Mio Moov 210 im Navi Test
Neueste Technik, eine aktuelle Software, Kartematerial für 22 europäische Länder und ein kompaktes Gehäuse kombiniert Mio bei seinem Moov 210 für eine Schnäppchenpreis von 199 Euro.
Durch die Fusion von Mio und Navman werden zukünftig nur noch Mio-Navis verfügbar sein, wenn es zunächst parallel auch noch Navman-Geräte im Handel gibt. Das neue Moov 210 kommt in zwei Varianten auf den Navi-Markt, die sich durch das Kartenmaterial unterscheiden. Für 149 Euro gibt es das Moov 210 mit den digitalen Karten für Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, San Marino, Schweden, der Schweiz, Spanien, dem Vatikanstaat und Großbritanien aus.
Das Gehäuse wirkt sehr kompakt mit den Abmessungen 98 mal 83 mal 18 und einem Gewicht von 150 Gramm. Solch eine kleine Bauweise zeigt einen
3,5-Zoll Bildschirm mit 320 mal 240 Bildpunkten. Wie bei vielen mobilen Navigationsgeräten finden sie am Gehäuse nur einen Ein/Ausschalter. Alles andere wird über die Touchscreen-Technologie navigiert. Im Innern stecken ein
400-MHz-Prozessor von Samsung, ein
SiRF-III-Empfänger mit Instant-Fix-Funktion und ein Lithium-Ionen-Akku. Am Außengehäuse mit schwarzem Kunststoff haben die Entwickler wieder einmal auf Silber nicht verzichten können. Dies führt bei direkter Sonneneinstrahlung zu Blendungen.
Für die Befestigung im Fahrzeug liefert Mio eine Halterung für die Windschutzscheibe mit. Die aber sehr kurze Halterung kann in einigen Fahrzeugen durchaus dazu führen, das das ohnehin kleine Display schlecht zu erkennen ist. Das mitgelieferte Stromkabel und die TMC-Antenne müssen direkt an das Moov 210 angeschlossen werden. Nicht zuletzt der attraktive Preis macht deutlich, das Mio das Moov 210 alos Einsteigergerät positioniert hat. Folglich gibt es hier weder ein Widescreen-Display noch Extras wie eine Bluettoh-Freisprecheinrichtung.
Das muss kein Argument gegen den Kauf sein, denn viele Autofahrer suchen ganz bewusst nach einem Navigationssystem, das nicht durch unnötige Extras vom eigentlich Wichtigen ablenkt. Beim Moov 210 ist das der Fall.
Nach dem Einschalten befinden Sie sich direkt im Hauptmenü der Navigations-Software. Sofort ist zu erkennen, dass es sich um eine Weiterentwicklung jender Software handelt, die früher auf Navman Navis zum Einsatz kam. In den Menüs prägen große virtuelle Schaltflächen die Optik. Im Hauptmenü können Sie sich zur gespeicherten Heimatadresse ebenso direkt navigieren lassen wie zu Zielen die kürzlich angesteuert haben. Eine klassische Eingabe von Land, Stadt, Straße und Hausnummer gibt es selbstverständlich auch. Die einzelnen Tasten sind, auch eine Folge des kleinen Displays, recht klein, so es leicht einmal zu einen Fehlgriff kommt. Nützlich kann es sein, für die Eingabe einen Stift zu benutzen, der leider nicht zum Lieferumfang gehört.
Der zuletzt eingegebene Stadt bzw. Straßennamen erscheint mit auf dem Display und können somit schnell übernommen werden. Wenn ein Ziel in der gleichen Stadt gesucht wird, genügt die Postleizahl. Nicht möglich ist die Suche durch Angabe von Koordinaten. Einen POI können Sie in der Nähe, an einem beliebige Ort oder anhand seines Namen suchen. Die anschließende Routenberechnung erfolgt recht flott. Dabei überzeugte nicht nur die Schnelligkeit auch die Qualität der Route war sehr hoch. Nicht allzu umfangreich sind die Routenoptionen. So ist eine Anpassung an das Fahrverhalten eines PKW- und eines LKW nicht möglich. Das Moov 210 bietet lediglich die Möglichkeit, in jeweils fünf Abstufungen zwischen kürzester und schnellster Route und einer seltenenen bzw. häufigen Nutzung von Autobahnen zu unterscheiden.
Während der Fahrt ist das Display aufgeräumt. Links oben zeigt das Navi einen Pfeil für die nächste Fahranweisung und die Distanz bis zu diesem Punkt. Rechts oben ist die Entfernung zum Ziel eingeblendet. Ein Antippen dieses Symbols genügt, um weitere Informationen zur Route anzuzeigen. Dabei handelt es sich unter anderem um die aktuelle Geschwindigkeit und die errechnete Ankunftszeit. Jede dieser Informationen lässt sich auch alternativ zur Entfernungsangabe oben rechts anzeigen. Am rechten Rand sind zudem zwei Symbole zu finden. Eines ermöglicht das Hinein- und Hinauszoomen, das andere einen Wechsel der jeweiligen Darstellung. Wahlweise zeigt das Moov 210 nämlich eine
2D- oder eine 3D-Karte, die aktuellen Verkehrsituation im Umfeld auf einer Karte, die errechnete Route mit Start und Zielpunkt auf einer Karte oder eine Liste der Fahranweisungen an. Die mittels TMC empfangenen Verkehrsmeldungen lassen sich auch in Listenform anzeigen.
Die
Fahranweisungen kamen während des Navi Tests
stets rechtzeitig. Der Pfeil mit der nächsten Fahranweisung links oben dürfte bei vielen Fahrern nur wenig Beachtung finden. Denn die Software zeigt, wie dies beispielweise auch die TomTom-Software macht, in die jeweilige Karte eingezeichnet einen Pfeil auf der Straße, so dass dort viel schneller und präziser zu erkennen ist, wohin die Reise gehen soll. Ärgerlich waren einzig die zögerlichen Neuberechnungen beim Abweichen von der Fahrtroute.
Fazit: Wenn das kein gutes Angebot ist! Für 199 Euro bietet das Moov 210 ausführliches Kartenmaterial für 22 europäische Länder, eine ausgereifte Software und eine TMC-Modul. Dies alles steckt in einem kompakten schwarzen aber leichten Gehäuse. Einziges Manko: Das Display ist recht klein und bietet keinerlei Extras.