Navigon 2150 max Test der Navigationssoftware
Wie schon das 2110 max ist auch das 2150 max mit dem "Mobile Navigator7" ausgestattet. Diese neueste Software-Version ist zweifellos ein Meilenstein bei Navigon. Hatten wir früher stets Anlass, über die geringe Geschwindigkeit der Navigon-Software zu klagen, so gefällt dieses neueste Variante mit einer
deutlichen Geschwindigkeits-Steigerung. Wirkte beispielsweise noch beim 2110 der langsame Bildschrimaufbau der Auswahlmenüs wenig professionell, so erfolgt dieser beim 2150 max sehr flott. Auch während der Fahrt ist die
Darstellung ruckelfrei. Zunächst einmal sehen Sie nach dem Einschalten ein sehr überscihtliches Menü. Es führt mit einer
großen Schaltfläche zur Navigations-Software und über kleinere Schaltflächen zum Anzeigeprogramm für Fotoas, zu den Telefon-Funktionen und zu den Optionen, über die sich unter anderem die Einstellungen vornehmen lassen. Das Navigations-Menü wiederum bietet vier große Schaltflächen für "Neues Ziel", "Meile Ziele" mit gespeicherten Favoriten, den zuletzt angefahrenen Zielen und importierten Adressen, "Nach Hause" und "Karte" anzeigen. Zudem sind am unteren Bildschrimrand kleine Schaltflächen zum Aufruf der Telefon-Funktionen und der Optionen zu finden. Hierüber lassen sich unter anderem der GPS-Status sowie die aktuelle Verkehrsmeldungen abrufen sowie die Einstellungn vornehmen. Auch die Routenplanung lässt sich hier starten. Auf diese Weise lässt sich eine Fahrt auch dann planen, wenn kein GPS-Empfang vorhanden oder der aktuelle Standort nicht der Startpunkt der Fahrt ist. Ein Antippen der "Neues Ziele"-Schaltfläche führt zu einer Verzweigung zur Eingabe einer Adresse oder dem Suchen eines Sonderziels. Für Tankstellen, Parkplätze und Restaurants in der Nähe des aktuellen Standortes gibt es Schnellzugriff-Symbole.
Für die Eingabe einer Adresse öffnet sich eine
virtuelle Tastatur. Am oberen Ande befinden sich so genannte "Reiter". Auf ihnen sind nach und nach das Land, der Ort, die Straße und die Hausnummer beziehungsweise der Name einer Querstraße zu sehen- abhängig davon, welche Eingaben Sie bereits gemacht haben. Das zuletzt gewählte Land ist dabei eine feste Vorgabe, der zuletzt eingetippte Ortsname lässt sich durch eine einfache Bestätigung übernehmen. Natürlich lässt sich auch das Land ändern. Dazu muss lediglich auf die Flagge getippt werden, die das zuletzt gewählte Land smybolisiert. Orts- und später Straßennamen lassen sich mit Hilfe der ausreichend großen virtuellen Tastatur eingeben. Dabei überprüft das Gerät in Windeseile, ob es eine Übereinstimmung mit Listeneinträgen erkennt. Nicht sinnvolle Buchstaben für die weitere Eingabe blendet es dann aus. Alternativ zur Adresseneingabe ist es auch möglich, ein
Sonderziel in der Nähe, in einem bestimmten Ort oder innerhalb eines Landes zu suchen.
Diese sind in die
Kategorien Tankstelle, Parken, Restaurants, Übernachtung, Bahnhof, Autohändler, Tourismus/ Natur, Sport, Schule & Bildung, Behörde & Polizei, Gesundheitswesen, Post, Religiöse Stätte und Grenzübergang aufgeteilt. Ist die Zieladresse auf die eine oder andere Weise definiert, erfolgt die Routenberechnung. Sie ist insbesondere bei Strecken innerhalb eines Landes sehr schnell. Bis zu 800
Kilometer langen Strecken benötigte das Navigon 2150 max mehr als
10 Sekunden. Lediglich für Routen, die über mehrere Ländergrenzen hinweg führen, benötigte das Navi bis zu 38 sekunden. Doch bei einer so langen Autofahrt dürfte die Berechnungszeit für die Fahrtroute kaum ins Gewicht fallen.
Während der Fahrt zeigt das Navigon 2150 max auf dem Bildschirm den aktuellen Kartenausschnitt sowie die nächste Fahranweisung, die aktuelle Entfernung zum Zielort sowie die voraussichtliche Ankunftszeit. Einblenden lassen Zusatzinformationen wie die aktuelle Höhe und die Geschwindigkeit. Viele Informationen finden sich oben und unten und begrenzen so die Darstellung der Fahrtroute, die normalerweise von unten nach oben verläuft. Somit nutzt die Software das Widescreen-Dispay nicht wirklich gut aus, denn sie zeigt primär unwichtige Details rehcts und links der Fahrtroute. Gefallen haben uns während des Navi Test die
deutlichen Ansagen.
Das Navigon 2150 max nennt dabei als erstes Gerät dieser Serie
auf Wunsch die Straßen vollständig mit ihren Namen. Obgleich es sich dabei um maschinell erzeugte Sprachausgaben handelt, sind sie sehr gut verständlich. Auch mit seinem "Fahrspurassisent Pro" überzeugt das Gerät. Vor größeren Kreuzungen zeigt die Software mit großen, übersichtlichen Pfeilen an, welche Spuren zu nehmen sind. Dabei berücksichtigt Navigon auch schon den nächsten Abbiegepunkt. Erweitert sind auch die Darstellungen des "Reality View". Er zeigt auf Autobahnen eine Nachbildung der tatsächlichen Beschilderung und mit Hilfe von Pfeilen, welche Spuren zum Ziel führen. Es handelt sich um Standbilder, die kurz vor dem entsprechenden Autobahnkreuz beziehungsweise der jeweiligen Ausfahrt eingeblendet werden.
Einziger Kritikpunkt ist die Darstellung des Tempolimits. Was Grundsätzlich als Hilfe durchaus sinnvoll ist, entpuppt sich in einigen Bereichen als irreführend. In kleineren Orten zeigte das Navigon 2150 max während des Navi Tests nämlich ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern an. Das geschah immer dann, wenn auf einer Seite der Straße keine Bebauung vorhanden war. Offenbar war das Kartenmaterial entsprechend nachbearbeitet worden. Innerorts zeigt es 30 oder 50 Stundekilometer an, außerorts 100. Weniger irreführend sind Tempolimits-Hinweise nur dort, wo die tatsächliche Beschilderung gespeichert wurde.
Fazit: Das Navigon 2150 max ist mit Blick uaf das Preis/ Leistungsverhältnis das bislang wohl beste Navigationssystem dieses Herstellers. Es gefällt mit einer sinnvollen Ausstattung, die sich primär am Bedarf während der Fahrt orientiert. So fehlt zwar die Möglichkeit zur Wiedergabe von MP3- und Video-Dateien. Doch rund um die mobile Navigation glänzt das Gerät mit umfangreichem Kartenmaterial und dem Empfang und der Auswertung von TMC-Verkehrsmeldungen. Die aktuelle Software erbeitet erfreulich schnell, was bei der Zieldefinition ebenso positiv auffällt wie während der Fahrt. Auch die Routenberechnung erfolgen flott und liefern gute Ergebnisse. Als Extra hat das Navigon 2150 max eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung zu bieten. Einzig dei fehlerhaften Tempolimit-Hinweise an Ortsrändern trüben den hervorragenden Eindruck, den das Gerät ansonsten hinterlässt.
Navigon 2150 MAX PND Navigationssystem Europa inklusive TMC