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Mio Moov 510 Navi-Test

Das Abspielen von Videos oder MP3-Musik ist hingegen ebenso wenig möglich wie die Nutzung des Moov 510 als Taschenrechner oder Wecker. Vom großen Display abgesehen hat Mio das Moov 510 nämlich als Einsteigermodell konzipiert. Das muss kein Argument gegen den Kauf sein, denn viele Autofahrer suchen ganz bewusst nach einem Navigationssystem, das nicht durch unnötige Extras vom eigentlich Wichtigen ablenkt. Beim Moov 510 ist das der Fall. Nach dem Einschalten befinden Sie sich direkt im Hauptmenü der Navigationssoftware. In den Menüs prägen große virtuelle Schaltflächen die Optik. Im Hauptmenü können Sie sich zur gespeicherten Heimatadresse ebenso direkt navigieren lassen wie zu Zielen die sie kürzlich angesteurert haben.

Selbstverständlich gibt es auch eine "klassische" Variante einer Zieldefinition mittels Eingabe von Land, Straße und Hausnummer. Während der Eingabe ist eine virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm zu sehen. Übrigens kommen Sie jederzeit ohne einen Zeigestift aus. Alle Schaltflächen und Tasten sind groß genug, so dass das Bedienen mit dem Finger problemlos möglich ist.

Der zuletzt eingegebene Stadt- bzw. Straßenname erscheint jeweils mit auf dem Display. So ist eine schnelle Übernahme möglich, wenn Sie beispielsweise in der gleichen Stadt ein neuses ziel ansteuern wollen. Während der Eingabe bestätigt das Navi jeden Buchstaben, so dass Fehler sofort bemerkt und korrigiert werden können. Das so ermittelte Ziel zeigt das Gerät dann sehr übersichtlich mit einem Kartenausschnitt und in Schiftform nochmals an. So können Sie sicherstellen, dass Sie wirklich das gewünschte Ziel ermittelt haben. Sehr schnell ist das Navi bei der anschließenden Routenberechnung. Doch nicht nur die Schnelligkeit überzeugt im Navi-Test auch die Qualität der Rouen war sehr hoch.

Einziges Manko in diesem Bereich sind die nicht allzu umfangreichen Routenoptionen. So ist eine Anpassung beispielsweise an das Fahrverhalten eines PKW- und eines LKW-Fahrers nicht möglich. Das Mio Moov 510 bietet lediglich die Möglichkeit, in jeweils fünf Abstufungen zwischen kürzester und schnellster Route und einer seltenen beziehungsweise häufigen Nutzung von Autobahnen zu unterscheiden.

Während der Fahrt gefällt das Navi mit einem aufgeräumten Display. Leider wird das Widescreen-Display nicht optimal ausgenutzt. Links oben zeigt das Gerät einen Pfeil für die nächste Fahranweisung und die Distanz bis zu diesem Punkt. Praktisch ist der zusätzlich auf der Karte eingezeichnete Pfeil auf der Straße, der anzeigt, wohin die Reise gehen soll. Rechts oben ist die Entfernung zum Ziel eingeblendet. Ein Antippen dieses Symbols genügt, um weitere Informationen zur Route anzuzeigen. Dabei handelt es sich unter anderem um die aktuelle Geschwindigkeit und die errechnete Ankunftszeit. Jede dieser Informationen lässt sich auch alternativ zur Entfernungsangabe oben rechts anzeigen. Eine gleichzeitige Darstellung aller Informatioen überlagert die Kartendarstellung. Ärgerlich waren während der Fahrt die teilweise recht zögerlichen Nebenberechnungen beim Abweichen von der Fahrtroute.

Fazit: Das Mio Moov 510 ist das richtige Navi für Autofahrer, die ein großes Display wünschen und auf Extras verzichten können. Das Gerät navigiert innerhalb der 22 Länder verlässlich ans Ziel und berücksichtigt in vielen ländern auch Verkehrsmeldungen, die per TMC eintreffen. Auch bei diesem Mio-Modell ist das Fehlen von Routenoptionen eine Schwachstelle.

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