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Navigon 8110 im Navi-Test

Im Innern des Navigon 8110 arbeitet ein 533-Samsung-Prozessor. Mit eingebaut ist ein Bluetooth-Freisprecheinrichtung, sowie ein TMC-Modul, das auch TMC-Pro Meldungen empfangen kann. Ein SiRF-III-Empfänger gewährleistet, dass die GPS-Signale kurzfristig empfangen und ausgewertet werden können.

Grundsätzlich haben die meisten Navi-Hersteller eines realisiert, um den Akku vor Überhitzung zu schützen. Ist der Akku komplett leer, lässt sich das Navi nicht einschalten. Darauf wird man als User von Navigon mit einem großen Aufkleber auf dem Display hingewiesen. Haben sie aber den Akku bereits geladen, können Sie das mobile Navi nutzen, nur ein Aufladen im "heißen Auto" ist nicht möglich. Es soll verhindert werden, das der Akku überhitzt und eventuell auslaufen könnte.

Zur Verwirrung im Navi-Test war ein Software Fehler. Das mobile Navigationsgerät zeigt nämlich auf dem Display an, die Stromversorgung erfolge aus dem Akku, auch wenn tatsächlich der Strom aus dem Zigarettenanzünder fließt.

Eine Menge Aufregung auf einmal gab es selten. Navigon hat damit nämlich sein neues High-End-Navi auf den Markt gebracht, das zahlreiche Extras und Besonderheiten zu bieten hat. Das beginnt schon beim Display. Es misst 4,8-Zoll in der Diagonalen. Die Auflösung ist die gleiche wie bei den Vorgängermodellen, so dass die einzelnen Elemente einschließlich der virtuellen Tasten und Schaltflächen größer erscheinen. Dies vereinfacht die Ablesbarkeit und Bedienung mit den Fingern.

Ein solches großes Navi ist für Fußgänger weniger gut geeignet. Im Auto können Sie das Navi an einer Halterung, die einen "Telefonhörer" oder "Duschkopf" ähnelt. Dabei rückt das Gerät recht weit von der Scheibe in Richtung Fahrer. Damit dabei das Ladekabel nicht am Navi herunter hängt, lässt es sich am Ende der Halterung anschließen. Da da Ladekabel auch die TMC-Antenne enthält, stören somit keine weiteren Kabel.

Das Kartenmaterial ist auf einer SD-Card gespeichert. Es umfasst 38 europäische Länder und schließt von den derzeit erfassten Staaten nur Russland aus. Ansonsten helfen die digitalen Karten beim Navigieren vom Nordkap bis nach Sizilien und in Irland ebenso wie in Griechenland oder Polen.

Auch das 8110 arbeitet mit der neuen Software Mobile Navigator 7 von Navigon.Der langsame Bildschirmaufbau gehört beim Navigon 8110 der Geschichte an. Die Routenberechnung profitiert vom schnellen Prozessor, rund 250 km in 4,6 Sekunden. Darüber hinaus hat das High-End-Modell jedoch noch einiges zu bieten. Das "Panorama View" wertet die Höheninformationen aus und zeigt die Umgebung dreidimensional. Das ist insbesondere in den Mittelgebirgen und im Alplenraum sehr eindrucksvoll. Besonders erstaunlich ist die schnelle Darstellung, die auch in diesem Navi absolut ruckelfrei erfolgt. Allerdings verursachte im Navi-Test das "Panorama View" zwei Software-Abstürze. Verlässlicher war dagegen die Spracherkennung. Nach verklingen des einleitenden Pieptons, kann mit der Sprach-Eingabe begonnen werden. Mit zum Lieferumfang gehörenden FM-Transmitter ist eine vollständige Ansage der Straßennamen über die Autolautsprecher möglich.

Als letztes Extra bleibt der erweiterte "Reality View" zu erwähnen. Hier zeigt das 8110 nun auch bei Autobahn-Ausfahrten die Nachbildung der tatsächlich vorhandenen Hinweistafeln an. Fazit: Das neue Navigon 8110 Europa Navigationssystem zeigt , was ein mobiles Navigationssystem im Sommer 2008 alles kann. Besonders erfreulich ist die hohe Geschwindigkeit, mit der Routen berechnet und realistische 3D-Umgebungen abgebildet werden. Die Spracherkennung funktioniert prima und trägt zur Fahrsicherheit bei, da nur ein einziger Druck auf das Display notwendig ist. Einige kleine Software-Probleme muss Navigon allerdings noch beheben. So stürzte das Navi im "Panorama-View" ab und zeigte die Stromversorgung falsch an.