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Falk M6 Navi Test

Das mobile Falk der M-Serie gibt jedem User Reistipps in Wort , Bild und Ton mit auf den Weg. Wahlweise lassen sich diese POIs mit einer Bezeichnung auch in der Karte anzeigen. So sehen Sie während der Fahrt, ob sich eine Sehenswürdigkeit entlang der Fahrtstrecke befindet. Diese Informationen decken nicht nur ganz Deutschland, sondern nahezu das gesamte Europa ab. Das Kartenmaterial ist im interene Speicher des Gerätes abgelegt. serienmäßig sind dort die Karten zu 32 europäischen Ländern sowie die Hauptstraßen zu elf weiteren Ländern installiert. Zum Lieferumfang des Navis soll eine DVD gehören, auf der sämtliches Kartenmaterial vorhanden ist. Nur leider fehlte diese im Navi Test. Um beispielsweise auch in Spanien von Haustür zu Haustür navigieren zu können, müssen Sie zunächst Kartenmaterial im Internen Speicher des Navis löschen und das neue Kartenmaterial mit Hife eines PCs installieren. Eine Alternative ist die Nutzung einer Speicherkare mit dem zusätzlichen Kartenmaterial. Für diesen Zweck ist die M-Serie mit einem Steckplatz für Mini-SD-Cards ausgestattet.

Ein mit zusätzlichen Reise-Informationen bestücktes Navigationssystem ergibt natürlich nicht nur im Auto Sinn, sondern ist auch für Fußgänger bestens geeignet. Daher ist es sinnvoll, dass Falk ein besonders kompaktes und leichtes Gehäuse verwendet. Die Abmessungen liegen bei gerade einmal 94 mal 78 mal 15,5 Millimetern und das Gewicht bei nur 128 Gramm. Ein solches Gerät lässt sich locker in die Jacken- oder Hosentasche stecken. Der unerwünschte Nebeneffekt. Ein so kleines Navi kann natürlich kein großes Display besitzen. Es misst daher nur 3,5-Zoll in der Diagonalen und zeigt 320 mal 240 Bildpunkte. Und hierauf wirkt die Darstellung doch etwas gedrängt. Durchaus ärgerlich ist die Farbwahl für das Gehäuse. Zwar wirkt die M-Serie aufgrund der Silbermetallic-Optik sehr hochwertig. Aber bei direkter Sonneneinstrahlung kann es so zu Blendeffekten kommen.

Damit sich das Gerät besonders schnell aus der Halterung im Fahrzeug entfernen lässt, hat Falk bei der M-Serie die gleiche Halterung verwendet, die schon bei den Geräten der F-Serie zum Einsatz kommt. An der Halterung selbst ist kein Mechanismus vorhanden, der das Gerät mit der Halterung verwendet. Vielmehr sorgen kleine Magnete für den festen Halt. Auch ohne bewusstes Hinschauen können Sie so das Navi in die Halterung einsetzen oder es auch aus ihr entfernen.

Rund um das Gehäuse gibt es nur zwei Schalter. Einer davon ist an der Oberseite plaziert und dient dem Ein- und Ausschalten. Hier hat Falk übrigens aus den Fehlern der F-Serie gelernt. Der Schalter ist nicht mehr mittig platziert, sondern rechts. Das soll ein versehentliches Ein- oder Ausschalten beim Entnehmen oder Einsetzen in die Halterung vermeiden. Zudem muss der Schalter drei Sekunden gedrückt werden, um die jeweilige Aktion auszulösen. An der Rückseite ist der zweite Schlater positioniert. Er dient als Hauptschalter. Sollte sich also nach dem Auspacken des Gerätes nichts tun, so könnte er auf "Off" stehen. An der Unterseite sind die Anschlüsse für das mitgelieferte TMC-Antennenkabel und der Mini-USB-Port zu finden. Hier lässt sich das Ladekabel für den Zigarettenanzünder anschließen.

Neue Navi-Software für Falk M6

Das Navi ist mit dem "Falk Navigator 7" bestückt. Diese neue Software-Version unterscheidet sich auf den ersten Blick nur geringfügig vom Vorgänger. Große Symbole bestimmen die Optik der Menüs. Gleich auf drei Seiten ist daher das Hauptmenü verteilt, in dem es sich primär um die Navigations-Funktion dreht. Funktionen wie der integrierte MP3- und Video-Player, das Adressbuch, der Taschenrechner sowie einige Spiele sind unter "Extras" zusammengefasst. Für die Eingabe von Orts- und Straßennamen blendet die Software eine virtuelle Tastatur ein, deren einzelne Tasten recht klein sind. Sollten Sie große Finger haben, empfiehlt sich der Einsatz eines Stifts. Während der Eingabe blendet das Gerät alle nicht sinnvollen Buchstaben aus, was ausgesprochen zügig erfolgt. Gegenüber der Version 6 der Falk-Software sind die Routen-Berechnungen etwas langsamer geworden. Rund 50 Sekunden benötigte das Gerät für die längste Teststrecke. Erfreulich war dabei die Qualität der errechneten Strecken. Stets war die Route nämlich sinnvoll. Und beim Abweichen erfolgte einige flotte Neuberechnung.

Die Darstellung auf dem 3,5-Zoll-Display wirkt während der Navigation recht gedrängt. Immerhin finden sich während der Fahrt Hinweise über die aktuelle Straße, die nächste Änderung der Fahrtrichtung und die verbleibende Fahrtdauer gemeinsam mit einigen weiteren Informationen am oberen und unteren Bildrand. Oben rechts lassen sich zudem Informationen wie die aktuelle Uhrzeit, die verbleibende Fahrtstrecke, die Geschwindigkeit und die Anzahl der aktuellen TMC-Verkehrsmeldungen einblenden. Welche Informationen tatsächlich zu sehen ist, lässt sich leicht auswählen. Insgesamt bleibt nicht viel Platz für die Kartendarstellung, zumal auch noch zwei halbtransparente Symbole für das Hinein- und Hinaus-Zoomen die Karte überlagern. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachtmodus erfolgt wahlweise manuell oder automatisch. Hilfreich ist während der Fahrt der Fahrspurassistent. Er zeigt auf Autobahnen und Bundesstraßen frühzeitig die korrekte Abbiegespur an. Hilfreich ist auch die eingeblendete Fahrtrichtung auf der Karte. Fahren Sie also auf eine Kreuzung zu, zeichnet die Falk-Software in die Karte hinein einen Richtungspfeil auf den Straßenverlauf.

Fazit: Es geht also doch preiswerter! Wem das Merian-Navi für 779 Euro zu teuer war, bekommt mit der M-Serie von Falk ebenfalls ein Navigationssystem mit redaktionell aufbereiteten Reiseführer-Informationen. Auch hier gibt es Bilder und gesprochene Texte. Das Konzept ist ein anderes, denn beim M6 werden die Reise-Infos als POIs ins System eingebunden. In der Praxis dürfte das manchen Autofahrer nicht stören. Denn das Ergebnis ist ein Gerät mit umfangreichem Kartenmaterial und zusätzlichen Reise-Infos zum fairen Preis (229,95 Euro). Schön, dass es zudem ein kompaktes Gerät geworden ist.

 

 

 

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