Navi Test Testberichte über mobile Navigationsgeräte

Motorrad Navigationsgeräte vom Garmin im Test 2014

Auch wenn Motorradfahrer in vielen Dingen ohne Navigationsgerät unterwegs sind, gibt es in der heutigen Zeit zahlreiche User, die ein solides Navi am Lenker ihres Motorrads nicht mehr missen. Leider stellen sich bei dieser speziellen Art von Navigation immer wieder Probleme auf. Bei der Motorrad-Navigation ist der Markt noch sehr übersichtlich. Auf diesen Gebiet hat sich Garmin als großer Navigationsgeräte-Anbieter herausgebildet. Eine reine Navigation von A nach B bringt mittlerweile jedes Navigationsgerät der Billig oder Smartphone-Variante hin. Speziell mit der Software Basecamp gehen dabei die Probleme los. Ein herunterladen von fertigen Kartenmaterial für seine Strecke machen es leichter, vorausgesetzt es ist eine professionelle Quelle, woher das Kartenmaterial stammt.

Über sein Headset im Helm, kann sich jeder Fahrer die entsprechenden Daten ansagen, was auch mit sogenannten POIs funktioniert. Sie werden automatisch auf dem Display angezeigt und können darüber hinaus auch angesagt werden. Eine nützliche Funktion, die bei Motorradfahrer die Sicherheit während der Fahrt erhöht und ihn bei Unfallschwerpunkten, die per Radar überwacht werden, während der Fahrt über sein Headset informiert. Der Knackpunkt ist dabei, man muss sich mit dieser Thematik beschäftigen.

Garmin zumo 550

Garmins Vorgänger-Navigationsgeräte wie z.B. der Streetpilot 3 waren mit magerer Rechenleistung und für stolze 1280 Euro zu haben. Es folgten die Modell Streetpilot 2720 danach der 2820 mit integrierter Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

Mit immerhin noch fast 900 Euro machte Garmin einen Sprung zum zumo 550 mit großen Tasten, die auch mit Motorrad-Handschuhen bedienbar sind. Das Garmin Navigationsgerät ist ausgestattet mit einer Bluetooth-Schnittstelle, welche ein kompatibles Handy als Freisprechanlage zulässt. Weitere Hardware sind ein SIRF-Star III GPS Empfänger für schnelle Aufnahme der Signale auch unter Bäumen oder Schluchten. Das Garmin zumo 550, was auch schnell zum Preis von gerade einmal 400 Euro zu bekommen ist, wurde mit der üblichen Software MapSource ausgestattet. Um seine gefahrenen Strecken mit dem Motorrad kümmert sie die gut funktionierende Trackaufzeichnung.

Da Motorradfahrer Autobahnen oder Bundestrassen lieber meiden, errechnet Ihnen das Garmin zumo 550 unter Ausblendung der Punkte eine Kurz-Strecke, die sie über abgelegene oft wunderbare Routen führt. Leider funktioniert dies nur solange das Kartenmaterial aktuell genug ist.

Garmin zumo 660 leider zum Nachteil der Motorradfahrer

Wenn man denkt mit einem neuen Garmin z.B. das zumo 660 besitzt der User ein Navigationsgerät mit tollen Funktionen, der wird leider bei diesen Modell enttäuscht. Garmin hat es wohl für richtig gehalten ein wenig zurück zu rudern und strich die Funktion "Bundestrassen meiden" bei seinem neuen Navigationsgerät zum Nachteil der Motorradfahrer. Ob das Design nun der Verkaufsschlager beim zumo 660 wird, wagt man zu bezweifeln. Wie nun sicherlich zu erahnen ist, erhalten sie mit dem zumo 660 bei einer Kurzstrecke keine Ausblendung der Bundesstraßen. Das ist richtig. Man kann nur hoffen im Interesse der Motorradfahrer, das Garmin dort schnell um Nachbesserung gewillt ist, sonst wird dieses Navigationsgerät zum Ladenhüter. Motorradfahrer möchte ungern durch Baustellen geleitet, um am Ende nach mehrmaligen "herumkurven" wieder auf der beliebten wundervoll abgelegenen Strecke zu fahren. Liebe Software-Hersteller von Garmin, ändert im nächsten Update dies bitte im Interesse der Motorradfahrer. Bei einem so teuren Navigationsgerät, wie dem Garmin zumo 660 kann man dem Fahrer nicht zumuten die Neuberechnung abzuschalten und eine lilalen Linie, die auf dem Display angezeigt wird nach zufahren.

Garmin zumo 390 war noch schlimmer

Obwohl die mobilen Navigationsgeräte von heute sehr präzise arbeiten, hat Garmin mit dem zumo 390 im wahrsten Sinne ein Navi für die "Tonne" produziert. Auch hier fehlte die "Vermeidung von Bundesstraßen". Dafür bietet es die Option "kurvenreiche Strecke". Zusätzlich zur Freisprecheinrichtung können Sie via Bluetooth Musik hören und auch den Reifendruck überwachen, welches fraglich sein wird, besonders Musik hören im Helm. Garmin zumo 390 ein wahres Reise-Navigationsgerät mit Anzeige bei Geschwindigkeitsüberschreitung, statt sich speziell den Wünschen der Motorradfahrer anzupassen.

Motorradfahrer aufgepasst- Das Wesentliche hat Garmin vergessen

Jedes Mal bei einer Neueingabe einer Route fragt das Garmin, welchen Wegpunkt man als nächstes ansteuern möchte, wer hat schon bei einer unbekannten Strecke, die einzelne Wegpunkte im Kopf, keiner. Das Garmin berechnet danach die Strecke nach seinen eigenen Kriterien. Vor dem zumo 660 von Garmin war die Berechnung einfacher, denn dort konnte man starten wo man wollte, ob zum Anfang der Route zurück navigieren oder vom jetzigen Standort.

Wegpunkte anfahren kann zum Problem werden

Sobald ein Wegpunkt nicht korrekt angefahren wurde, ging der große Verzweiflungsakt los. Das Garmin zumo 390 will unbedingt, das der Motorradfahrer die entsprechenden Wegpunkte anfährt, egal ob auf der Route sich eine Baustelle befindet und somit ein anfahren unmöglich ist. Garmin reagierte auf den großen Fehler mit einem Update, aber da kam das nächste Problem, wo befindet man sich gerade, denn die Wegpunkte haben Bezeichnungen, die keiner nachvollziehen kann. Programmierer aufgepasst: Bezeichnungen für Wegpunkte wählen, die Motorradfahrer auch nachvollziehen können! Mit einem Update sollte dieses Problem zumindest beim zumo 390 beseitigt werden.

 

Garmin zumo 590 LM mit einem stolzen Preis

Das Garmin zumo 590 LM kommt mit einem 5 Zoll großen Touchscreen Display und einigen guten Funktionen zum Einsatz. Dieses Garmin Navi lässt sich auch bei Sonneneinstrahlung im Hoch- und Querformat gut ablesen. Mehr Routenausschnitt ist somit darstellbar. Mit einer Freisprecheinrichtung via Bluetooth ist nicht nur das Telefon nutzbar, auch Musik kann gehört werden. Des weiteren kommuniziert das Garmin zumo 590 LM mit dem Smartphone und kann somit Live Informationen zu Wetter und Verkehr auf dem Navigationsgerät anzeigen. Bei verschiedenen Vorschlägen kann das Garmin zumo 590 LM Routen nach Zeit, Distanz oder Position ihnen errechnen. Garmin hat auch im puncto Kartenansicht die Seiten gewechselt und stellt die neuen mobilen Navigationsgeräte mit dem Kartenmaterial Basecamp zur Verfügung.

 

Basecamp und seine Probleme in der Motorradwelt

Viele der erfahrene Motorradfahrer gewöhnten sich schnell an die Software MapSource. Leider hat Garmin Sie durch Basecamp ersetzt, was zu Problemen führt. Diese Art Software dient als Planungssoftware. Basecamp wird unter den Motorradfahrer als unpraktisch und fehlerhaft eingestuft. Wer sich nicht mit den Problemen herumschlagen möchte, greift einfach zum TomTom und nutzt die kostenlose Software "tyre", die per Download aus dem Netz heruntergeladen werden kann. Tyre ist leicht bedienbar ohne Probleme, außer das mehrfache klicken bei der Routeneingabe. Diese Software arbeitet mit GoogleMaps und ist nur online nutzbar. Nach der Planung werden die fertigen Karten einfach auf das mobile Navigationsgerät geladen auch bei einem Garmin zumo 590 ist das möglich. Soll es losgehen und der Fahrer ruft die Karte auf, macht Garmin beim zumo 590 seine alt bewerten Problemfragen: "Welcher Punkt soll als erstes angefahren werden?" Ein Ausstellen der automatischen Routenberechnung führt zu nichts als Ärger, denn das Garmin zumo 590 ist stur und will schön seine Wegpunkte abfahren. Geübte Navi-Nutzer wissen aber, dass sich solche Wegpunkte auch löschen lassen, aber während der fahrt kann dieses sehr gefährlich für alle werden.

Eine im Internet zu findende Karte mit einer Motorradroute ist solange fehlerfrei, so lang das passende mobile Navigationsgerät damit spielt.

Zum Schluss kann man nur sagen, Garmin hat mit seinem zumo ab 350 mächtig sich verspielt und müsste ganz schnell mit einigen Updates diese "Schreibtisch-Angaben" korrigieren, weil ihnen sonst andere Anbieter den Rang in puncto Motorrad-Navigation ablaufen. Ach der Einsatz der Software Basecamp bringen viele Nutzer an den Punkt der Verzweiflung, es geht auch einfacher. Ohne Nachbesserung löst Garmin mit seinen zumos nur Frust aus, wenn jemand sich solch ein teures Motorrad-Navigationsgerät gekauft hat.