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Falk M8 Navi-Test 2010

Kleine Navis mit 3,5 Zoll Display sind heutzutage oft schon weniger als hundert Euro zu haben. Wenn ein Navi-Hersteller sein Navi dennoch deutlich darüber ein preist, muss das schon besondere Navi-Talente haben. Das Falk M8 3rd Edition kann denn auch einiges, was seinen Preis rechtfertigt. Es unterscheidet sich von den ganz billigen Lotsen durch seinen TMC-Empfänger, der Staumeldungen berücksichtigt. Die ersten 90 Tage ist auch TMC pro inklusive, das bei Gefallen für 30 Euro über den Falk-Navi-Manager dauerhaft nachgerüstet werden kann.

Weiterer Unterschied zu den preiswerten Konkurrenten. Das Falk M8 wirkt dank seines eleganten und gut verarbeiteten schwarzen Gehäuses sehr edel und wertig. Darüber hinaus bietet der integrierte Reiseführer häufig ausführliche Informationen zu Sonderzielen, die teilweise sogar bebildert sind.

Die "schlaue Navigation" von Falk ist vergleichbar mit den IQ-Routes von TomTom. Das Navi lernt von den Routen anderer Falk-Nutzer und berechnet die Strecke abhängig vom wahrscheinlichen Verkehrsaufkommen, unter Berücksichtigung von Wochentag und Uhrzeit. Wie das Falk F12 hat auch das M8 die neue Navigationssoftware und damit Funktionen wie "Stadt Aktiv" an Bord. Das vollmundige Versprechen "Entdecken Sie die wichtigsten Großstädte zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto" hält es aber nicht ganz. Dennoch ist die Integration von öffentlichen Nahverkehr ins Fußgänger-Routing gut gelungen. Aufgrund des 3,5-Zoll Display ist eine Splitscreendarstellung nicht sinnvoll. Eingebaut ist aber ein Fahrspurassistent für Autobahnen, der mit kleinen Pfeilen am unteren Bildrand zeigt, wie man sich einordnen muss.

Falk M8: Kartenmaterial

Falk bietet zum M8 ein 49,95 Euro teures Kartenabo, bei dem man innerhalb von zwei Jahren vier Updates auf das Navi übertragen darf. Hier handelt es sich aber um ein Angebot, das man ebenfalls innerhalb der ersten dreißig Tage nach dem Kauf wahrnehmen muss.
Das auf DVD mitgelieferte Kartenmaterial umfasst tatsächlich 43 Länder. Leider werden diese Karten nur auf DVD mitgeliefert. Auf dem Navi selbst gibt es wahrscheinlich aus Speicherplatzgründen nur das Kartenmaterial Deutschlands und der angrenzenden Länder Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, ÖÖsterreich, Tschechien, Polen sowie von Monaco, Andorra, Italien, San Marino und dem Vatikan.

Alle anderen Länder Europas muss sich der Anwender mit Hilfe des auf DVD mitgelieferten Falk-Verwaltungsprogramms auf das Navi beziehungsweise eine zusätzlich erworbene Speicherkarte kopieren.

Kleiner Navigator ganz groß im Falk M8

Bei der Routenauswahl gab sich das Falk M8 3rd Edition keine Blöße. Es machte keine Schlenker im Navi-Test durch problemlos umfahrene 30er-Zonen und zog die klare Linie einen Zick-Zack-Kurs vor. Die Sprachausgabe hat ein sehr gutes Timing. Der integrierte Lautsprecher neigt bei höheren Tönen allerdings ein wenig zu Verzerrungen, was der Verständlichkeit der Ansagen zwar keinen Abbruch tut, aber doch etwas unangenehm ist. In der Summe seiner Eigenschaften ist der kleine Falk Navigator seinen Preis auf jeden Fall wert.

Das Falk M8 3rd Edition sind zwei grundsolide und zuverlässige Navigationssysteme. Die Benutzeroberfläche macht hin und wieder einen etwas altmodischen Eindruck, aber grundsätzlich ist das Falk M8 absolut einwandfrei. Das M8 enthält Kartenmaterial der für deutsche Anwender geläufigen »Urlaubsländer in PKW-Reichweite«. Möchte man weiter weg, investiert man zehn Euro für eine Micro-SD und installiert sich die anderen Länder dazu. Angesichts des günstigen Verkaufspreises kann man das noch vertreten. Zwei gute Geräte mit moderner Technik, aber einer Oberfläche, die in Sachen Ergonomie nicht mehr überzeugen kann.

Falk Echt-Sicht