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Garmin Nüvi 765 TFM Test

Das neue Oberklassen-Navi von Garmin Nüvi 765 TFM verfügt über einen Fahrspurassistenten. Das ist zwar eine bei Garmin, nicht aber in der Welt der mobilen Navigationssysteme.

Vor einem Jahr brachte Garmin das Nüvi 760 heraus. Seither hat Garmin zahlreiche neue Navigationssysteme auf den Markt gebracht, darunter auch das Nüvi 860. Wer nun als nächstes High-End-Modell ein Nüvi 960 erwartet hat liegt falsch. Vielmehr baut Garmin in die 7er Reihe neuere Technik und vor allem aktualisierte Software ein. Das Ergebnis nennt sich Nüvi 765 TFM. Das "T" steht dabei für das zum Lieferumfang gehörende externe TMC-Modul und das "FM" für den eingebauten FM-Transmitter. Die Abmessungen sind mit 12,2 mal 7,6 mal 2,0 Zentimetern identisch mit denen des Nüvi 760, das Gewicht liegt mit 184 Gramm etwas höher. Das Gehäuse besteht nun komplett aus schwarzem Kunststoff. Das wirkt zwar im Vergleich mit Geräten, die über Silbermetallic-Elemente verfügen, weniger schick. Aber im Alltag bewährt sich das Nüvi 765 mit seinem Design sehr schnell. Denn Blendefeffekte gibt es hier nicht. Wesentliches Element im Gerät ist das Display. Es dient der Anzeige und der Eingabe mittels Finger oder Zeigestift. Die Diagonale liegt bei 4,3-Zoll und die Auflösung bei 480 mal 272 Bildpunkten. Das Ablesen vom Display ergab keine Schwierigkeiten.

Neben dem FM-Transmitter stecken auch alle weiteren Komponenten im Gerät, die ein aktuelles Navi so braucht. Zwar macht Garmin keine Angaben zum verwendeten Prozessor und GPS-Empfänger, um das gerät zu einem späteren Zeitpunkt auch in einer anderen Konfiguration ausliefern zu können. Doch die extrem schnelle Ermittlung des aktuellen Standortes legt den Verdacht nahe, dass auch im Nüvi 765 TFM aktuelle Sirf-Technologie steckt. Das Kartenmaterial ist intern gespeichert. Dafür verfügt das Nüvi 765 über 2GB internen Speicher. Die mitgelieferten Karten decken 40 europäische Länder ab. Zudem ist eine weitere Karte gespeichert, die 3D-Nachbildungen markanter Bauwerke enthält. Die Kombination beider Karten ist als Standard eingestellt. Wem die Gebäude auf der Karte stören, kann die zusätzliche Karte auch deaktivieren. Garmin Nüvi 765 TFMGarmin bietet dieses Möglichkeit erstmals an und folgt damit einem Branchentrend, denn immer mehr Navi-Hersteller zeigen die Skyline von Frankfurt, oder das Brandenburger Tor in Berlin. Allerdings werden diese Objekte auf dem 765er von Garmin leicht transparent dargestellt. Ein weiteres Manko sind die Proportionen zwischen den Bauwerken und dem Fahrzeug stimmen nicht überein. Dieses virtuelle Fahrzeug war schon immer sehr groß, nur jetzt wird es in Relation zu Gebäuden gesetzt. Und noch eine Neuheit gibt es im Kartenmaterial von Garmin. Darin befinden sich jetzt nämlich auch Darstellungen wichtiger Straßen-Knotenpunkte. Navigon nennt diese Standbilder "Reality View", da die Bilder die Beschilderung anzeigen, wie sie tatsächlich zu sehen ist. Garmin spricht schlicht von Kreuzungsansichten.

Denn bevor Sie das Garmin Nüvi 765 TFM Navigationssystem für die Navigation nutzen können, müssen Sie es im Fahrzeug befestigen. Dazu liegt eine Halterung bei, die aus zwei Kunststoffteilen besteht. Ein Kugelgelenk verbindet beide Teile und sorgt dafür, das sich das Gerät flexibel ausrichten lässt. Die Halterung nimmt an der rechten Seite das mitgelieferte Ladekabel auf, an dem sich auch das TMC-Modul und die UKW-Antenne befinden. Diese Kopplung beider Kabel ist nicht unbedingt sinnvoll, denn stets haben Sie beide Kabel im Auto hängen. Nur, wenn der Akku voll geladen ist und Sie keine TMC-Meldungen benötigen, können Sie ganz darauf verzichten. Dieser Fall kann durchaus häufiger vorkommen, schließlich sind die Aku-Laufzeiten mit nahezu fünf Stunden erfreulich lang. Das Garmin Nüvi 765 TFM beherrscht keinen TMC-Pro-Empfang.

 

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