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Garmin Zumo 400 Test 2008

Das Garmin Zumo 400 lässt sich im PKW oder im LKW einsetzen. Allerdings benötigen Sie dazu eine Halterung, die es nur gegen Aufpreis gibt. Zum Lieferumfang gehört nämlich nur die Halterung, mit der sich das Gerät an einem Motorrad befestigen lässt. So macht Garmin gleich deutlich, welche Käuferschicht die eigentliche Zielgruppe für das Zumo 400 ist.

Negativ ist das Fehlen der Kfz-Halterung für die Windschutzscheibe dennoch. Schließlich besitzen die meisten Motorradfahrer auch ein Auto und würden das nicht gerade preiswerte Zumo 400 bei mancher Gelegenheit auch gerne im PKW einsetzen. Dieses Manko lässt sich zwar beheben, doch kostet die Kfz-Halterung stolze 99 Euro Aufpreis.

Seine spezifischen Stärken spielt das Zumo 400 aber ohnehin erst auf dem Motorrad aus. Zunächst einmal verfügt es über alles, was für die Routenberechnung und Navigation von Nöten ist. Die angepasste Software lässt ein Eingeben einer beliebigen Adresse, die Heimatadresse, gespeicherte Favoriten und POIs zu. So können Sie sich zum nächsten Geldautomat oder zur nächsten Fast Food Filiale navigieren. Bekanntlich meiden Motorradfahrer gerne Autobahnen und planen Routen "über Land". Hierfür ist eine Funktion sehr nützlich. Das Zumo 400 ist nämlich in der Lage gefahrene Strecken abzuspeichern, so dass sich diese auf ein anderes Gerät exportieren lassen. Garmin hat beim "meiden von Autobahnen" ein weiteres Problem: Es meidet dabei auch gleichzeitig die Bundesstraßen.

Dazu zählt insbesondere ein integrierter GPS Empfänger samt Antenne. Das Gehäuse ist mit Abmessungen von 12,2 mal 9,9 mal 4,1 Zentimetern ausgesprochen groß und mit 320 Gramm auch vergleichsweise schwer. Doch das hat seinen Grund. Denn wie erwähnt ist das Zumo primär nicht für die Nutzung im geschlossenen Fahrzeug gedacht, sondern für den Einsatz am Motorrad. Dafür verfügt es über ein Kunststoffgehäuse, das keinen Schaden nimmt, wenn mal ein Spritzer Benzin darauf kommt. Auch gegen Erschütterungen und Vibrationen ist es unempfindlich. Und vor allem ist es wasserdicht und erfüllt dabei den IPX7 Standard. Er verlangt, dass ein Gerät das Untertauchen im Wasser bis zu einer Tiefe von einem Meter 30 Minuten lang übersteht. Beim Zumo 400 ist das der Fall, so dass auch ein intensiver Regen der Technik nichts anhaben kann.

Die Ausrichtung auf Motorradfahrer beschränkt sich nicht nur darauf, dass das Gerät wasserdicht ist. Links neben dem Bildschirm beispielsweise befinden sich vier große Tasten, die sich auch mit Handschuhen bedienen lassen.

Fazit: Das Zumo 400 ist die preiswerteste Variante der Motorrad Navigationssystem, die Garmin anbietet. Verzichten müssen Sie auf eine mitgelieferte Kfz Halterung, ein serienmäßiges TMC Modul und eine Bluetooth Freisprecheinrichtung. Damit entfällt auch die Möglichkeit, dass die Fahranweisungen per Bluetooth in den Helm übertragen werden. Das Kartenmaterial beschränkt sich auf Österreich, Deutschland und die Schweiz. Keine Kompromisse ist Garmin bei der Hardware eingegangen. Das Gehäuse ist wasserdicht und unempfindlich gegen Stöße und Erschütterungen. Das Display ist blendfrei und leuchtstark. Leider treten am Gehäuse leicht störenden Reflektionen auf.

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