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Mio Moov 310 Navi Test

Die Mio Produktoffensive nach der Zusammenführung der beiden Marken Navman und Mio geht weiter. Für 199 Euro gibt es das Moov 310 mit den elektronischen Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Eine weitere Variante bietet Mio an für 249 Euro und kennt sich in Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, San Marino, Schweden, der Schweiz, Spanien, dem Vatikanstaat und Großbritanien aus. Bis zu dieser Stelle gibt es also keinen Unterschied zwischen dem 310er und dem 210er.

Doch schon der erste Blick nach dem Auspacken macht die Unterscheidung leicht. Das Mio Moov 310 verfügt nämlich über ein 4,3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 480 mal 272 Bildpunkten, während das Moov 210 mit einem 3,5-Zoll Display ausgestattet ist. Somit ist das Moov 310 auch größer. Es misst 130 mal 78 mal 18 Millimeter und bringt 170 Gramm auf die Waage. Damit zählt es zu den kleinsten und leichtesten Navigationssystemen seiner Klasse.

Rund um das Gehäuse findet lediglich ein Ein-/Ausschalter. Darüber hinaus ist das Display das einzige Bedienelement, auf dem sämtliche Eingaben mittels Touchscreen-Technologie erfolgen. Im Innern stecken ein 400-MHz-Prozessor von Samsung, ein SiRF-III-Empfänger mit Instant-Fix-Funktion und ein Lihtium-Ionen-Akku.

Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff. den kleinen Silbermetallic-Rand, der beim Moov 210 zu Blendeffekten führen kann, gibt es beim Moov 310 erfreulicherweise nicht.

Für die Befestigung im Fahrzeug liefert Mio eine Halterung für Windschutzscheibe mit. Sie ist sehr kurz und rückt das Navi somit sehr nah an die Scheibe heran.

Das 4,3-Zoll-Display mit seiner vergleichweise großen Darstellung gleicht dieses Manko wieder aus. In der Halterung rastet das Navi verlässlich ein. Das mitgelieferte Stromkabel und die TMC-Antenne müssen direkt an das Moov 310 angeschlossen werden. Es handelt sich also um eine so genannte Passiv-Halterung.

Keine Extras eingebaut

Mio hat das Moov 310 als Einsteigergerät konzipiert. Neben dem Widescreen-Display gibt es keine weiteren Extras wie ein Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder Abspiel-Software für MP3-Musikdateien oder videos. Das muss kein Argument gegen den Kauf sein, denn viele Autofahrer such ganz bewusst nach einem Navigationssystem, das nicht durch unnötige Extras vom eigentlichen Wichtigen ablenkt. Beim Moov 310 ist das der Fall.

Nach dem Einschalten befinden Sie sich direkt im Hauptmenü der Navigationssoftware. Hier setzt Mio auch beim Moov 310 eine Weiterleitungsentwicklung der früheren Navman-Software ein. In den Menüs prägen große virtuelle Schaltflächen die Optik. Im Hauptmenü können Sie sich zur gespeicherten Heimatadresse abenso direkt navigieren lassen wie zu Zielen, die Sie kürzlich angesteuert haben. Auf Wunsch navigiert Sie das Gerät auch zu Orten, von denen Sie nur ein geokodiertes Foto haben. Das kann praktisch sein, um eine besonders schönen Aussichtspunkt oder einen netten Picknick-Platz zu finden. Solche Fotos kann das Moov 310 mit seiner "NavPix"-Funktion auswerten. Es gibt sie zehntausendfach im Internet. Selbstverständlich gibt es auch die "klassische" Variante einer Zieldefinition mittels Eingabe von Land, Stadt, Straße und Hausnummer. Während der Eingabe ist eine virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm zu sehen. Übrigens kommen Sie jederzeit ohne einen Zeigestift aus. Alle Schaltflächen und Tasten sind groß genug, so dass ein Bedienen mit dem Finger problemlos möglicht ist.

Der zuletzt eingegebene Stadt- beziehungsweise Straßennamen erscheint jeweils mit auf dem Display. so ist eine schnelle Übernahme möglich, wenn Sie beispielsweise in der gleichen Stadt ein neues Ziel ansteueren wollen. Während der Eingabe bestätigt das Gerät jeden Buchstaben, so dass Fehler sofort bemerkt und korrigiert werden können. Das so ermittelte Ziel zeigt das Gerät dann sehr übersichtlich mit einem Kartenausschnitt und in Schiftform nochmals an. So können Sie sicherstellen, dass Sie wirklich das gewünschte Ziel ermittelt haben.

Die anschließende Routenberechnung zählt zweifellos zu den Stärken des Moov 310. Hier ist das Gerät nämlich sehr schnell. Für keines der zeile benötigte es länger als 32 Sekunden. Doch nicht nur die Schnelligkeit überzeugte, auch die Qualität der routen war sehr hoch. Allesamt waren sie sinnvoll und führten verlässlich zum Ziel. Einziges Manko in diesem Bereich sind die nicht allzu umfangreichen Routenoptionen. So ist eine Anpassung beispielsweise an das Fahrverhalten eines PKW- und eines LKW-Fahrers nicht möglich. Das neue Mio-Moov bietet lediglich die Möglichkeit, in jeweils fünf Abstufungen zwischen kürzester und schnellster Route und einer seltenen beziehungsweise häufigen Nutzung von Autobahnen zu unterscheiden.

Während der Fahrt gefällt das Navi mit einem aufgeräumten Display. Aufgrund der hohen Auflösung von 480 mal 272 Bildpunkten ist das Bild sehr detailreich. Leider wird das Widescreen-Display nicht optimal ausgenutzt. Links oben zeigt das Gerät einen Pfeil für die nächste Fahranweisung und die Distanz bis zu diesem Punkt. Praktisch ist der zusätzlich auf der Karte eingezeichnete Pfeil auf der Straße, der anzeigt wohin die Reise gehen soll. Rechts oben ist die Entfernung zum Ziel eingeblendet. Ein Antippen dieses Symbols genügt, um weitere Informationen zur Route anzuzeigen. Dabei handelt es sich unter anderem um die aktuelle Geschwindigkeit und die errechnete Ankunftszeit. Jede dieser Informationen lässt sich auch alternativ zur Entfernungsangabe oben rechts anzeigen. Eine gleichzeitige Darstellung aller Informationen überlagert die Kartendarstellung. Optimal wäre das Widescreen-Display genutzt, wenn die Kartendarstellung parallel zu diesen Informationen erfolgen würde. Genug Platz für die Details rechts und links der Fahrtroute im Regelfall unwichtig. Doch genau sie zeigt das Moov 310 an. Ärgerlich waren während des Navi Tests die teilweise recht zögerlichen Neuberechnungen beim Abweichen von der Fahrtroute.

Fazit: Das Moov 310 von Mio bietet alles, was für eine Navigation in Europa erforderlich ist. Im Gerät stecken das notwendige GPS-Modul, ein Widescreen-Display, ein ausreichend schneller Prozessor, ausgereifte Software, das Kartenmaterial für 22 Länder und nicht zuletzt ein TMC-Modul zum Empfang von Verkehrsmeldungen. Auf Extras wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder einen Video-Player können viele Autofahrer mühelos verzichten. Und dieser Verzicht wird belohnt. Der Preis des Moov 310 ist zweifellos attraktiv. Und wer sich nie außerhalb des deutschsprachigen Raumes bewegt, kann das Navi sogar noch 50 Euro billiger bekommen.

 

 

 


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