Falk M2 Navigationssoftware Test
Falk liefert das M2 mit seiner aktuallen Navigationssoftware aus. Sie trägt die Bezeichung "Navigator 8". Große Symbole bestimmen die Optik der Menüs. Gleich auf vier Seiten ist daher das Hauptmenü verteilt, in dem es sich primär um die Navigationsfunktionen dreht. Für die Eingabe von Orts- und Straßennamen blendet die Software eine virtuelle Tastatur ein, deren einzelne Tasten recht klein sind. Hier macht sich das 3,5-Zoll Display negativ bemerkbar. Sollten Sie große Finger haben, empfiehlt sich der Einsatz eines Zeigestiftes. Die Darstellung auf dem kleinen Display wirkt während der Navigation recht gedrängt. Immerhin finden sich während der Fahrt Hinweise über die akteuelle Straße, die nächste Änderung der Fahrtrichtung und die verbleibende Fahrtdauer gemeinsam mit einigen weiteren Informationen am oberen und unteren Bildrand. Oben rechts lassen sich zudem Informationen wie die aktuelle Uhrzeit, die verbleibende Fahrtstrecke und die Geschwindigkeit einblenden.
Insgesamt bleibt nicht viel Platz für die Kartendarstellung zumal auch noch zwei halbtransparente Symbole für das Hinein- und Hinauszoomen die Karte überlagern. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachtmodus erfolgt wahlweise manuell oder automatisch. Sehr hilfreich während des Navi Tests war der Fahrspurasssistent. Er zeigt auf Autobahnen und Bundesstraßen frühzeitig die korrekte Abbiegespur. Und praktisch ist auch die eingeblendete Fahrtrichtung auf der Karte. Beim Annähern an eine Kreuzung zeichnet die Software einen Richtungspfeil direkt in die Karte hinein.
Die Fahranweisungen kamen stets rechtzeitig und waren präzise. Wie alle aktuellen Falk-Modelle arbeitet auch das M2 mit "schlauen Routen". Hier lernt das mobile Navi bei jeder gefahrenen Route hinzu. Berechnet die Software beispielsweise für eine Strecke eine Fahrtdauer von 2:30 Stunden, der Fahrer kennt jedoch eine Route, die nur 2:10 Stunden benötigt, so merkt sich das Navi dieses "schlauere" Route. Nutzen lassen sich diese Routenvarianten mit Hilfe der Falk-Webseite. Über sie erfolgt eine Austasuch der von den Nutzern gesammelten Alternativrouten.
Leider etwas versteckt ist die Möglichkeit, Sonderziele entlang der Route zu finden. Das ist sinnvoll, um beispielweise die nächste Tankstelle oder einen Schnellrestaurant anzusteuern. Allerdings müssen Sie dazu während der Fahrt auf den Pfeil oben links tippen, der Sie zurück ins Hauptmenü führt. Hier geht es mit Zieleingabe und dann mit "Sonderziele" weiter. Hier wählen Sie zunächst die Kategorien, also beispielsweise "Tankstellen". Dann wiederum müssen Sie "Entlang der Route" antippen, woraufhin eine Auflistung der Tankstellen erfolgt. Dieses Beispiel zeigt, dass die Falk Software zwar auf den ersten Blick aufgrund der großen Symbole übersichtlich wirkt, tatsächlich aber doch recht umständlich zu bedienen ist.
Fazit: Das Falk M2 ist ein optisch schickes mobiles Navigationssystem. Es navigiert verlässlich innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei es die TMC-Funktion nur gegen Aufpreis gibt. Zudem lässt es sich auch als elektronischer Reiseführer verwenden. Die kompakte Bauweise macht die Mitnahme außerhalb des Fahrzeugs leicht, hat aber eine recht gedrängte Darstellung auf dem 3,5-Zoll Display zur Folge.