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Garmin Nüvi 205 Navi Test

Das Garmin nüvi 205 ist nach Meinung vieler Experten das beste mobile Navi, das Sie in der Preisklasse bis 150 Euro derzeit bekommen können. Garmin hat bei diesem Gerät auf die langjährigen Erfahrungen aufgebaut, zugleich aber Verbesserungen im Detail realisiert. So steckt es in einem schwarzen Kunststoffgehäuse, bei dem keine Blendeffekte auftreten. Es geht also auch ohne Silbermetallic.

Nichts geändert hat sich gegenüber den Vorgänger-Navis an der Halterung. Und das ist auch gut so. Denn sie sorgt für einen sicheren Halt an der Windschutzscheibe. Das integrierte Kugelgelenk ermöglicht eine beliebige Ausrichtung. Da die Halterung sehr kurz ist, ist kein Wippen während der Fahrt festzustellen. Einziger Nachteil: Die Halterung rückt das Garmin nüvi 205 sehr nahe an die Windschutzscheibe heran. In LKWs oder größeren Vans ist das Display daher weit vom Fahrer entfernt und entsprechend schlecht ablesbar.

An der Rückseite des Gerätes, also nicht an der Halterung, lässt sich das Ladekabel anschließen. An den Abmessungen hat sich gegenüber der Vorgänger-Generation nichts geändert. Mit 142 Gramm ist das Garmin nüvi 205 nur geringfügig leichter geworden und lässt sich leicht in die Hosentasche stecken. Auch spricht nichts gegen einen Einsatz, wenn Sie als Fußgänger unterwegs sind. Möglich wird die kompakte Bauweise durch das relativ kleine Display. Es misst 3,5 Zoll in der Diagonalen und zeigt 320 mal 240 Bildpunkte.

Es arbeitet mit Touchscreen-Technologie. Nahezu alle Eingaben erfolgen über das Display. Lediglich ein Ein/Ausschalter befindet sich an der Oberseite. Einen Stift für die Eingabe hat Garmin nicht vorgesehen. Es lässt sich natürlich nutzen, gehört aber nicht zum Lieferumfang. Dagegen steckt alles im Gerät, was ein Navi so braucht.

Voran ist das Sirf-III-Modul der neuesten Generation für den Empfang der GPS-Daten sowie die notwendige Antenne. Das elektronische Kartenmaterial befindet sich im Flash-Speicher im Innern des Gehäuses. Es umfasst die Karten von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien. Dabei ist eine grenzüberschreitende Navigation problemlos möglich.

Da sich Garmin bei seiner Einsteiger-Baureihe ganz auf die Navigation konzentriert hat, gibt es zwar einige Software-Extras. Zusätzliche Hardware wie ein FM-Transmitter oder ein Blutooth-Chip zur Verwendung als Freisprecheinrichtung sind jedoch nicht eingebaut.

Wer schon einmal mit einem Garmin-Navi gearbeitet hat, findet sich auch beim Nüvi 205 sofort zurecht. Denn die Software ist bei allen Garmin-Modellen weitgehend identisch. Die teuren Modelle sind lediglich mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Das Hauptmenü ist sehr übersichtlich. Zwei große Symbole führen zur Zieleingabe oder zur Darstellung der Karte. Zwei kleinere Schaltflächen ermöglichen die Anpassung der Lautstärke und den Aufruf des Zubehör-Untermenüs. Hier hat Garmin unter anderem die Einstellungen, den Bildbetrachter, eine Weltzeituhr und einen Taschenrechner untergebracht.

Garmin Nüvi 205T mit TMC-ModulGarmin nüvi 205T mit TMC-Modul! Garmin Nüvi 205T mit TMC-Modul

Ein Ziel lässt sich auf verschiedene Weise definieren. So lassen sich kürzlich gefundene Ziele ebenso aufrufen wie gespeicherte Favoriten. Auch Orte im Umkreis samt Entfernung und Himmelsrichtung listet das Garmin nüvi 205 auf Wunsch auf. In diesem Fall reichen ein Antippen des Listeneintrags und eine Bestätigung, und schon errechnet das Gerät die Fahrtroute.

Natürlich lassen sich auch POIs ansteuern, die Garmin übersichtlich sortiert hat. Bei der klassischen Zieleingabe von Orts- und Straßennamen reichen oft die ersten Buchstaben. Die hierfür eingeblendete virtuelle Tastatur ist auf dem verhältnismäßig kleinen Display gut dargestellt. Probleme bei der Eingabe mit dem Finger gab es im Navi Test auch nicht. Sobald das Garmin nüvi 205 die möglichen Orte oder Straßen auf ein paar eingrenzen kann, erscheinen diese in einer Liste und man kann sie direkt antippen. So umgeht das Gerät auch das Problem, wenn es in einem Ort mehrere gleichnamige Straßen gibt. Über die Liste werden Sie gefragt, welche der zwei oder drei Straßen es denn sein soll. Auf dem Garmin nüvi 205 können Sie auch topografische Freizeit- und Wanderkarten darstellen, die Ihnen noch detailliertere Informationen auf dem Bildschirm anzeigen. Auf freizeit.garmin.de können Sie die Karten der 16 beliebten Naherholungsgebieten zum unbeschränkten Test kostenlos herunter laden.

Die anschließende Routenberechnung erfolgt sehr flott. Maximal 30 Sekunden benötigte das Navi selbst bei langen Strecken über mehrere Ländergrenzen hinweg. Für die Routenplanung können Sie zugrunde legen, ob Sie möglichst schnell ans Ziel kommen oder die kürzeste Strecke fahren wollen. Anpassen lässt sich die Routenberechnung zudem an Auto- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger.

Während der Fahrt blendet das Garmin-Gerät links oben auf dem Bildschirm die Entfernung zur nächsten Fahraktion und gleichzeitig einen Pfeil ein, in welche Richtung es dort geht. Rechts daneben steht der Name jender Straße, in die abgebogen wird. Am unteren Bildrand blendet das Nüvi die aktuelle Geschwindigkeit und die voraussichtliche Ankunftszeit ein.

Tippen Sie auf der Anzeige der Geschwindigkeit zeigt das Gerät einen Bordcomputer, der jede Menge statistische Werte von der Maximal- bis hin zur Durchschnitts-Geschwindigkeit liefert. Jederzeit aufrufen lässt sich das Menü, mit dem sich die Einstellungen ändern lassen. Die Karte steht während der Fahrt natürlich im Mittelpunkt.

Auf dem Garmin nüvi 205 sind Sie mit einem kleinen Fahrzeug unterwegs, dessen Aussehen Sie ändern können. Wie detailreich die Karte sein soll, lässt sich dabei ebenso festlegen wie eine zwei- oder dreidimensionale Darstellung. Die errechneten Routen waren sinnvoll. Die Neuberechnung beim Abweichen erfolgte sehr schnell, war aber mit einem durchaus nervigen "Neuberechnung der Fahrtroute" verbunden. Falsche Hinweise zur Höchstgeschwindigkeit wei bei manchen Konkurrenten gibt es bei Garmin nicht. Denn auf dieses Ausstattungsmerkmal haben die Entwickler auch bei der neuen Geräte-Generation verzichtet.

 

 


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