Medion GoPal E4235 Navi Test
In seiner E-Serie bietet Medion besonders preiswertes Nav an. Ein Beispiel ist das GoPal E4235, das mit Kartenmaterial für die wichtigsten europäischen Länder sowie einem Widescreen -Diplay ausgestattet ist.
Das Medion GoPal E4235 ist mit einem 4,3-Zoll-Display ausgestattet, das 480 mal 272 Bildpunkte zeigt. Die Abmessungen dieses Modells betragen 119 mal 78 mal 18 Millimeter, das Gewicht liegt bei 173 Gramm. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunstsoff und verfügt über die so genannte Klavierlack-Optik. Die Produktbezeichnung hat Medion in einem kleinen Silbermetallic-Element am unteren Rand platziert. Bei ungünstigem Sonnenstand kann es daher zu Blendeffekten kommen. Rund um das Gehäuse finden sich keine Besonderheiten. An der Oberfläche ist der Ein/Ausschalter platziert. An der linken Seite befindet sich ein kombinierter Anschluss für die mitgelieferte TMC-Wurfantenne beziehungsweise einen Kopfhörer. An der Unterseite ist ein Mini-USB-Port zu finden. Er dient primär als Anschlusspunkt für das mitgelieferte Ladekabel. Schließlich ist noch ein Steckplatz für eine SD-Card vorhanden. Im Regelfall ist er frei, denn das Kartenmaterial ist im internen Speicher installiert. Auf der Speicherkarte kann sich zusätzliches Kartenmaterial befinden. Zudem ergibt das Kopieren von JEPG-Bildern auf die Speicherkarte Sinn, denn das gerät ist in der Lage, Bilde anzuzeigen. Die Halterung wirkt auf den ersten Blick sehr konventionell und besteht aus zwei Kunststoffteilen, die ineinander verhakt werden. Ein Saugnapf sorgt für festen Halt an der Windschutzscheibe. Zwei Schraubgelenke sorgen dafür, dass sich die Halterung und mit ihr das eingesetzte Navigationssystem gut ausrichten lässt. Das mobile Navi selbst rastet mittels zwei kleinen Kunststoffteilen unten und einem Teil oben gut in der Halterung ein. Bis zu diesem Punkt ist die Befestigung des Medion E4235 nicht wirklich von unzähligen anderen Halterungen auf dem Markt zu unterscheiden. Wäre da nicht eine kleine zusätzliche Befestigung für einen Zeigestift. Nicht im Navi selbst, sondern an der Halterung ist also ein Stift platziert, der dann zum Einsatz kommen kann, wenn die eigenen Finger zu groß sind, um das Navi verlässlich über Eingaben auf dem Touchscreen zu bedienen. Welcher Prozessor-Typ und welcher GPS-Empfänger zum Einsatz kommen, darüber schweigt sich Medion aus. Fakt ist, dass alle Komponenten im Gerät stecken. Eine herausklappbare Antennen oder eine externes TMC-Modul gibt es also nicht. Das Kartenmaterial von 13 europäischen Ländern ist im internen Speicher installiert. Auf der mitgelieferten DVD war zusätzlichs Kartenmaterial von für Großbritanien, Irland und Finnland zu finden. Um es nutzen zu können, ist ein PC notwendig. Nur mit dessen Hilfe lässt es sich auf dem Medion-Navi installieren.Bewährte Software
Als Software liefert Medion beim E4235 das inzwischen bewährte und ausgereifte "Navigator ME 4.5" mit aus. In der Hauptübersicht finden sich die Punkte "Navigation", "Travel-Guide", "Alarm-Clock", Picture-Viewer" und "Soduku". Natürlich interessierte uns im Navi Test primär der Navigationsmodus. Das Navigationsmenü zeigt in der obersten Zeile die zuletzt ausgewählten zeile. So reicht ein antippen, um diese Adresse erneut als Ziel zu definieren. Alternativ lässt sich an dieser Stelle ein neues Ziel eingeben, ein Sonderziel auswählen oder ein gespeicherter Favorit als Ziel bestimmen. Auch das Ändern einer schon gewählten Route ist möglich. Wie manch anderer Hersteller auch, blendet nun auch Medion für die Eingabe einer Adresse eine Tabelle ein. Hier lässt sich wahlweise die Kombination Ort/Straße oder eine Postleitzahl eingeben. Die zuletzt eingegebene Adresse dient als Vorgabe, so dass sie schnell eine andere Adresse in der gleichen Stadt suchen können. Die Eingabe des Landes und des Ortes können Sie sich in diesem Fall nämlich sparen. Je mehr Details Sie eingeben, umso konkreter kann Sie anschließend das Gerät navigieren. Tippen Sie beispielweise auf die Schaltfläche "Ort", wechselt die Darstellung zu einer virtuellen Tastatur. Die Schaltflächen für die einzelnen Tasten sind groß genug, so dass eine Bedienung mit dem Finger normalerweise kein Problem darstellt. Alternativ ist hinter dem Gerät an der Halterung ja immer noch der Zeigestift vorhanden. Über dem virtuellen Tastenfeld befindet sich wiederum eine Zeile mit Schaltflächen der zuletzt angesteuerten Orte. Auch das kann zu einer beschleunigten Eingabe beitragen, wenn Sie beispielweise zwischen zwei oder drei Orte pendeln. Sobald Sie einen Buchstaben antippen, erscheint in der Zeile über der Tastatur eine Auflistung möglicher Treffer. Dabei zeigt das Gerät drei Vorschläge an, die sich zunächst an der Wahrscheinlichkeit orientieren. So löst die Eingabe des Buchstaben "B" aus, dass Schaltflächen mit den Städtenamen Berlin, Bremen und Bochum erscheinen. Je mehr Buchstaben Sie eingeben, umso konkreter ist dann der Abgleich mit möglichen Treffern. Neben der Eingabe von Land, Ort, Straße und Hausnummer gibt es noch weitere Möglichkeiten, ein Ziel zu definieren. Dazu gehört beispielweise auch die Eingabe von Koordinaten. Nicht zuletzt ist auch die Suche nach Sonderzielen möglich. Während der Navigation profitieren Sie vom Widescreen-Display des Medion E4235. Nenn hier haben Sie die Auswahl zwischen nicht weniger als fünf verschiedenen Darstellungsmodi. Stellen Sie die Kartenansicht "Nur Karte" ein, zeigt das Medion E4235 zwar vom rechten bis zum linken Bildschirmrand einen aktuellen Kartenausschnitt, wobei Sie zudem noch die Wahl zwischen einer zwei- und einer dreidimensionalen Ansicht haben. Im "Splittscreen"-Modus teilt sich der Bildschirm. Rechts stehen zwei Drittel dür die Kartendarstellung zur Verfügung. Das Drittel an der linken Seite zeigt einen Pfeil für die nächste Fahranweisung. Diese Aufteilung des Bildschirms ist eine feine Sache und sorgt für eine sinnvolle Nutzung des Widescreens. Eine weitere Möglichkeit ist der komplette Verzicht auf die Kartendarstellung. Dann ist das gesamte Display von Richtungspfeil und den Informationszeilen geprägt. Wirklich Sinn ergibt es wohl nur für Autofahrer, die sich möglichst wenig von einer Karte ablenken lassen wollen. Weit Interessanter erscheinen uns da die beiden anderen Möglichkeiten, die jeweils einen Wechsel der Bildschrim-Darstellung bei Annäherung an eine Kreuzung beziehungsweise eine Ausfahrt oder einen Kreisverkehr auslösen. Sie können sich während der Fahrt die Karte anzeigen lassen, und bei Annäherung wechselt das Navi in den Pfeilmodus. Die errechnete Route erfolgte stes sehr schnell eine Neuberechnung. Wirklich erstaunlich in dieser Preisklasse ist die "Text toSpeech"-Funktion. Fazit: Das Medion GoPal E4235 ist ein ausgereiftes Einsteiger-Modell mit einer hinsichtlich des Preises bemerkenswerten Ausstattung. So glänzt es mit einem Widescreen-Display, dem eingeuaten TMC-Modl, schnellen Berechnungen und der Text-to-Speech-Funktion. Überzeugt hat im Navi Test die Navigator-4-Software. Sie ermöglicht eine problemlose Eingabe von Adressen sowie vielfältige Einstellungen. Besonders effektiv ist der Splittscreen-Modus, der links einen Richtungspfleil und rechts die Karte zeigt. So wird das Widescreen-Display optimal genutzt.

