Bewertung mobiler Navigationsgeräte
Navigationsgeräte sind komplexe mobile Geräte, die nicht so einfach zu bewerten sind.
Ausstattung mobiler Navigationsgeräte
Bei der Ausstattung geht es nicht um Qualität, sondern um Quandität. Es können knapp 200 Punkte erfasst, wobei nur die wesentlichen erfasst werden. Zum ersten wäre der Kartenumfang zu nennen. Das Kartenmaterial sollte aktuell sein. Allternativrouten beschreiben die Möglichkeit, mehrere Routen auf einmal zu berechnen oder zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Neuberechnung zu aktivieren, ohne die Navigation unterbrechen zu müssen. Die manuelle Staufunktion erlaubt es einen beliebigen Straßenabschnitt zu umfahren. Die dynamische Navigation führt automatisch um Behinderungen und Staus herum. Woher die Staumeldungen stammen, erfahren sie unter GSM, was für Internet Download für Handy steht.
Der Kreuzungszoom ist eine speziell an Kreuzungen veränderte oder herangezoomte Darstellug der Karte. Autozoom ist die automatische Anpassung des Maßstabs an die gefahrene Geschwindigkeit. Eine reine Pfeildarstellung ist für Einsteiger und ältere Menschen sehr wichtig. Oftmals kann man die Piktogramme aber nur auf der Karte einblenden.
Kurzwahl-Funktionen sind etwa eine Go-Home-Taste oder beliebig konfigurierbare Tasten am Navi oder im Navigationssoftware-Menü.
Streckeninformationen ist die Zusammenfassung der aktuellen Route, entweder als Textauflistung oder als Übersicht auf der Karte.
Die Buchstabenausblendung bei der Zieleingabe blendet Buchstaben aus, wenn ihre Eingabe aufgrund der hinterlegten Orte keinen Sinn mehr ergibt. Die Vorselektion der Orte beschreibt eine ständig aktualisierte Liste mit zwei oder mehr Treffern, die am besten auf die Buchstabenfolge passen.
Handhabung eines mobilen Navis
Bei der Bedienung eines Navis kommt es vor allem auf Display, Navigationssoftware und Verarbeitung an. Allgemein werden bei einem Festeinbausystem die Position im Fahrzeug und die Haptik der Bedienelemente überprüft, bei einem mobilen Navi kommt es auf Menügestaltung und Montage an. Wichtig ist, ob alle Funktionen eine klare Beschriftung haben und wie gut sich ein System an persönliche Vorlieben anpassen lässt.
Bei der Zieleingabe stellt sich die Frage, wie schnell und komfortabel sie ist. Neben dem Vorhandensein der Buchstabenausblendung und der Vorauswahl der Orte zählen auch alternative Eingabemöglichkeiten, eine Volltext- oder eine flexible Sonderzielsuche. Im Navi Test wird geprüft, wie leicht man Fehleingaben korrigieren kann. In der Praxis werden mehrere Zieleingaben vorgenommen und die Schritte gezählt. Ein Faktor gleicht die Unterschiede zwischen mit Touchscreen, Tastatur oder Dreh-Drücksteller aus.
Die Ermittlung der Systemgeschwindigkeit ist ein Mix aus den durchgeführten Zieleingaben, mehreren Routenberechnungen, Boot- und Zoom Vorgängen sowie der Routenberechnung nach dem Verlassen der Strecke.
Zieführung des mobilen Navis
Die akustische Zielführung konzentriert sich im Navi Test voll und ganz auf die Sprachausgabe auch mal mit abgehängten Monitor. Neben der aktustischen Qualität der Durchsagen zählen auch Formulierung und Anzahl der Ansagen, der Wortschatz und ob die Ausgabe stets verlässlich in derselben Entfernung vom Abbiegevorgang erfolgt.
Die optische Zielführung setzt sich aus Pfeil- und Kartendarstellung zusammen. Bei der Karte zählt eine übersichtliche Optik, die trotzdem viele Details zeigen sollte. Wichtig sind hier auch Informationen zur voraussichtlichen Ankunftszeit, der restlichen Fahrtstrecke, zu aktuellen Straßennamen und vieles mehr. Diese Infos sollten ständig eingeblendet sein. Sonderfunktionen wie etwa 3-D bringen Pluspunkte in der mobilen Navigation.
Die Positionsgenauigkeit bezieht sich auf den GPS-Empfang und darauf, ob das Navigationsgerät die Fahrzeugposition immer unter Kontrolle hat. Ebenso zählt eine schnelle Reaktion beim Abweichen von der aktuellen Route.
Routenberechnung
Das schwierigste Kapitel bei einem Navigationsgerät ist die Routenberechnung. Bekanntlich führen viel Wege nach .... Dabei ist es nicht immer möglich, eine Route als die bessere oder schlechtere einzuordnen.
Zudem sind fünf Minuten Umweg bei einer Gesamtstrecke von mehreren hundert Kilometern nicht entscheidend. Es wäre auch fragwürdig, von einem Kartenfehler vor der Haustür auf das Verhalten in ganz Deutschland zu schließen. Weiterhin zählen die Routenoption und die Möglichkeit, die Streckenführung zu beeinflussen.
Die dynamische Zielführung ist ebenfalls eine Mischung aus Theorie und Praxis, wo Staus absichtlich angesteuert werden.
All diese Dinge spielen bei einer Bewertung eines mobilen Navigationerätes eine entscheidende Rolle für ihre Kaufentscheidung.
