Navi Test Testberichte über mobile Navigationsgeräte

Motorrad Navitest

Der Markt der Motorrad-Navis ist überschaubar, Garmin dominiert durch die neuen Modelle und viele andere Outdoor-Navis. Aber die Konkurrenz ist stark. Der etablierte TomTom Rider ist schon seit einer Weile in Version 2 auf dem Markt und hat zum vernünftigen Grundpreis für die DACH-Version sogar ein Helm-Headset dabei. 449 Euro werden für das Navigationssystem mit Europa-Karte fällig. Punkte gibt es für sinnvolle Route und Ansagen, Punktabzug für mangelhafte Handschuhtauglichkeit und fehlende Software zur Routenplanung mit Zwischenzielen am PC. Ebenfalls schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat das Garmin Zumo 550. Besonderheit hier: gummierte Knöpfe für wichtige Funktionen. Das Navi lässt sich gut mit Handschuhen bedienen, wenngleich die Bedienoberfläche im Vergleich mit den neuen Zumos betagt wirkt. Doch das Navi selbst steht den Neulingen kaum nach. Selbst eine Bluetooth-Freisprechfunktion ist an Bord. Nur der Preis ohne Headset schreckt etwas ab. Wer keinen Freisprecher braucht und mit einem 3,5-Zoll Display auskommt, greift zum Zumo 220 Bundle mit Headset.

Kampfansagen von A-Rival und Becker

Für 349 Euro gibt es von A-Rival das NAV-PNX 35M. Der Hersteller packt neben Europakartenmaterial sogar ein Bluetooth-Headset in die Schachtel. Das Navigationsgerät ist nach IPX-7 wasserdicht, kommt mit einer stabilen Halterung, kann hochkant eingesetzt werden und lässt sich dank relativ großer Buttons auch gut mit Handschuhen bedienen.

Eine Outsider-Rolle bekleidet Beckers Z100 Crocodile. Eigentlich zu Unrecht. Zwar muss man sich hier mit IPX-4, also nur Spritzwasserfest, begnügen und es bringt weder eine ultrastabile Lenkerhalterung mit Kabelbaum noch Bluetooth-Funktion mit. Aber die Navi-Aufnahme hat eine Richter-Arretierung, kann also auf günstige Zubehörhalter am Lenker oder den Armaturen montiert werden. Zudem besitzt das Becker Crocodile an der Seite einen Klinkenausgang. Handelsübliche Kopfhörer kann man also ohne Probleme an das Navi anschließen.

Die Buttons sind alle erfreulich groß und lassen sich auch mit Handschuhen zielsicher antippen. Die kontrastreiche Darstellung gefällt, es gibt sogar einen Modus, der nur Abbiegepfeile anzeigt. Routenwahl und Sprachansagen passen. Und das Ganze ist für 150 Euro inklusive Europa-Kartenmaterial zu haben.

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