Mio Moov Spirit 500 Navi Test
Das Mio Moov Spirit 500 ist ein Zwilling. Der jüngere der zweieiigen Brüder hat keinen integrierten Fernseher wie der V505TV, aber dafür anderes: Als einziges der drei neuen Mios bietet es eine Blutooth-Freisprechanlage und einen 4,7-Zoll-Screen Display und damit eine übersichtlichere, breitere Karte.
Im Menü unter " MioMore" lässt sich ein bluetooth-fähiges Handy mit dem mobilen Navi koppeln. Damit ist es nicht nur möglich, über das Navi zu telefonieren, sondern darüber hinaus auch ins Internet zu gehen. Unter "Lokale Suche" lassen sich zusätzliche Informationen zu Points of Interest und zum Wetter aus dem Internet saugen. Dabei ist zu beachten, dass für die Datenübertragung Kosten entstehen. Wer diese Funktionen öfter einsetzen möchte, sollte in Erwägung ziehen, zu seinem Handyvertrag einen Datentarif zu buchen, sonst wird es schnell sehr teuer.
Unter dem Stichwort "Straßenseitenassistent" verbergen sich keine "Das Ziel liegt links"-Ansagen oder Standorte von rotbeleuchteten Wohnmobilen, wie manch einer vielleicht vermuten würde. Je nach Land sind diese "Assistenten" die gelben Engel oder sonstigen Pannenhelfer.
Mehr Persönliches im Mio Moov Spirit 500
Eine Bereicherung gegenüber dem Mio Spirit 300 stellt der Menüpunkt "Erfassen" dar. Damit lassen sich beliebig viele persönliche POIs einrichten. Nach der Installation der PC-Software wird das Mio zum Freund. Persönliche Fotoalben, eigene POIs, Karten können hinzugefügt werden, die Anordnung des Menüs lässt sich verändern. Mit dem sogenannten NavPix-Fotoalbum kann der Nutzer eine Auswahl von Orten durchsuchen. Über eine Million Fotos mit Standortinformationen stehen nun zur Wahl. Diese sind kostenlos auf den Websites von NavPix und Flickr verfügbar. Berührt man per Fingerspitze nun das Bild auf dem Mio, führt einen das Navi dorthin. Zusätzlich gibt es einen Spritrechner, der aber erst benutzbar wird, wenn auf dem Navi die GPS-Protokollierung aktiviert ist.
Die eigentliche Navigation führt zuverlässig aber auf karger Kartenlandschaft zum Ziel. Die Routenwahl ist meist sehr gut. Die Sprachausgabe ist etwas unhöflich. Yannick dagegen hört man ganz gern zu.
Fazit: Das Mio Moov Spirit 500 ist ein Dazwischenkind mit eigenständiger Navi-Persönlichkeit. Mit der Freisprecheinrichtung, der Möglichkeit zur Personalisierung und der Option, ins Internet zu gehen, sind genügend Funktionen hinzugekommen, durch die es von den beiden anderen Mio Spirits abhebt, es aber keineswegs zu einem reinen Spielzeug werden lassen.

