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Navgear Streetmate GP-35 im Test

 

Auf der Internetseite von Pearl gibt es das Streetmate GP 35 für 99,99 Euro. Was kann das mobile Navi? Lohnt sich das Sparen? Ein Navi zum Spottpreis von 99 Euro, da kann man schon ins Grübeln kommen. Wie geht das? Die Antwort ist im Fall des Navgear Streetmate GP 35 gar nicht so leicht. Denn das 3,5-Zoll Gerät ist mit Nokias smart2go-Software zunächst einmal gut gerüstet. Auch für Multimedia-Extras hat das Budget noch Raum gelassen.

Bei näherem Hinsehen wird klar. Hier wurde nur an Stellen gespart, die für Gelegenheits-Navigeirer akzeptabel sind. So verstömt die Halterung den Charme einer Schraubzwinge, das Kartenmaterial umfasst ausschließlich Deutschland. Bei der Suche nach einer Tankstelle herrscht zunächst Entsetzen, denn von den versprochenen tausenden Sonderzielen ist weit und breit nichts zu sehen. Um die zu bekommen, muss man sich erst auf poicon.com registrieren, die POIs herunterladen und mittels USB-Kabel vom Computer auf den Streetmate ziehen. Ist diese Hürde genommen, kann es losgehen.

Und dann entwickelt sich doch noch Erfurcht beim Navi-Tester, denn wenn das Navgear navigiert, gibt es nicht mehr viel zu meckern. Die Bedienung klappt problemlos, die Darstellung ist trotz eher kleinem Display gelungen, sogar eine reine Pfeildarstellung lässt sich einblenden. Einfach zu nutzende Funktionen wie "Stau voraus" erfreuen das Herz ebenso wie das Weiterfahren im Tunnel. Auch die akustische Zielführung überzeugt weitgehend.

Dennoch gab es kleinere Patzer. So lässt das Streetmate allerdings selten wichtige Ansagen weg, was den Kontrollblick auf das Display nötig macht, und ab und zu schummeln sich auch mal irritierende Vorschläge wie "Bitte wenden" an einer 180 Grad Kurve ein. Dafür begeht es fast keine Fehler bei der Routenwahl und führt zielsicher und konsequent, ohne auffällige Unsicherheiten bei der Positionierung. Auch wenn die Konkurrenz es nicht gerne liest: Das Streetmate kann man kaufen.