaffung umsehen.
Was kostet ein Kartenupdates?
Ein Update der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz ist bei den meisten Anbietern releativ günstig für unter 50 Euro zu bekommen. Wer komplett neue Karten für ganz Westeuropa benötigt, ist schnell einen dreistelligen Geldbetrag los. Praktisch sind in diesem Zusammenhang Freshmaps von Navigon für einmalig rund 99 Euro. (zwei Jahre neues Kartenmaterial). Garmin verfügt über eine andere Lösung dem nüMaps Lifetime. Die einmalige Anschaffung ermöglicht Ihnen während der gesamten Lebensdauer ihres Navigationsgerätes die Aktualisierung von Straßen und Adressdaten bis zu viermal pro Jahr.
Was kann ich neu auf meinen Navigationsgerät installieren?
Karten-Updates für einzelene Länder gibt es nicht bei allen Anbietern, oft muss das komplette Länderpaket, etwa die DACH-Region oder Westeuropa, heruntergeladen werden. Neben den neuen Karten gibt es aber auch zusätzliche Ansagestimmen, Reiseführer mit entsprechenden Informationen zu Sehenswürdigkeiten (POIs) für bestimmte Zielgruppen.
Vor den Neukauf auf das Kartenmaterial achten!
