Mio Moov 580 Navi Test Bluetooth
Nicht zuletzt ist auch ein Bluetooth-Chip eingebaut. Er ermöglicht es, das Navigationssystem auch als Freisprecheinrichtung für ein Mobiltelefon zu nutzen. Das setzt natürlich voraus, dass auch das Handy über Bluetooth-Technologie verfügt. Das ist inzwischen aber bei fast allen Neugeräten der Fall. Die Nutzung dieser Funkverbindung zwischen Navi und Handy funktioniert beim Mio Moov 580 im Prinzip gleich wie bei der Konkurrenz auch. Das erste Verständigen zwischen den Geräten dauert etwas länger, später verbinden sich die Geräte innerhalb weniger Sekunden bei Annäherung. Gehen dann Anrufe ein, zeigt das Mio-Navi dies sofort an, während eine eventuell aktive Routenführung im Hintergrund aktiv bleibt. Die Sprachqualität wurde im Navi Test als gut empfunden sowohl was die Ausgabe des Anrufers über den Lautsprecher des Navis anging, als auch hinsichtlich der Übermittlung des Gesprochenen aus dem Fahrzeug heraus.
Das eingebaute TMC-Modul kann auch TMC-Pro-Meldungen empfangen und auswerten. Und schließlich ist auch ein so genannter FM-Transmitter vorhanden. Er überträgt die Sprachanweisungen auf das Autoradio. Dabei simuliert es eine eigene Radiostation. Sie können also das Autoradio auf die sendende Frequenz des Mio Moov 580 einstellen und dann die Ausgaben dort hören. Das Autoradio kann aber keine zwei Sender gleichzeitig empfangen, so dass sie auf diesem Weg keine Musik mehr hören können. Und da sich das Mio Moov 580 auch nicht als MP3-Player nutzen lässt, ist es in Ihrem Fahrzeug die längste Zeit ruhig. Und diese Ruhe wird nur von den gelegentlichen Ansagen während der Navigation unterbrochen. So ergibt es aber auch keinen Sinn ein FM-Transmitter zu aktivieren, zumal es nicht immer ganz leicht ist, eine freie Frequenz zu finden, die über eine längere Fahrstrecke hinweg zur Verfügung steht und mit keinen anderen Radiosender kolidiert. In jedem Fall beschränkt sind die elektronischen Karten jedoch auf 33 europäische Länder. Insbesondere die osteuropäischen Staaten fehlen. Die Software ist kein Unbekannter. Auch beim Mio Moov 580 setzt Mio eine Weiterentwicklung der früheren Navman-Software ein. Bekannterweise wurden Mio und Navman vor rund einem Jahr fusioniert. In den Menüs prägen große virtuelle Schaltflächen die Optik. Für die Zieldefinition gibt es die übliche Auswahl mit Eingabe einer Adresse, Aufruf früherer oder gespeicherter ziele sowie den POIs. Alternativ navigiert Sie das Navi auch zu Orten, von denen Sie nur ein geokodiertes Foto haben. Das kann praktisch sein, um einen besonders schönen Aussichtspunkt oder einen netten Picknick-Platz zu finden. Solche Fotos kann das Mio Moov 580 mit seiner "NavPix"-Funktion auswerten. Obgleich sich das Navi mit seinem großen Display insbesondere auch für LKWs und Wohnmobile anbietet, fehlt die Möglichkeit, ein entsprechendes Geschwindigkeitsprofil für die Routenberechnung auszuwählen. So erfolgt keinerlei Anpassung an die gängigen Geschwindigkeiten der unterschiedlichen Fahrzeugtypen. Das macht insbesondere die errechnete Fahrtdauer-Angabe unpräzise.Stets wirkt das Display organisiert und übersichtlich. Das gilt auch während der Fahrt. Leider wird das Widescreen-Display hier nicht optimal ausgenutzt. Links oben zeigt das Navi einen Pfeil für die nächste Fahranweisung und die Distanz bis zu diesem Punkt. Praktisch ist der zusätzliche auf der Karte eingezeichnete Pfeil auf der Straße, der anzeigt, wohin die Reise gehen soll. Rechts oben ist die Entfernung zum Ziel eingeblendet. Ein Antippen dieses Smybols genügt, um weitere Informationen zur Route anzuzeigen. Dabei handelt es sich unter anderem um die aktuelle Geschwindigkeit und die errechnete Ankunftszeit. Jede dieser Informationen lässt sich auch alternativ zur Entfernungsangabe oben rechts anzeigen. Eine gleichzeitige Darstellung aller Informationen überlagert die Kartendarstellung. Optimal wäre das Widescreen-Display genutzt, wenn die Kartendarstellung parallel zu diesen Informationen erfolgen würde. Genug Platz wäre dennoch vorhanden, schließlich sind die Details rechts und links der Fahrtroute im Regelfall unwichtig.
Fazit: Wenn Sie keinen Wert auf ein möglichst großes Dislplay legen, dann kommt das Mio Moov 580 für Sie wohl kaum in Frage. Denn es ist vergleichweise groß und schwer. Mio selbst hat beispielsweise mit dem Mio Moov 370 ein ähnlich ausgestattetes Navi im Angebot, das kompakter gebaut ist und über ein herkömmliches Widescreen-Display verfügt. Wenn Sie sich hingegen ein großes Display wünschen, dann bekommen Sie mit dem Mio Moov 580 ein Navi mit ausgereifter und absturzsicherer Software, die jedoch leider zahlreiche Routenoptionen vermissen lässt. Auch Extras wie ein MP3- und eine Video-Player fehlen.

