Übersichtliche Darstellung
Die anschließende Navigationsdarstellung ist überraschend übersichtlich. Immerhin steht nur ein kleines 3,5-Zoll-Display zur Verfügung. Nur recht klein ist die Zeile mit Funktionen wie der Lautstärkeregelung und den Optionen. Darüber befinden sich zwei Zeilen mit dem aktuellen und dem nächsten Straßennamen. Links daneben sind ein Richtungspfeil und die Entfernung bis zur nächsten Fahraktion eingeblendet. Am rechten Rand sind die aktuelle Geschwindigkeit und die errechnete Ankunftszeit zu sehen. Das alles nimmt rund ein Drittel der unteren Bildschirmhälfte in Anspruch. der restliche Platz verbleibt für die Kartendarstellung. Bei Fahrten innerhalb einer Stadt fallen dann sehr schnell die zahlreichen Symbole für die Sonderziele in der Umgebung auf. Da sehen Sie dann die virtuellen Schilder des Fast-Food-Restaurants der Tankstelle oder der Bank- da geht schnell der Überblick verloren. Daher ist es gut, dass Sie diese Einstellung ändern können. In der Grundeinstellung zeigen die beiden Navigon-Modelle nämlich aller Sonderziele aus 26 Kategorien an! Doch die Anzeige jeder einzelnen Kategorie lässt sich ein- und ausschalten.
Während der Fahrt gefallen sowohl das Navigon 1210 als auch das Navigon 2210 mit dem
Fahrspurassistent Pro. Er zeigt vor größeren Kreuzungen mit großen, übersichtlichen Pfeilen an, welche Spuren zu nehmen sind. Dabei berücksichtigt die Navigon-Software auch schon den nächsten Abbiegepunkt. Die jeweilige Ansage unterscheidet sich: Das Navigon 1210 fordern Sie nur zum Abbiegen nach links oder rechts auf, das Navigon 2210 nennt auch den entsprechenden Straßennamen. Es verfügt also über die so genannte "Text to Speech"-Funktion- ein weiteres Extra, das dem teueren Gerät vorbehalten ist. Zweifellos ist es sinnvoll, denn so kann der Blick häufiger beim Straßengeschehen bleiben und muss nicht auf das Display des Navigationssystems wandern. Bleibt noch ein letzter Unterschied. er betrifft den "Reality View"-Modus. Das
Navigon 2210 zeigt bei
Autobahnkreuzen und -dreiecken sowie bei Ausfahrten eine Nachbildung der tatsächlichen Verkehrssituation und zeigt anhand von Pfeilen, welche Richtung gefahren werden muss.
Beim Navigon 1210 kommt hingegen nur der "Reality View" Light-Modus zum Einsatz. Hier kennt die Software nur die Darstellung von Autobahn-Ausfahrten. Der Reality View ist über
"Navigon Fresh Pro" nachrüstbar, was wiederum einen PC und eine Internet-Verbindung voraussetzt. Einmal mehr irritierten fehlerhafte Tempolimit-Hinweise. Sie traten bei Fahrten innerorts auf, wenn auf einer Straßenseite keine Bebauung vorhanden ist. Dann wurde häufig eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern angezeigt- und das selbst bei der Vorbeifahrt an einer Schule.
Fazit: Mit seinen neuen Einsteiger-Modellen ist Navigon zweifellos ein großer Wurd gelungen! Zum günstigen Preis gibt es ein vollwertiges Navigationssystem- vorausgesetzt, Sie können auf ein Widescreen-Display und Multimedia-Extras verzichten. Wenn Sie sich von A nach B navigieren lassen wollen, dann sind die neueen Modelle hervorragende Reisebegleiter. Die getesteten Varianten Navigon 1210 und 2210 verfügen über umfangreiches Kartenmaterial für 40 europäische Länder. Das etwas teuere Navigon 2210 besitzt zudem ein TMC-Modul und empfängt mit dessen Hilfe Verkehrsmeldungen, die sich in die Routenberechnung einbeziehen lassen. Die schnelle und ausgereifte Software gefiel ebenso wie die übersichtlich Eingabe und die Darstellung während der Navigation.
Für Autofahrer mit großen Fingern empfiehlt sich allerdings die Nutzung eines Zeigestiftes. Insgesamt begeisterten die Navigon-Neulinge. Lediglich die langen Wartezeiten nach Nutzungspausen bis zur Postionsbestimmung sowie die fehlerhaften Tempolimit-Hinweise trübten das Gesamtbild.