Medion GoPal P4425 Navi Test
Im Medion GoPal P4425 vereint so ziemlich alles, was sich derzeit in ein Navigationssystem stecken lässt.
Das Medion GoPal P4425 ist mit der neuen Software Navigator PE 4.0 auf dem Markt gekommen. Die Abmessungen liegen bei 12,5 mal 8,1 mal 1,7 Zentimeter, womit das P4425 auffallend dünn ist. Für die Hemdtasche ist ein Navi dieser Kategorie nun einmal zu groß und mit 210 Gramm auch etwas zu schwer.
Das Gehäuse ist komplett schwarz. Allerdings glänzt die Farbe, so dass es zu Spiegelungen kommen kann.
Die Bedienung erfolgt nämlich fast ausschließlich über das Touchscreen Display. Grundsätzlich lässt sich alles mit dem Finger auswählen und bestätigen. Einige Symbole sind allerdings recht klein geraten. so ist es gut, dass ein Zeigestift zur Serienausstattung gehört. Er findet an der Rückseite auch einen festen Platz.
Das Display misst 4,3-Zoll. Im Gerät steckt alles, was ein aktuelles Navi bieten kann. An erster Stelle ist ein Centrality Atlas III Empfänger für die GPS Signale. Auch die Antennen ist integriert, so dass es keine abstehenden Geräteteile gibt. Der Empfang war im Navi Test stets sehr gut. Nur bei der Positionsbestimmung während der Fahrt gab es Verzögerungen. Das wirkte sich beispielsweise nach Tunnelfahrten negativ aus.
Eine Weiterberechnung nach der Tunnelfahrt wurde im Navi Test nicht vorgenommen. Erst ca. 1- 2 Kilometer später wußte das Navi P4425 die richtige Position.
Ein 396 MHz Prozessor gehört ebenso zum Innenleben wie ein Bluetooth Freisprecheinrichtung. Aktuelle Verkehrinformationen lassen sich über das enhaltene TMC Modul übertragen. Dieses Modul ist auch als TMC Pro nutzbar.
Fingerabdruck Leser eingebaut
Medion P4425 hat mit als einziges Navi Gerät einen Fingerabdruck Leser eingebaut. Er soll als Diebstahlschutz dienen. Aktivieren Sie dessen Funktion, können nur berechtigte Personen das Navi nutzen. Im Navi Test 2008 zeigte sich das Finger Lese Gerät als nicht so überzeugend. Ein schnelles oder zu langsames Ziehen des Fingers über den Leser löste einige Fehlfunktionen aus. Das Medion P4425 sollte aber nicht im Auto belassen, denn der Versicherungsschutz ist fraglich bei einigen Gesellschaften.
Das Kartenmaterial befindet sich auf einer mitgelieferten 2GB SD Card, so dass sich alle von Navteq erfassten 41 europäischen Länderkarten darauf speichern lassen. Medion hat sie bereits vorinstalliert. Kaufen Sie das Gerät direkt beim Hersteller, erwerben Sie gleichzeitig ein kostenloses Update auf die Karten des ersten Quartals 2008. Der Preis von 379 Euro enthält eine Aktiv Halterung im Lieferumfang. Und sie kann mehr als nur die TMC-Antenne und das Ladekabel aufnehmen. In der Halterung befindet sich nämlich auch ein FM-Transmitter. Mit seiner hilfe lässt sich die Audio Ausgabe auf das Autoradio umlenken. Dazu steckt ein leistungsschwacher UKW Sender, eben jener FM-Transmitter, in der Halterung.
Über die Software des P4425 lässt sich die Frequenz einstellen, auf der dann das Navi sendet. Das Autoradio empfängt diese Signale. Auf diesem Weg können Sie die Fahranweisungen ebenso hören wie beispielweise die MP3 Songs, die das Medion ebenfalls wiedergeben kann.
Neue Navigations-Software
Das P4425 ist das erste Medion Navi im Test, das mit der neuen Navigator PE 4.0 Software ausgestattet ist. Wer ein Medion Gerät mit der Vorgänger Version 3.0 kennt, dürfte sich schnell zurecht finden. Die Eingabe einer Adresse erfolgt jetzt anhand einer Tabelle. Hier lässt sich wahlweise die Kombination Stadt / Straße oder eine Postleitzahl eingeben. Am unteren Rand des Eingabefensters ist auch die Möglichkeit einer Koordinaten Eingabe zu finden. Die virtuelle Tastatur mitsamt der darüber eingeblendeten Stadt/ Straßennamen mit Übereinstimmungen hat sich nicht verändert. Verbessert wurde die Möglichkeit der Sprachsteuerung. Nun lässt sich auf diesem Weg nicht nur das Ziel eingeben, sondern das Menü ebenfalls per Sprache steuern. Das funktionierte auch sehr gut. Die Routenberechnung sind für kurze Strecken länger, wie für längere Strecken.
Durch die neue Software wird erstmalig das Widescreen Display richtig gut ausgenutzt. Er zeigt links einen großen Pfeil für die nächste Fahranweisung und rechts daneben den aktuellen Kartenausschnitt. Wem das zu wenig Karte ist, dem stehen zwei weitere Optionen zur Auswahl 1. Eine permanente Einblendung der Karte oder ein Wechsel aus Karten- und Pfeil Modus. Letzterer zeigt bei angemessener Entfernung vor dem Abbiegen auf dem ganzen Bildschirm einen großen Pfeil mit der Fahranweisung. Irretierend ist bei diesem Wechsel zwischen den zwei Darstellungspunkten allerdings, dass für wenige Sekunden ein leerer Bildschirm zu sehen ist. Am unteren Bildrand finden Sie zusätzliche Informationen wie verbleibende Fahrstrecke und -dauer. Diese sind recht klein und aus etwas Entfernung schwer ablesbar.
Während der Navi Test Fahrt wurde eine präzise Fahranweisung und eine schnelle Neuberechnung beim Abweichen von der Route durchgeführt. Korrekt angezeigt dank aktueller Navteq Software sind die Tempolimits. Bei Überschreiten der Geschwindigkeit, erklang eine Ansage "Bitte beachten Sie die Höchstgeschwindigkeit".
Fazit: Das GoPal P4425 von Medion bietet viel für das Geld. Es vereint umfassendes Kartenmaterial für 41 europäische Länder, ein Widscreen Display, eine Bluetooth Freisprecheinrichtung, einen Fingerabdruck Leser als Diebstahlschutz sowie einen MP3 und Video Player. Gut ausgefallen im Navi Test 2008 war die neue Medion Software. Sie bietet vor allem eine sinnvolle und zugleich variable Nutzung des Widscreen Displays.

