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Halterung für Navigationsgeräte

Der größte Vorteil mobiler Navigationssysteme ist im Kollisionsfall auch ihr größter Nachteil. Was sich schnell befestigen lässt, löst sich unter widrigen Umständen bisweilen genauso schnell. Besitzer mobiler Navis kennen die Situation. Gerade montiert man das Navi Gerät via Saugnapf oder Klemmbefestigung, schon fällt es wieder runter. Oft hat dies über nichts mit der Qualität der Halterung zu tun, sondern nur mit der falschen Befestigung. Ist die Halterung nicht richtig angebracht, wird sie genauso schnell zum Flugobjekt wie ein Produkt minderer Qualität.

Mobile Navigationsgeräte lassen sich per Saugnapf überall auf der Windschutzscheibe befestigen. Viele Autofahrer positionieren die Geräte in der Mitte der Frontscheibe unter dem Rückspiegel. Das schränkt bei einigen Fahrzeugmodellen aber den Blickwinkel des Fahrers ein und erhöht somit die Unfallgefahr. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen die Navis die Sicht des Fahrers nicht behindern. Deshalb rät der Tüv Nord, die Geräte besser unterhalb des Sichtfelds in der linken, unteren Ecke auf der Fahrerseite zu montieren.

Crash-Test mit mobilen Navigationssystemen, durchgeführt von ADAC und DEKRA, bestätigen dies. Die größte Gefahr ist dabei die Richtungsänderung des Fahrzeugs und die tritt bei der überwiegenden Anzahl von Unfällen ein. Typische Situation ist die Missachtung der Vorfahrt. Fahrzeuge treffen seitlich aufeinander und beginnen sich zu drehen. Selbst bei Auffahrunfällen gibt es oft unerwünschte Richtungswechsel.

Bei schweren Navi-Geräten und abstehenden Halterungen ergibt sich daraus eine ziemlich starke Hebelwirkung. Die mobilen Geräte fliegen im Trennungsfall nicht immer in Richtung Armaturenbrett sondern wie Billardkugeln durch das Auto.

Gefährliche Halterungen vom Wühltisch

Insbesondere Halterungen mit einfachen Klemmverrichtungen große Gefahr für Autoinsassen durch Handy und Navis. Werden die Geräte ohne Verriegelung lediglich zwischen zwei Haltebacken gedrückt, sieht das optisch vielleicht schön aus, bei einem Unfall ist der Flug durchs Auto über geradezu vorprogrammiert. Besonders groß ist diese Gefahr bei Halterungen vom Wühltisch. Die Sicherung der mobilen Komponenten übernehmen bei den Billiganbietern zum Teil Schaumstoffbacken. Vor allem die Montage schwerer Navis wird hier schnell zum Risiko. Schwache Halterung oder Lüftungslamellen halten den enormen Beschleunigungskräften bei Unfällen kaum stand.

Fazit: Wenn ein Autofahrer sich sein Navi mitten in die Sicht pappt, kann man nur den Kopf schütteln. Auch die im Fall eines schweren Unfalls zündenden A-Säule Airbags können aus einem scheinbar harmlosen, über an falscher Stelle montierten Navi ein gefährliches Geschoss machen.

Zukunft!

Die Fahrzeughersteller werden immer häufiger variabel nutzbare Displays in ihre Autos bauen. Damit tun sich Möglichkeiten auf, um beispielsweise mobile Navi-Geräte an das integrierte, crashsichere Display anzubinden. Das wäre eine tolle Situation Für den Autobesitzer, da er sein Navigationssystem einfach austauschen könnte, ohne die Sicherheit im Fahrzeug einzuschränken.

Navi-Halterungen Für Biker oder Motorradfahrer im Test. Welche Halterung hat dabei gut abgeschnitten?

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