Merian Scout C Navigator Navi Test
Als Merian vor knapp zwei Jahren die Idee eines Gerätes öffentlich machte, das Navigationssysteme und elektronische Reiseführer gleichzeitig sein sollte, war dem Unternehmen die Aufmerksamkeit der Branche gewiss.
Schließlich kündigte sich damit ein interessanter Versuch an, den Nutzen eines Navis über das schlichte Berechnen einer Fahrtstrecke hinaus zu steigern. Während der Reise interessante Informationen zu Sehenswürdigkeiten rechts und links der Fahrtroute zu enthalten, das war und ist eines der Konzepte von Merian.
Zwischenzeitlich haben zahlreiche Konkurrenten ebenfalls eine Einbindung von Reiseinformationen ins Navi realisiert.
Bei seinem Navi Merian Scout C_Navigator hat Merian das Kartenmaterial von 41 europäischen Ländern sowie ein TMC-Modul eingesetzt. Das Antennenkabel ist übrigens im Ladekabel integriert, was sich im Navi Test als praktikabel herausstellte. So störte auch keine Wurfantenne an der Windschutzscheibe. Als Prozessor kommt der "Centrality-Atlas III" zum Einsatz, der mit einer Taktfrequenz von 400 MHz sowie einen integrierten Co-Prozessor arbeitet. Das Display misst 3,7 Zoll in der Diagonalen und verfügt über eine vergleichsweise hohe Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten.
Das Merian Scout C_Navigator arbeitet mit einem so genannten resistiven Touchscreen. Hier ist die Bedienung per Finger und Stift möglich. Da die einzelnen Schaltflächen und Symbole teilweise doch recht klein geraten sind, kann da für Autofahrer mit großen Fingern zur Schwierigkeit werden. Wenn es mit dem Finger wirklich mal zu Fehleingaben kam, nahmen wir einfach einen kleinen Stift zur Hilfe.
Mit zum Liferumfang gehört eine Aktivhalterung. Das Navi lässt sich hier einsetzen und entfernen, ohne dass Sie sich um das Stromkabel kümmern müssen. Dieses lässt sich nämlich an die Halterung anschließen. Diese wiederum besteht aus zwei Kunststoffteilen, die sich mit Hilfe von zwei Gelenken beliebig auf den Fahrer ausrichten lässt. Für den Halt an der Windschutzscheibe sorgt ein Saugnapf.
Die anschließende Routenberechnung erfolgt recht flott, insbesondere auch bei grenzüberschreitenden Fahrten ins Ausland. Die Anzeige während der Fahrt lässt sich verändern. Grundsätzlich sind um die Karte in der Mitte jede Menge Informationen und Symbole gruppiert. Sollte Ihnen das zu unübersichtlich sein, können Sie die meisten dieser Symbole aber auch ausblenden. Anzeigen lässt sich die Karte zwei- oder dreidimensional. Eine automatische Umschaltung zwischen Tag- und Nachtmodus gibt es hingegen nicht. Während der Fahrt gefiel das mobile Navi mit stets rechtzeitigen und gut verständlichen Ansagen. Das schloss auch jeweils den Straßennamen ein. Beim Abweichen von der errechneten Route erfolgte sehr zügig eine Neuberechnung.
Bis zu diesem Punkt ist das Merian C_Navigator ein Navigationssystem wie viele andere auch, das jedoch keine Extras wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einen Fernsehempfang mittels DVB-T, einen Video-Player oder einen FM-Transmitter zu bieten hat. Stattdessen lässt es sich als Reiseführer verwenden. Als solcher enthält er mehr als 1000 Audio-Beiträge zu touristischen High-Lights in Deutschland. Während der Fahrt oder vor Ort informiert Sie das Gerät so beispielweise über den Hamburger Michel oder das Brandenburger Tor. Die Audio-Beiträge bietet das Gerät beim Vorbeifahren an. Vor der Fahrt legt der Fahrer fest, ob er unterwegs über die Sehenwürdigkeiten rechts und links der Strecke informiert werden will. Dabei berücksichtigt das Gerät den aktuellen Standort und die Fahrtgeschwindigkeit und spielt den Beitrag so rechtzeitig ab, dass der Fahrer sich noch zur passenden Ausfahrt navigieren lassen kann, um die Sehenswürdigkeit zu besichtigen.
Die Besonderheit ist also die Verknüpfung zwischen Reiseführer- und Navigations-Funktionen. Das Merian-Navi liefert nicht nur auf ein Stichwort hin Audiobeiträge, Texte oder Fotos zu Sehenwürdigkeiten, sondern abhängig vom aktuellen Standort. So lässt sich eine Rundfahrt ebenso mit Informationen bereichern wie ein Rundgang durch die Stadt, ohne das Sie jeweils in einen Reiseführer blättern müssen.
Der Merian C_Naviagtor verfügt über einen vorinstallierten Reiseführer für Deutschland mit rund 38000 Informationen, während sich der P_Navigator auch in Österreich und der Schweiz auskennt und insgesamt rund 50000 Informationen bietet.
Schließlich kündigte sich damit ein interessanter Versuch an, den Nutzen eines Navis über das schlichte Berechnen einer Fahrtstrecke hinaus zu steigern. Während der Reise interessante Informationen zu Sehenswürdigkeiten rechts und links der Fahrtroute zu enthalten, das war und ist eines der Konzepte von Merian.
Zwischenzeitlich haben zahlreiche Konkurrenten ebenfalls eine Einbindung von Reiseinformationen ins Navi realisiert.
Bei seinem Navi Merian Scout C_Navigator hat Merian das Kartenmaterial von 41 europäischen Ländern sowie ein TMC-Modul eingesetzt. Das Antennenkabel ist übrigens im Ladekabel integriert, was sich im Navi Test als praktikabel herausstellte. So störte auch keine Wurfantenne an der Windschutzscheibe. Als Prozessor kommt der "Centrality-Atlas III" zum Einsatz, der mit einer Taktfrequenz von 400 MHz sowie einen integrierten Co-Prozessor arbeitet. Das Display misst 3,7 Zoll in der Diagonalen und verfügt über eine vergleichsweise hohe Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten.
Das Merian Scout C_Navigator arbeitet mit einem so genannten resistiven Touchscreen. Hier ist die Bedienung per Finger und Stift möglich. Da die einzelnen Schaltflächen und Symbole teilweise doch recht klein geraten sind, kann da für Autofahrer mit großen Fingern zur Schwierigkeit werden. Wenn es mit dem Finger wirklich mal zu Fehleingaben kam, nahmen wir einfach einen kleinen Stift zur Hilfe.
Mit zum Liferumfang gehört eine Aktivhalterung. Das Navi lässt sich hier einsetzen und entfernen, ohne dass Sie sich um das Stromkabel kümmern müssen. Dieses lässt sich nämlich an die Halterung anschließen. Diese wiederum besteht aus zwei Kunststoffteilen, die sich mit Hilfe von zwei Gelenken beliebig auf den Fahrer ausrichten lässt. Für den Halt an der Windschutzscheibe sorgt ein Saugnapf.
Verlässlicher Navigieren mit dem Merian C_Navigator
Nach dem Einschalten begrüßt das Navi mit schönen touristischen Bildern. Die Symbole für die Funktionen sind leider nicht selbsterklärend, so dass ohne den Blick ins Handbuch oder umständliches Ausprobieren nichts geht. Das ist leider wenig intuitiv. Bei der Zieldefinition gilt es das Land, den Ort oder alternativ die Postleitzahl, die Straße und die Hausnummer einzugeben. Über der virtuellen Tastatur ist in einem Feld eine Orts- beziehungsweise Straßennamen zu sehen, der den bisherigen Eingaben entspricht. Da gleichzeitig auch jene Buchstaben ausgeblendet werden, die nicht zu einem sinnvollen Orts- und Straßennamen führen, ist das Navi recht beschäftigt. Und das wirkt sich negativ auf die Geschwindigkeit aus. Wer einen Namen sehr schnell eintippen will, muss häufig auf das Navi warten. Eine Zieldefinition anhand von Koordinaten ist übrigens nicht möglich. Wohl aber anhand von Points of Interest oder touristischen Zielen.
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Bis zu diesem Punkt ist das Merian C_Navigator ein Navigationssystem wie viele andere auch, das jedoch keine Extras wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einen Fernsehempfang mittels DVB-T, einen Video-Player oder einen FM-Transmitter zu bieten hat. Stattdessen lässt es sich als Reiseführer verwenden. Als solcher enthält er mehr als 1000 Audio-Beiträge zu touristischen High-Lights in Deutschland. Während der Fahrt oder vor Ort informiert Sie das Gerät so beispielweise über den Hamburger Michel oder das Brandenburger Tor. Die Audio-Beiträge bietet das Gerät beim Vorbeifahren an. Vor der Fahrt legt der Fahrer fest, ob er unterwegs über die Sehenwürdigkeiten rechts und links der Strecke informiert werden will. Dabei berücksichtigt das Gerät den aktuellen Standort und die Fahrtgeschwindigkeit und spielt den Beitrag so rechtzeitig ab, dass der Fahrer sich noch zur passenden Ausfahrt navigieren lassen kann, um die Sehenswürdigkeit zu besichtigen.
Die Besonderheit ist also die Verknüpfung zwischen Reiseführer- und Navigations-Funktionen. Das Merian-Navi liefert nicht nur auf ein Stichwort hin Audiobeiträge, Texte oder Fotos zu Sehenwürdigkeiten, sondern abhängig vom aktuellen Standort. So lässt sich eine Rundfahrt ebenso mit Informationen bereichern wie ein Rundgang durch die Stadt, ohne das Sie jeweils in einen Reiseführer blättern müssen.
Der Merian C_Naviagtor verfügt über einen vorinstallierten Reiseführer für Deutschland mit rund 38000 Informationen, während sich der P_Navigator auch in Österreich und der Schweiz auskennt und insgesamt rund 50000 Informationen bietet.
Fazit: Dreh- und Angelpunkt der Kaufentscheidung bleibt zweifellos der Preis. Technisch ist die Verknüpfung zwischen Navigations- und Reiseführer-Funktionen hervorragend gelöst. Anhand der aktuellen Position liefert das Navi Informationen und liest sie auf Wunsch vor. Das Kartenmaterial ist umfassend. Ein klein wenig störend waren im Navi Test die zu kleinen virtuellen Tasten und die wenig intuitive Bedienung.

