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Navigationsgerät Medion GoPal P5255

Das Medion GoPal bietet mit dem Fingerscanner auch ein eher exotisches Menü. Mit dem Medion GoPal P5255 schickt Medion ein neues mobiles Navi auf die Strecke. Das Navi soll unter anderem mit Sprachsteuerung und einem speziellen Sicherheitssystem per Scanner überzeugen.

Medion GoPal P5255 Navitest: Display, Kartenmaterial, Sprachansage

Vor dem ersten Einschalten des Navis besteht die Möglichkeit, zwischen einer erweiterten und einer einfachen Anzeige zu wählen. Bei dem erweiterten Menüstruktur kann man sich allerdings schon mal in den Tiefen der einzelnen Bildschirme verirren. Leider gibt es auch keinen "Nach Hause Button", der aus jeder Position wieder zurück auf den Startbildschirm führt. Das Menü ist im Grunde recht übersichtlich gestaltet, in der Kartenansicht findet sich außerdem eine Taste zum sogenannten "Quick Menü". Vier Felder mit individuellen Funktionen können dort belegt werden, um diese schnell aktivieren zu können.

Das Medion GoPal P5255 bietet Kartenmaterial von 44 europäischen Ländern.

Das 4,7 Zoll mit 480 x 272 Bildpunkten Display reagierte im Navi Test sehr gut auf Eingaben, was nicht zuletzt auf den 600-MHz Prozessor zurückzuführen ist. So gut und leuchtstark die Anzeige auch ist, nach kurzer Zeit ist das Display mit Fingerabdrücken bedeckt. Leider ist bei Sonneneinstrahlung die Lesbarkeit einschränkt.

Wer sich nicht auf Anhieb mit den einzelnen Funktionen auskennt, kann mit einem Tastendruck entsprechende Hilfetexte aufrufen. Prinzipiell ist die Erklärung der einzelnen Menüs sehr gut, es erspart den Blick in das Handbuch. Die Texte für die Erläuterungen sind relativ umfangreich. Adleraugen voraus, denn einige Menüpunkte werden relativ klein dargestellt. Bei den wichtigsten Punkten im Menü ist die Schrift jedoch klar lesbar, und auch die auf dem Touchscreen dafür vorgesehenen Felder sind ausreichend groß. Deshalb wird der mitgelieferte Stift wohl meist in seiner Halterung bleiben können.

Der Fahrer kann das Medion GoPal P5255 via Spracheingabe steuern. Dazu genügt ein langer Druck auf das Display, nach einem Signalton kann der Benutzer dann beispielsweise die Lautstärke oder die Kartenansicht verändern oder aber ein neues Fahrziel eingeben. Dies funktionierte im Navi Test sehr gut aufgrund der einfachen Bedienung ist dies also ein echter Mehrwert und Sicherheitsgewinn für den Fahrer.

 

Medion GoPal P5255 Test: Anzeige

Die Kartenanzeige wirkt wie das Menü ein wenig überfrachtet. Es scheint, die Navi-Entwickler wollten möglichst viele Informationen auf den 4,7 Zoll Bildschirm unterbringen. So sind etwa die aktuelle Geschwindigkeit oder die erwartete Ankunftszeit aufgrund der relativ kleinen Schrift recht schwer ablesbar. Die Anzeige des Kartenmaterials an sich ist aber vorbildlich gelöst, auch die Darstellung des Höhenprofils der Umgebung sieht sehr gut aus. Hervorzuheben ist auch die flüssige Animation während des Fahrens, hier kann der schnelle Prozessor seine Stärken voll ausspielen.

Doch auch ohne dauernden Blick auf das Display wird der Fahrer sicher zum Ziel gelotst, denn die Sprachanweisungen sind klar formuliert und lassen auch dank Text to Speech keine Missverständnisse aufkommen. Die Neuberechnung erfolgt innerhalb sehr kurzer Zeit.

Medion GoPal P5255 Test: TMCpro, Scanner, FM-Transmitter

Ebenfalls sehr praktisch ist die Ansage von aktuellen Verkehrsinformationen auf Sprachkommando. Das Medion GoPal P5255 ist hierfür mit TMCpro ausgerüstet, leider muss die TMC Antenne separat angesteckt werden und ist nicht wie bei vielen anderen Navigationssystemen in das Ladekabel integriert. Zur Sicherheit im Verkehr trägt der Geschwindigkeitswarner bei. Unter diesem Menüpunkt kann der Fahrer einstellen, wann das Navi bei einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit den Fahrer warnen soll.

Eine Spielerei ist unterdessen der eingebaute Scanner an der Oberseite des Navis. Damit kann das Navi vor unerlaubten Zugriff geschützt werden. Den Fingerscanner dürften aber die wenigsten Nutzer tatsächlich einsetzen.

Etwas unverständlich ist allerdings, das ein Bluetooth-Freisprecheinrichtung fehlt, dieses gibt es nur im teureren Navimodell P5455. Somit dürfte das P5255 eines der ganz wenigen Oberklasse Navis in der Preiskategorie über 200 Euro sein, das dem User keine Freisprechfunktion bietet. Dafür hat Medion einen FM-Transmitter in das Gehäuse eingebaut, über den die Sprachausgaben oder auch MP3 Lieder an die Autolautsprecher geschickt werden können.

Fazit zum Medion GoPal P5255: Insgesamt hat Medion mit dem GoPal P5255 ein gutes Navigationsgerät auf den Markt gebracht, das mit vielen ausgereiften Dingen punkten kann. Wenn auch das Menü stellenweise etwas überladen wirkt, so ist die Kartendarstellung gut gelungen, und dank eines schnellen Prozessors mit flüssiger Animationen jeden User gefallen wird.