Falk S 450 Navi-Test
das Falk S450 ist ein solides mobiles Navigationsgerät, das zwar auf Bluetooth und Internetzugang verzichtet, dafür aber mit zuverlässiger Routenführung und einer ausgefeilten Fußgängernavigation im Navi Test überzeugt.
Heute werden immer häufiger auch herkömmliche Auto-Navigationsgeräte als Ersatz für den Stadtplan benutzt, so auch das Falk S450. Das Navigationssystem vom Hersteller United Navigation (Mutterkonzern der Marken Falk und Becker) bietet, wie fast alle Marken- Navigationsgeräte, eine Option zur Fußgängernavigation an.
Falk S450 Test: Navigation, Speicher...
Das Praktische am Falk S450 ist, das der User sich nicht nur zu Fuß lotsen lassen kann. Der Hersteller Falk hat auch die Daten einiger Netze des öffentlichen Personennahverkehrs auf den 4GB großen internen Speicher gepackt. Zwar zeigt das Navi nicht die genaue Abfahrtszeit des nächsten Busses an, aber es leitet zielsicher zur nächsten Bushaltestelle und gibt außerdem an, welchen Bus oder welche Straßenbahn man nehmen muss. Auch Umsteigevorgänge sind in die Anweisungen einkalkuliert, was äußerst anwendungsfreundlich ist.
Falk S450 Navitest: Display, Halterung, TMC...
Dank der praktischen Saugnapfhalterung hält das Falk S450 und lässt sich durch ein Magnet leicht anschließen. Bei der Verkabelung allerdings wird es etwas unübersichtlich, denn das TMC-Kabel ist nicht ins Ladekabel integriert. Werksseitig ist nur TMC verfügbar, die Nutzung des deutlich besseren TMCpro ist nur für drei Monate kostenlos. Nach den 90 Tagen fallen einmalig 29,95 Euro an. Auch die Stauumfahrung bietet das S450 allerdings muss stets manuell die Umfahrung bestätigt werden, außerdem zeigte das Falk S450 Navi im Test mitunter nur Staus an, die 50 bis 60 Kilometer vom Fahrzeug entfernt waren. Weiter weg liegende Störungen erschienen dagegen nicht.
Außerdem werden Straßennamen via Text-to-Speech angesagt. Leider muss der Fahrer die auf der Strecke liegenden Meldungen immer bestätigen, eine etwas lästige Eigenheit von Falk, die sich leider nicht deaktivieren lässt. Ansonsten warnt das Navi rechtzeitig optisch wie auch akustisch vor Staus auf der Strecke und gibt gegebenenfalls Hinweise, wie diese umfahren werden können.
Gespart wurde auch an einer Internetverbindung zur Außenwelt, was bei einen Navigationsgerät von rund 200 Euro kaum zu erwarten ist. Verzicht auf Dienste wie die lokale Google- Suche, Wettervorhersage oder Verkehrsinfos kann durchaus fehlen. Weniger schön ist das Fehlen der Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Viele andere mobile Navigationsgeräte in dieser Preisklasse bieten die Nutzung des Telefons und machen das Navi zur Freisprecheinrichtung.
Beim Falk S 450 stehen 4,3 Zoll Touchscreen Display dem Nutzer zur Verfügung. Das macht sich bemerkbar, wenn es um die Bedienung geht. Im S450 gelingen die Eingaben deutlich sicherer als auf dem kleineren Navibruder.
Am Aussehen hat Falk wohl etwas vergessen? Zwar wirkt das Falk S450 ein wenig edler und feiner, doch ein frischer Anstrich wäre einfach überfällig. Obwohl der Name S450 Assoziationen an souverän motorisierte Luxuslimousinen weckt, agiert er in Sachen Rechengeschwindigkeit nicht ganz so souverän.
Falk S450 Test: Bedienung....
Dank der ausreichend großen und selbsterklärenden Buttons klappt die Bedienung am Falk S450 tadellos. Auch die Logik des Falk typischen Interface hat der Nutzer schnell verinnerlicht. Diese Eigenheit dürfte der Marke entgegenkommen. Traditionsgemäß finden sich auch die Marco-Polo-Reisetipps an Bord des Falk S450. Eine Neuerung ist hingegen die 3-D- Darstellung. Bei der Navigation selbst gibt sich das Falk S450 indes keine Blöße, alle Features funktionierten im Navi Test gut bis sehr gut. Das beginnt bei der Zieleingabe über das 4,3-Zoll Display, der eine gute Beleuchtungsstärke liefert und präzise auf die Eingaben reagiert.
Allerdings merkt man dem Falk S450 an, dass ein verhältnismäßig langsamer Prozessor verbaut wurde, denn mitunter vergehen ein oder zwei Sekunden, bis das Navi die Eingaben umsetzt. Auch die Einschaltzeit ist mit rund einer Minute länger als bei der Konkurrenz. Die Zielsuche selbst klappte aber dennoch gut, wer sich allerdings einfach nur ins Stadtzentrum navigieren lassen will, wird einen entsprechenden Button vermissen. Dafür kann der User bei jeder Fahrt entscheiden, ob er sämtliche Routenoptionen jedes Mal erneut durchgehen und eventuell ändern möchte oder ob er mit wenigen Klicks zur Routenführung gelangt. überhaupt bietet Falk viele Möglichkeiten zur Individualisierung. Die einzelnen Punkte im ohnehin gut gegliederten Menü können nach Belieben neu angeordnet werden, und auch auf dem Bildschirm können Elemente geändert werden. In den beiden kleinen Feldern unterhalb der Karte können so unter anderem die Entfernung zum Ziel, die erwartete Ankunftszeit, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit oder die Durchschnittsgeschwindigkeit angezeigt werden.
Die Darstellung des Kartenmaterials ist gelungen und nicht so überladen. Sogar eine 3D-Ansicht der Umgebung hat Falk S450 im Navi integriert, allerdings ruckelt die Anzeige sichtlich, was wiederum an dem schwachen Prozessor liegt.
Zusammen mit der vorbildlichen Tunnel- und Kreisverkehrs-Anzeige, dem gut ablesbaren Spurassistent, der realistischen Wiedergabe von Autobahnkreuzen und Signposts verdient sich das Falk in Sachen optische Zielführung ein Lob im Navi Test. Auch beim kleinen Bruder fiel dieser Aspekt schon positiv in die Waagschale.
Die Routenführung hingegen ist vorbildlich, alle Sprachkommandos kamen im Navi Test rechtzeitig und waren eindeutig formuliert.
ähnlich wie beim günstigeren Falk R350 war auch beim S 450 die Qualität der berechneten Routen gut, abgesehen von einem kleinen Verhaspeln im Tunnel. Vorbildlich ist auch die Möglichkeit, zwei Jahre lang kostenlos Updates des Kartenmaterials herunterzuladen.
Fazit zum Falk S450: Nennenswerte Schwächen leistet sich das Falk S450 nicht, Menü, Routenführung und die Fußgängernavigation sind exzellent. Leider fehlen Bluetooth und kostenloses TMCpro. Auch der Prozessor im mobilen Navi ist zu schwach.
