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Falk Style-Software Navi Test

Das Falk Style gehört zu den ersten Falk-Geräten das mit der Navigator 8-Software arbeitet. Deren Darstellung ist gegenüber früheren Varianten auf den ersten Blick kaum verändert. Große Symbole bestimmen die Optik der Menüs. Gleich auf vier Seiten ist daher das Hauptmenü verteilt, in dem es sich primär um die Navigationsfunktion dreht.

Funktionen wie der integrierte MP3- und Video-Player, das Adressbuch, der Taschenrechner und eine Übersetzungssoftware sind unter Extras zusammengefasst. Für die Eingabe von Orts- und Straßennamen blendet die Software eine virtuelle Tastatur ein, deren einzelne Tasten recht klein sind. Hier macht sich das 3,5-Zoll-Display negativ bemerkbar. Sollten Sie große Finger haben, empfiehlt sich der Einsatz eines Zeigestiftes. Während der Eingabe blendet das Navi alle nicht sinnvollen Buchstaben aus, was ausgesprochen flott erfolgt. Eine Besonderheit bei der Zieldefinition ist der "Travel-Guide". Hier hat Falk mehrere hundertausend Sonderziele wie Sehenswürdigkeiten und Hotels zu einem elektronischen Reiseführer zusammengefasst. Auf diese Weise ist es möglich, alternativ zur klassischen Zieldefinition mittels Adresseingabe auch zunächst Informationen zu einer Sehenswürdigkeit zu lesen und diese dann als Zielpunkt zu definieren.

Nicht so ganz überzeugen konnte das Falk Style bei der anschließenden Routenberechnung. Sie dauerte insbesondere bei Fahrten über mehrere Ländergrenzen hinweg recht lang. Die Darstellung auf dem kleinen Display wirkt während der Navigation recht gedrängt. Immerhin finden sich während der Fahrt Hinweise über die aktuelle Straße, die nächste Änderung der Fahrtrichtung und die verbleibende Fahrtdauer gemeinsam mit einigen weiteren Informationen am oberen und unteren Bildrand. Oben rechts lassen sich zudem Informationen wie die aktuelle Uhrzeit, die verbleibende Fahrtstrecke, die Geschwindigkeit und die Anzahl der aktuellen TMC-Verkehrsmeldungen einblenden.

Welche Informationen tatsächlich zu sehen ist, lässt sich leicht auswählen. Ein Antippen genügt, um die Informationen zu tauschen. Insgesamt bleibt aber nicht viel Platz für die Kartendarstellung, zumal auch noch zwei halbtranparente Symbole für das Hinein- und Hinaus-Zoomen die Karte überlagern. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachtmodus erfolgt wahlweise manuell oder automatisch. Auf Wunsch passt das Falk Style beispielsweise auch in Tunneln die Helligkeit automatisch an.

Während des Navi Tests erwies sich der Fahrspurassistent als sehr hilfreich. Er zeigt auf Autobahnen und Bundesstraßen frühzeitig die korrekte Abbiegespur. Und praktisch ist auch die eingeblendete Fahrtrichtung auf der Karte. Beim Annähern an eine Kreuzung zeichnet die Software einen Richtungspfeil direkt in die karte hinein. Dei Fahranweisungen kamen stets rechtzeitig und waren präzise. Wie das Falk F10 arbeitet auch das neue Falk Style mit schlauen Routen. Hier lernt das Gerät bei jeder gefahrenen Route hinzu. Berechnet die Software beispielsweise für eine Strecke eine Fahrtdauer von 4:30 Stunden, der Fahrer kennt jedoch eine die nur 4:10 benötigt, so merkt sich das Gerät dieses "schlaue" Route und meldet sie beim nächsten Internetkontakt an Falk. Dort wird die Korrektur in die Karten eingearbeitet und beim nächsten Kartenupdate wieder verteilt.

FalkStyle Jolie Selection

Leider etwas versteckt ist die Möglichkeit, Sonderziele entlang der Route zu finden. Das ist sinnvoll, um beispielsweise die nächste Tankstelle oder einen Schnellimbiss anzusteuern. Allerdings müssen Sie dazu während der Fahrt auf den Pfeil oben links tippen, der Sie zurück ins Hauptmenü führt. Hier geht es mit "Zieleingabe" und dann mit "Sonderziele" weiter. Hier wählen Sie zunächst die Kategorien, also beispielsweise "Tankstellen". Dann wiederum müssen Sie "Entlang der Route" antippen, woraufhin eine Auflistung der Tankstellen erfolgt.

Fazit: Das Falk Style biete einerseits umfangreiche Navigationsfunktionen, Europa-Kartenmaterial und ein TMC-Modul. Andererseits lässt es sich auch als elektronischer Reiseführer oder MP3-Player verwenden. Die kompakte Bauweise hat eine recht gedrängte Darstellung auf dem 3,5-Zoll-Display zur Folge. Leider ist das Display bei Sonnenlicht schwer ablesbar.
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