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Medion GoPal E4435 Navi-Test

Das Medion GoPal E4435 verfügt über ein 4,3-Zoll-Display mit einem Gewicht von von 173 Gramm. Es zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise und einem schwarzen Kunststoff-Gehäuse mit Klavierlack- Optik aus. Die Produktbezeichnung hat Medion jeweils in einem kleinen Silbermetallic-Element am unteren Rand plaziert. Rund um das Gehäuse finden sich keine Besonderheiten. An der Oberseite ist der Ein/Ausschalter plaziert. An der Linken Seite des GoPal E4435 befindet sich ein kombinierter Anschluss für die mitgelierferte TMC-Wurfantenne beziehungsweise einen Kopfhörer. Die untere Seite des Navis ist mit einem Mini-USB-Port ausgestattet. Er dient primär als Anschlusspunkt für das mitgelieferte Ladekabel. Schließlich ist noch ein Steckplatz für eine SD-Card vorhanden. Im Regelfall ist er frei, denn das Kartenmaterial ist im internen Speicher installiert. Auf der Speicherkarte kann sich zusätzliches Kartenmaterial befinden. Beim E4435 ergibt auch das Kopieren von MP3 Dateien oder JPEG-Bildern auf die Speicherkarte Sinn, denn dieses Gerät ist in der Lage, Musik abzuspielen und Bilder anzuzeigen.

 

Halterung

Die Halterung wirkt auf den ersten Blick sehr konventionell und besteht aus zwei Kunststoffteilen, die ineinnander verhakt werden. Wäre da nicht eine kleine zusätzliche Halterung für einen Zeigestift. Auf diese Idee ist bislang kein anderer Hersteller gekommen! Nicht im Navi selbst, sondern an der Halterung ist also ein Stift platziert, der dann zum Einsatz kommen kann, wenn die eigenen Finger zu groß sind, um das gerät verlässlich über Eingaben auf dem Touchscreen zu bedienen. Über das Innenleben schweigen auch die Medion-Hersteller. Welcher Prozessor-Typ und welcher GPS-Empfänger zum Einsatz kommt, bleibt also offen. Fakt ist dass alle Komponenten im Gerät stecken. Beim E4435 ist zusätzlich ein Bluetooth-Modul integriert. Es ermöglicht die Nutzung des Gerätes als Freisprecheinrichtung für ein Mobiltelefon, sofern auch dieses über die Bluetooth-Technik verfügt. Das Kartenmaterial mit 43 europäischen Ländern ist im internen Speicher installiert.

Aktuelle Navi-Software

Im Medion GoPal E4435 kommt eine aktuelle Variante der "Navigator PE 4.5" Software zum Einsatz. Ein Antippen der großen Schaltflächen ist problemlos mit den Fingern möglich. In der obersten Zeile sind die zuletzt ausgewählten Ziele zu sehen. So reicht ein Antippen, um diese Adresse erneut als Ziel zu definieren. Alternativ lässt sich an dieser Stelle ein neues Ziel eingeben, ein Sonderziel auswählen oder ein gespeicherter Favorit als Ziel bestimmen. Auch das Ändern einer schon gewählten Route ist möglich. Wie manch anderer Hersteller auch, blendet nun auch Medion für die Eingabe einer Adresse eine Tabelle ein. Hier lässt sich wahlweise die Kombination Ort/ Straße oder eine Postleitzahl eingeben. Die zuletzt eingegebene Adresse deint als Vorgabe, so dass Sie schnell eine andere Adresse in der Stadt suchen können. Die Eingabe des Landes und des Ortes können Sie sich in diesem Fall nämlich sparen. Je mehr Details Sie eingeben, umso konkreter kann Sie anschließend das Gerät navigieren.

Tippen Sie beispielsweise auf die Schaltflächen "Ort", wechselt die Darstellung zu einer virtuellen Tastatur. Sie ist beim E4435 auf drei Zeilen verteilt. Alternativ ist hinter dem Navi an der Halterung ja immer noch der Zeigestift vorhanden. Über dem virtuellen Tastenfeld befindet sich wiederum eine Zeile mit Schaltflächen der zuletzt angesteuerten Orte. Auch das kann zu einer beschleunigten Eingabe beitragen, wenn Sie beispielsweise zwischen zwei oder drei Orte pendeln. Sobald Sie einen Buchstaben antippen, erscheint in der Zeile über der Tastatur eine Auflistung möglicher Treffer. Auf die gleiche Weise ist die Eingabe eines Straßennamens vorgesehen. Ist auch er definiert, springt die Software automatisch zur Eingabe der Hausnummer, wobei die Tastatur wechselt und eine Eingabe von Zahlen ermöglicht. Zwei Schaltflächen darüber erlauben entweder die Suche nach Kreuzungen mit anderen Straßen oder die Definition der Straßenmitte als Ziele. Das ist alles sehr praxisnah programmiert.

Weitere Möglichkeiten ist die Eingabe von Koordinaten. Nicht zuletzt ist auch die Suche nach Sonderzielen möglich. Sie wählen zunächst die Kategorie aus und entscheiden dann, ob Sie ein solches Sonderziel an einem bestimmten Ort, in der Nähe des aktuellen Standortes entlang der Strecke oder am Zielort suchen wollen. Ist das Ziel auf eine oder andere Weise festgelegt, blendet die Software einen kleinen Kartenausschnitt und die Adresse zur Kontrolle ein. Zugleich besteht die Möglichkeit die Adresse mit Hilfe kleiner Schaltfläschen am unteren Bildrand als Favorit oder als Heimatadresse zu speichern sowie die Optionen für die Routenberechnung zu ändern. Hierzu wechselt die Software auf eine übersichtliche Seite auf der sich der Fahrzeugtyp und die Art der Route festlegen lassen. Das mobile Navigationsgerät Medion GoPal E4435 verfügt über ein TMC-Modul, welches sich auch definieren lässt, ob Sie den gemeldeten Stau nicht, automatisch oder erst nach Rückfrage umfahren wollen.

Das teuere E4435 benötigt für eine Routenberechnung etwas länger Zeit (800 km in 12,3 Sekunden). Umfangreichere Routen dagegen von ca. 200 Kilometern werden in ca. 15 Sekunden errechnet.

Spracherkennung integriert

Medion GoPal E4435 hat neben der Möglichkeit der Eingabe eine weitere Variante im Navi integriert. Es verfügt nämlich auch noch über eine Spracherkennung, die sehr hilfreich sein kann. Ein längeres Berühren des Display an einer beliebigen Stelle schaltet in diesen Modus. Zu erkennen ist er daran, dass die einzelnen Schaltflächen nun in eine Art "Sprachblasen" verwandelt sind. Dementsprechend erwartet das Gerät von Ihnen die Ansagen. Teilweise hilft auch eine Stimme und sagt an, welche Spracheingabe jetzt von Ihnen erwartet wird. Das klappt insgesamt sehr gut. Im Gegensatz zur Spracherkennung der ersten Generation sind Sie nämlich nicht darauf beschränkt, dass das Navi "trainiert" wird. Es erkennt vielmehr alle Eingaben und setzt sie entsprechend um. So ist die Spracherkennung ein sinnvoller Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Der E4435 profitiert von seinem großen Display. Ohne Probleme kann im Kartenmodus zwischen zwei- und einer dreidimensionalen Ansicht gewechselt werden. Zudem sind aber oben und unten kleine Bereiche mit zusätzlichen Informationen zu sehen. So zeigt das Gerät oben unter anderem den aktuellen Straßennamen und den Ladezustand des Akkus an. In der Zeile unten informiert das Gerät über die aktuelle Geschwindigkeit, die bisherige Durchschnittsgeschwindigkeit, die errechnete Ankunftszeit sowie die verbleibende Entfernung und die Restfahrzeit. In der Kartendarstellung eingeblendet werden Symbole zum Ändern der Lautstärke, zum Aufrufen der Telefon-Software sowie zum Zoomen der Karte. Auf dem E4435 aber sind zu viele unwichtige Details rechts und Links der aktuellen Fahrtroute zu sehen. Aber die "Navigator 4"-Software kann auch anders. Im "Splittscreen"-Modus bleibt zwar die Informationszeile am unteren Bildrand unverändert. Darüber aber teilt sich der Bildschirm. Rechts stehen zwei Drittel für die Kartendarstellung zur Verfügung. Damit verschwinden die unwichtigen Details an den Rändern, und dennoch bleibt der Kartenausschnitt groß genug. Das Drittel an der linken Seite zeigt nun aber einen Pfeil für die nächste Fahranweisung. Diese Aufteilung des Bildschirms ist eine feine Sache und sorgt für eine sinvolle Nutzung des Widescreen.

Eine weitere Möglichkeit ist der komplette Verzicht auf die Kartendarstellung. Dann ist das gesamte Display vom Richtungspfeil und den Informationszeilen geprägt. Wirklich Sinn ergibt er wohl nur für Autofahrer, die sich möglichst wenig von einer Karte ablenken lassen wollen. Weit interessanter erscheinen da die beiden anderen Möglichkeiten, die jeweils einen Wechsel der Bildschirm-Darstellung bei Annäherung an eine Kreuzung beziehungsweise eine Ausfahrt oder eine Kreisverkehr auslösen. Sie können sich während der Fahrt die Karte anzeigen lassen, und bei Annäherung wechselt das Gerät in den Pfeilmodus. Im Navi-Test von E4425 stand ein leerer Bildschirm am Anfang zur Verfügung. Dies hat Medion im GoPal E4435 mit der neuen Software verbessert. Insgesamt bietet Medion derzeit wohl die beste Aussnutzung auch nicht auf eine bestimmte Darstellung festgelegt wird.

Die errechneten Routen waren sinnvoll und die Fahranweisungen präzise. Beim Abweichen von der errechneten Route erfolgte stets sehr schnell eine Neuberechnung. Wirklich erstaunlich in dieser Preisklasse ist die "Text to Speech"-Funktion. Sie sorgt dafür, dass bei einer Fahranweisung nicht nur ein "Biegen Sie in 100 Metern nach rechts ab" zu hören ist, sondern zusätzlich wird eine Straßenname angesagt. Mit so präzisen Anweisungen kann während der Fahrt eigentlich nichts mehr schief gehen.

Fazit: Medion verteitigt seinen Ruf als Anbieter preiswerter Navigationssyteme eindrucksvoll. Eine kleine Preissensation ist das GoPal E4435, das für 199 Euro zusätzlich ein Widescreen-Dispaly, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, eine Spracherkennung und umfangreiches Kartenmaterial zu bieten hat und sich als auch MP3-Player nutzen lässt. Überzeugt hat im Navi die Navigator-4-Software. Sie ermöglicht eine problemlose Eingabe von Adressen sowie vielfältige Einstellungen. Insbesondere beim E4435 sind die Varianten zur Bildschirm-Darstellung zahlreich. Die zusätzliche Fläche auf dem Widescreen-Display lässt sich beispielsweise mit enem Splitscreen-Modus optimal ausnutzen, der links einen Richtungspfeil und rechts die Karte zeigt.