Navigon 1210 und Navigon 2210 Navi Test Identität
Auch das Innenleben ist weitgehend identisch. Bei beiden Navis kommt ein 375-MHz-Prozessor zum Einsatz. Über den verwendeten Typ des integrierten GPS-Empfängers schweigt sich Navigon, wie inzwischen viele Navi-Hersteller aus. Um den neuesten Sirf-III-Empfänger handelt es sich jedoch nicht. Denn im Navi Test dauerte es nach einer Nutzungspause von wenigen Stunden auffällig lange, bis die Navis den aktuellen Standort ermittelt hatten.
Die
"Hotfix"-Technik des aktuellen Sirf-III ist da deutlich schneller. Beim ersten Einschalten benötigen beide Navis sogar mehrere Minuten, um den Standort zu ermitteln und somit eine Routenberechnung zu ermöglichen. In diesem Punkt dürfen Sie, falls Sie sich für die Navigon-Neulinge interessieren, aber noch hoffen. Kleine Mankos an den Navis werden nach Herausgabe sehr schnell beseitigt, denn getestet werden Vorserien-Geräte. Gleichwohl erwies sich diese zeitliche Verzögerung im Navi Test als einziger negativer Punkt, der sich mit dem Vorserien-Status der Testgeräte erklären lässt. Nochmals möchten wir darauf hinweisen, das neue Navis zum Teil durch die so schnelle Entwicklung mit Mankos auf dem Markt kommen, aber die Navi-Hersteller solche Dinge nach den Tests abstellen. Dies geschieht meist durch Updates der einzelnen Anbieter.
Im Navigon 2210 steckt neben der GPS-Technologie auch ein
TMC-Modul. Die dazu
notwendige Antenne ist
in das Ladekabel integriert. Das bedeutet in der Praxis, dass Sie bei angeschlossenem Ladekabel ohne weiteres Zutun mit Verkehrsmeldungen konfrontiert werden und das Navigon 2210 auf Wunsch eine Umfahrungsmöglichkeit errechnet. Das ist erfreulich unkompliziert. Wenn Sie allerdings mit voll geladenem Akku unterwegs sind und auf das Ladekabel verzichten, ist nur bei direkter Sendernähe ein Empfang der TMC-Verkehrsmeldungen gewährleistet.
Beim Navigon 1210 fehlt das TMC-Modul- es ist der wohl entscheidene Punkt, ob Sie sich für das Navigon 1210 oder das Navigon 2210 entscheiden.
Das elektronische Kartenmaterial ist im Navi gespeichert. Dazu sind jeweils
2 GB interner Flash-Speicher vorhanden. Beide Testmodelle waren mit den Karten
für 40 europäische Länder ausgestattet. Wer sich nur im deutschsprachigen Raum bewegt, bekommt das Navigon 1200 und das Navigon 2200 mit den elektronischen Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz etwas preiswerter.
Interessanterweise beträgt der Preisabschlag beim Navigon 1200 gegenüber dem Navigon 1210 nur 20 Euro, während Sie beim Navigon 2200 gegenüber dem Navigon 2210 immerhin 30 Euro sparen. Für beide Modelle beitet navigon sein "FreshMaps"-Abonnement an.
Alle drei Monate lässt sich das
Kartenmaterial auf den
aktuellsten Stand bringen. Dieser Service kostet
für 24 Monate 99 Euro und setzt eine Internet- Verbindung voraus. Der Datentransfer erfolgt dann über die Mini-USB-Schnittstelle, die beide Navis an der Unterseite besitzen. Sie dient zugleich dem Anschluss des Ladekabels für den Zigarettenanzünder, das mit zum Lieferumfang gehört.
Zur Befestigung an der Windschutzscheibe liefert Navigon eine
Standardhalterung mit. Deren zwei Schraubgelenke ermöglichen eine nahezu beliebige Ausrichtung auf Fahrer oder Beifahrer. Das Einsetzen und Entnehmen gelingt schnell. Drei Kunststoffteile der Halterung verhaken sich im Gehäuse. So genügt es, an der Halterung ein Kunststoffteil zu drücken, schon ist die Entnahme möglich. Rund 10 Zentimeter rückt das Navi in der Halterung von der Windschutzscheibe weg. Bei normalen Fahrzeugen ist das Gerät damit nahe genug am Fahrer. Für größere Fahrzeuge wie LKWs oder Vans sind Navimodelle mit 3,5-Zoll-Display nur bedingt empfehlenswert. Das ist auch bei den beiden Navigon-Neuheiten nicht anders.