Falk M2 Navi Test
Das Falk M2 ist ein kompaktes mobiles Navigationssystem, das gleichzeitig als elektronischer Reiseführer geeignet ist. Das Erstaunliche ist zweifellos der Preis, denn das mobile Navi kostet nur knapp 130 Euro.
Bereits vor einem knappen Jahr hat Falk sein M-Serie auf den Markt gebracht. Das Falk M2 ist dennoch einen Navi Test wert. Schließlich arbeitet es mit der neuesten Navigationssoftware, ist mit aktuellen Kartenmaterial ausgestattet und zu einem sehr attraktiven Preis im Handel verfügbar. Zwar gibt es Falk ihn mit knapp 130 Euro an. Doch war das navi im Februar für 99 Euro in Elektronikmärkten erhältlich. Trotz des günstigen Preises vereint das falk M2 zwei Funktionen, nämlich die eines mobilen Navigationssystems und die eines elektronischen Reiseführers. Falk nutzt für die zweite Funktion die Informationen der Marco Polo-Redaktion, die zum gleichen Verlag gehört wie Falk selbst. Das Konzept ist einfach. Die Reiseführerinhalte wurden in POIs umgewandelt. Der Aufruf des Travel Guide ermöglicht zunächst die Festlegung, in welchen Umkreis die Suche starten soll. Das kann am Ziel einer Reise, am akuellen Standort oder in jedem beliebigen Ort sein. Entsprechend erfolgt eine Sortierung der mehr als eine Million POIs. Sortiert in Bereiche wie Sehenswertes, Museen, Essen & Trinken, Einkaufen, Übernachten Messe & Verkehr sowie Kunst & Kultur finden sich hier redaktionelle
Informationen. Jeder einzelne Eintrag lässt sich sofort als Ziel definieren, woraufhin eine Routenberechnung erfolgt. Wahlweise lassen sich diese POIs mit einer Bezeichnung auch in der Karte anzeigen. So sehen Sie während der Fahrt, ob beispielsweise eine Sehenswürdigkeit entlang der Fahrtstrecke vorhanden ist. Diese Informationen decken nicht nur Deutschland, sondern nahezu das gesamte Europa ab. Das Kartenmaterial ist im internen Speicher des Navis abgelegt. Serienmäßig sind dort die Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz installiert. Eine Alternative ist die Nutzung einer Speicherkarte mit zusätzlichen Kartenmaterial. Für diesen Zweck befindet sich an der Unterseite ein Steckplatz für Mini-SD-Cards.
Natürlich ergibt ein mit zusätzlichen Reiseinformationen bestücktes Navigationssystem nicht nur im Auto Sinn, sondern ist auch für Fußgänger bestens geeignet. Umso vorteilhafter ist es, dass Falk ein sehr kompaktes und leichtes Gehäuse verwendet.
Die Abmessungen liegen bei gerade einmal 94 mal 78 mal 15,5 Millimetern und das Gewicht bei nur 128 Gramm. Ein solches Gerät lässt sich locker in dei Jacken- oder Hosentasche stecken. Der unerwünschte Nebeneffekt, das ein so kleines mobiles Navi natürlich kein großes Display besitzt. Es misst daher nur 3,5 Zoll in der Diagonalen und zeigt 320 mal 240 Bildpunkte. Und hierauf wirkt die Darstellung doch etwas gedrängt. Durchaus ärgerlich ist die Farbwahl für das Gehäuse. Zwar wirkt das Falk M2 aufgrund der Silbermetallic-Optik sehr hochwertig. Aber bei direkter Sonneneinstrahlung kann es so zu Bleneffekten kommen. Sie traten beim Navi Test immer wieder auf.
Damit sich das Navi besonders schnell aus der Halterung im Fahrzeug entfernen lässt, hat Falk beim M2 eine sehr komfortable Variante verwendet. An der Halterung selbst ist kein Mechanismus vorhanden, das das mobile Navi mit der Befestigung verbindet. Vielmehr sorgen kleine Magnete für festen Halt. Auch ohne bewusstes Hinschauen können Sie so das Navi in die Halterung einsetzen oder es aus ihr entfernen.
Rund um das Gehäuse gibt es nur zwei Schalter. Einer davon ist an der Oberseite platziert und dient dem Ein- und Ausschalten. An der Rückseite ist der zweite Schalter positioniert. Er dient als Hauptschalter. Sollte sich also nach dem Auspacken des Navis nichts tun, so könnte es auf "Off" stehen. An der Unterseite ist ein Mini-USB-Port zu finden. Über ihn lässt sich das Falk M2 mit Strom versorgen. Zugleich dient diese Buchse dem Datentransfer mit einem PC. Ebenfalls an der Unterseite ist ein Anschluss platziert, der die Beschriftung "TMC" trägt. Doch die hierfür notwendige Antenne gibt es nur in Verbindung mit einem Software-Upgrade, das die TMC-Funktion freischaltet. Das kostet knapp 30 Euro.

