Magellan Maestro 4225 im Navi Test
Das Maestro 4225 zählt dabei zu den High End Versionen, denn es vereint nahzu alles was derzeit in Navigationssystemen zu finden ist. Und das alles steckt in einem durchaus kompakten Gerät. Sein schlankes Aussehen bringt ein Widescreen Display von 4,3-Zoll in der Diagonalen. Am Maestro sind nur ein Ein- und Ausschalter befestigt, denn die Bedienung wird durch die Touchscreen Technologie ermöglicht. Wie viele Navis ist das Gehäuse am Maestro 4225 mit einer Klavierlack-Optik versehen.
Die Halterung, bestehend aus vier Teilen wird durch zwei Gelenke miteinander verbunden. Im Navi Test verwakelte das Navi nicht ein einziges mal und das Ablesen war perfekt. Am Arm der Halterung wurde gespart und man sollte vor dem Kauf daran denken ob Sie nicht zu kurz wird.
Im Gehäuse ist ein Prozessor, Arbeitsspeicher bis zum GPS Empfänger alles vorhanden, was für eine mobile Navigation notwendig ist. Für das Freisprechen ist eine Bluetooth Freisprecheinrichtung an Bord. Das wählen kann der User über das Touchscreen Display erledigen. Schließlich darf ein TMC Modul nicht fehlen für wichtige Verkehrsmeldungen. Die störende Wurfantenne wurde durch eine Einbindung im Ladekabel ersetzt.
Das Kartenmaterial ist im internen Speicher abgelegt. So bleibt der SD Card Steckplatz frei. Im Navi Test wurde aber festgestellt, das keine Abspielfunktion für MP3 verhanden ist. Das installierte Kartenmaterial langt von Österreich, die Schweiz, Italien, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Dänenmark, Norwegen, Schweden, Finnland, Spanien, Portugal, Frankreich, Großbritanien, Irland bis hin nach Nordirland.
Nach dem Einschalten können Sie die Sprache im aufgeräumten Menü vornehmen. Durch die drei Hauptsymbole gelangen Sie sehr schnell zur Adresseingabe sowie zu den Sonderzielen. Ein Pfeil rechts führt sie zu weiteren drei Menüpunkten, dem Tripplaner, den Sonderzielen und die Benutzeroption. Am unteren Bildrand sind drei kleinere Symbole vorhanden, die eine Navigation zur Heimatadresse, die Suche nach einer Autowerkstatt oder den Telefonmodus starten. Da ein Widescreen Display vorhanden ist, hätten eigentlich mehr Symbole Platz gehabt. Wie auch bei seinen Vorgängern stellt die Adresseingabe die häufigste Funktion dar. Dabei ist es möglich durch die aktuelle Position ein Stadtzentrum ausfindig zu machen und dahin sich navigieren zu lassen.
Eine virtuelle Tastatur mit großen Symbolen lässt eine Bedienung mit dem Finger sowie einem Stift zu. Stehen nur noch wenige Buchstaben bereit, wird eine Liste mit möglichen Treffern angezeigt. Bei der schnellen Routenberechnung lässt sich zwischen schnelle Route, kürzeste Strecke, Autobahn meiden und Autobahn bevorzugen wählen. Weder Fähren noch eine Anpassung an unterschiedliche Fahrzeuge ist möglich. Die Routenzusammenstellung über Deutschland hinaus, birgt am Anfang ein wenig Probleme mit sich, denn um das Zielland auszuwählen, müssen Sie ins Hauptmenü zurück und ein Aufruf der Benutzeroption ist notwendig.
Nach der Routenberechnung wechselt das Maestro in die Kartendarstellung. Auf den ersten Blick nutzt das Navi das Widescreen nicht wirklich richtig aus. Auf der Karte finden Sie Information, die Sie im Regelfall nicht brauchen. Andere werden an den Rand gedrängt. Allerdings ändert es sich, wenn Sie an eine Kreuzung heranfahren, der Bildschirm teilt sich. Rechts finden Sie ein verkleinerte Karte und links recht groß die nächste Fahraktion. Wem das irritiert, kann diese Funktion auch ausschalten. Jederzeit lässt sich auch eine Liste der Fahranweisungen anzeigen. Die errechneten Routen waren sinnvoll und die Fahranweisung kamen stets rechtzeitig. Im Navi Test stellte nach verlassen der Route das Magellan Maestro 4225 eine neue Route bereit.
Fazit: Das Magellan Maestro 4225 von Magellan hat einiges zu bieten. Es kennt Straßen in West-, Mittel- und Südeuropa aber nicht in Osteuropa. Bei der Zieleingabe fällt der umständliche Länderwechsel etwas negativ im Navi Test ins Gewicht. Im Navigationsmodus wurde die Splittung des Bildschirm bei Annäherung an eine Kreuzung positiv gewertet. Extras wie Bluetooth und TMC runden einen begeisternden Eindruck ab. Allerdings ist das Maestro 4225 mit rund 449 Euro etwas zu teuer.