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Mio C620t Navi-Test

Mio C620t entwickelte ein Navi mit dreidimensionaler Ansicht und einer perfekten Widescreen Aufteilung. Mio hat das C620t in das gleiche Gehäuse gepackt wie das C520t, was keine schlechte Entscheidung war. Sein Gewicht von 166 Gramm und einer Abmessung von 12,6 mal 8,1 mal 2,0 Zentimeter ist es angenehm kompakt und leicht zu tragen.

Die Steuerung erfolgt ausschließlich über das Touchscreen Display. Links am Gerät ist ein Speicherkarten Steckplatz zu finden. Er nimmt SD- und Multimedia Karten auf. Im Innern des Gerätes stecken ein 400- MHz-Prozessor von Samsung sowie ein SiRF-Empfänger für die GPS Signale. Zudem ist das Gerät mit 2 GB Speicherplatz ausgerüstet. Darin finden Sie 22 europäische Länder. Mit Ausnahme der ost- und südosteuropäischen Staaten deckt das Mio C620t somit den gesamten Kontinent ab. Die Besonderheit des Datenmaterials besteht darin, dass auch Höheninformationen gespeichert sind. Somit ist die Software in der Lage, auf dem Display eine 3D-Ansicht zu zeigen, die den tatsächlichen Landschaftskonturen entspricht. Insbesondere innerhalb der Alpen und der Mittelgebirge ist das sehr eindrucksvoll.

Zusätzlich sind im Datenmaterial rund 1500 europäische Sehenswürdigkeiten wie der Eifelturm in Paris oder das Brandenburger Tor gespeichert. Sobald Sie sich diesen Sehenswürdigkeiten nähern wird es im Display sichtbar.

Die Halterung für die Windschutzscheibe besteht aus zwei Teilen. Das Gerät selbst findet in einer Art Mini Dockingstation Platz. An ihr befinden sich Anschlüsse für einen Kopfhörer und das Ladekabel. Das ermöglicht eine schnelle Entnahme des Gerätes, ohne dass die Kabel seperat zu lösen sind. Zudem ist in diesem Teil der Halterung der TMC-Empfänger eingebaut. Für dessen Nutzung benötigen Sie darüber hinaus nur das mitgelieferte Antennenkabel. Zur Befestigung an der Windschutzscheibe liefert Mio auch noch eine Kunststoff-Halterung mit, die mittels zweier Gelenke eine flexible Ausrichtung erlaubt. Am Ende befindet sich ein Saugnapf. Während des Navi-Tests hatte das C620t damit einen festen Halt und war gut ablesbar. Das schwarze Gehäuse sorgte dafür, das es keine Blendungen durch die Sonne gab, was bei Klavierfarbe nicht der Fall ist.

Die meisten Navigationssysteme der mittleren und gehobenen Preisklasse verfügen inzwischen über ein Widescreen Display. Nur die Ausnutzung ist nicht immer ideal. Ganz anderes sieht es da bei Mio C620t aus. Es verwendet MioMap 2008 Software, bei der es sich letzlich aber um eine Variante der IGo Software handelt. Die Aufteilung des Widescreen Display ist hier perfekt gelungen. Während der Navigation nimmt die Karte einen nahezu quadratischen Platz ein. Rechts daneben informiert das Gerät über die aktuelle Uhrzeit oder die verbleibende Fahrtzeit, die Entfernung zum Ziel und die aktuelle Geschwindigkeit. Dieser Informationsbereich füllt etwa ein Drittel der Bildschirmbreite aus und lässt sich bei Bedarf ausblenden. Am linken Rand des Displays überlagern einige Symbole die Karte. Mit ihnen lässt sich beispielsweise der Zoomfaktor manuell verändern oder zwischen 2D- und 3D-Modus wechseln.

Tele Atlas sind die Fehler hinsichtlich virtueller Verkehrszeichen für Höchstgeschwindigkeit aus anderen Tests bekannt. Diese wurde aber im Navi-Test bei Mio C620t nicht behoben. Nichts ist schlimmer wie fehlerhaftes Kartenmaterial. Nun ist Mio gefragt diese Fehler mit einem Update zu beseitigen.

Das Menü dagegen ist klar strukturiert und führt durch die seitlichen Reiter "Karte", "Suche", "Route", "Tools","Einstellungen" durch die verschiedenen Funktionen des Mio C620t.

Für die Navigation ist eine Zieldefinition anhand einer beliebigen Adresse, bestimmter Koordinaten, zuletzt angefahrener Ziele, gespeicherter Favoriten oder der im Gerät hinterlegten Sonderziele möglich. Für die Eingabe blendet das Gerät eine virtuelle Tasttatur ein. Deren Bedienung ist mit dem Finger möglich. Eine schnelle Berechnung erfolgt im Anschluss. Als Besonderheit bietet Mio eine schnelle, kurze und sparsamste Route an. Bei anderen Geräten müssen Sie vor der Berechnung die Routenwahl definieren. Auf dem Display werden Informationen, wie lang die jeweilige Strecke ist und welche Fahrzeit Sie einkalkulieren müssen. Durch ein Antippen der Schaltfläche zeigt es den Routenverlauf in der Kartenansicht, jetz noch den "Go" Button drücken und die Fahrt kann beginnen.

Fazit: Nur durch eine fehlerhaftes Kartenmaterial (Tempolimit nicht immer korrekt) muss sich Mio C620t nur mit einem Testergebnis "gut" zufrieden geben. Die kompakte Bauweise, das TMC Modul in der mitgelieferten Halterung, die Bluetooth Freisprecheinrichtung und das umfangreiche Kartenmaterial sind in der Preisklasse bis 400 Euro zwar keine Sensation. Doch Mio ergänzt dies mit einer schnellen und vollkommen unkompliziert bedienbaren Software, die mit 3D-Höhendarstellungen und 3D-Bauwerken in vielen Städten beeindruckt. Die schnellen Berechnungen und die sinvollen Routen runden eine hervorragende mobile Navigation ab.