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Falk F10 Navi- Test 2008

Sie haben sich schon immer daran gestört, dass Ihr mobiles Navigationssystem stur nach einem Rechenalgorithmus arbeitet und nicht in der Lage ist, zu lernen? Dann dürfte das Falk F10 von Falk für Sie interessant sein. Denn dieses Navi lässt sich überzeugen!

Die meisten Navis errechnen auf Wunsch eine möglichst schnelle oder kurze Route. Manches Modell kann auch eine ökologische Variante berechnen oder sogar eine landschaftlich besonders schöne Streckenführung vorschlagen. Das Falk F10 kennt als weitere Option die "schlaue Route". Dahinter versteckt sich eine Neuheit. Bisher errechnen Navigationssysteme mit der gleichen Vorgabe auch stets die gleiche Route hinzu, wenn Start- und Zielpunkt identisch sind. Eine errechnete Route kann jetzt jedem anderen Falk-Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Routen stehen künftig monatlich zum kostenlosen Download im Internet bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist also, dass ein PC mit Internetzugang zur Verfügung steht. Das gilt übrigens auch für die ergänzenden Tipps, Kommentare und Bewertungen für den Travel Guide, der ebenfalls im F10 installiert ist. Die hier gespeicherten Reisetipps lassen sich entsprechend ergänzen und mit anderen Autofahrern austauschen.

Hinsichtlich der Ausstattung ist das F10 dem F8 ähnlich. So stehen neben der Bluetooth-Technologie auch ein FM-Transmitter sowie Abspiel-Software für MP3 und Video- Dateien als Extras zur Verfügung. Von außen aber unterscheidet sich das F10 in einem Punkt deutlich vom F8. Der Neuling steckt in einem schwarzem Gehäuse, während das F8 mit einem Silbermetallic-Gehäuse ausgestattet ist. Die ärgerlichen Blendeffekte gehören damit endlich der Vergangenheit an. Geblieben ist es bei den kompakten Abmessungen. 118 mal 82 mal 17 Millimeter misst das 190 Gramm leichte.

Damit gehört es zu den besonders kompakten Geräten der Widescreen-Kategorie. Das eingebaute Display misst nämlich 4,3-Zoll in der Diagonalen und zeigt 480 mal 272 Bildpunkte. Auch hier setzt Falk auf Blendfreiheit und hat das Display mit einer Antireflex-Technik bestückt. Sie hat sich beim Navi-Test bewährt. Allerdings wirkt das Bild etwas matt und ist bei direkter Sonneneinstrahlung schlecht ablesbar. Damit sich das Falk F10 möglichst schnell aus dem Fahrzeug entfernen lässt, verwendet Falk auch bei den neuen mobilen Navi seine clevere Magnet-Halterung.

Rund um das Navi finden sich nur wenige Bedienelemente. An der Oberseite ist der Ein-/Ausschalter platziert. Ein Drücken hier bleibt ohne Wirkung, wenn der Hauptschalter an der Unterseite nicht auf "On" steht.

Die Bedienung erfolgt mittels Finger auf dem Touchscreen-Display. Alles weitere, was das mobile Navi braucht, steckt im Gerät. Dazu gehören ein "GlovNav"-Empfänger" für die GPS-Signale, ein Lithium-Ionen-Akku und ein TMC-Modul, das auch TMC-Pro-Meldungen empfangen und auswerten kann. Selbst die notwendige Antenne für den TMC-Empfang steckt im Gerät selbst. So stört die lästige Wurfantenne nicht. Der Empfang ist sehr gut. Ohne jedes Zutun lieferte das Gerät aktuelle Verkehrsmeldungen und berücksichtigte sie bei der Routenplanung. Für Regionen mit schlechter Senderabdeckung lässt sich eine TMC-Antenne anschließen. Nicht zuletzt hat das Falk10 auch einen FM-Transmitter eingebaut. Das Gerät verfügt über 2GB-Flash-Speicher. Hierin ist das Kartenmaterial für Ost-, Mittel- und Westeuropa gespeichert.

Zweifellos ein besonderes Kaufargument ist das im Kaufpreis enthaltene Karten-Abonnement, das für 24 Monate gültig ist. Während dieser Zeit kann alles sechs Monate über das Internet ein Karten-Update bezogen werden. Voraussetzung hierfür ist eine Registrierung innerhalb von 30 Tagen nach Kauf des Navis.

 

Neue Software-Version

Das Falk F10 ist das erste Falk-Navi, das mit der neuen Navigator 8-Software arbeitet. Auf den ersten Blick wirkt die Darstellung gegenüber früheren Varianten kaum verändert. Auf unterschiedliche Weise kann die Zieldefinition erfolgen. So lassen sich zuvor angesteuerte Ziele ebenso aufrufen wie gespeicherte Favoriten. Sonderziele oder Adressen aus dem Travel-Guide können ebenso als Ziel fungieren wie eine beliebige Adresse. Deren Eingabe erfolgt mit Hilfe einer virtuellen Tastatur. Die Bedienung mit dem Finger ist dabei grundsätzlich möglich. Wer große Finger hat, nutzt aber besser einen Stift. Er gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Möglich ist auch die Zieleingabe per Sprachsteuerung. Das klappte erfreulich gut. Die anschließende Routenberechnung erfolgte recht flott. Weniger überzeugend war mitunter die Geschwindigkeit beim Bildaufbau und der Wechsel zwischen den Menüs.

Wie schon bei Navigator 7 steht auch diesmal eine Splitscreen-Variante während der Navigation zur Verfügung. Sie zeigt rechts einen Kartenausschnitt mit einem anderen Maßstab, der für mehr Übersicht über die Route sorgt. Links blendet das Navi die Fahranweisungen mit einem großen Pfeil an. Am oberen Rand sind Hinweise zur verbleibenden Fahrzeit- und Strecke zu sehen. Doch ein Antippen genügt, um diese Informationen beispielsweise gegen die aktuelle Geschwindigkeit oder Höhe auszuwechseln.

Dank des Widescreen-Displays bleibt trotz dieser vielen Zusatz-Informationen genug Platz für die Kartendarstellung in der Mitte. Während der Fahrt überzeugt das Navi mit seinen sinnvollen Routen und den präzisen Fahranweisungen. Der Wechsel zwischen Tag- und Nachtmodus erfolgt wahlweise manuell oder automatisch. Auf Wunsch passt das Falk F10 beispielsweise auch in Tunneln die Helligkeit automatisch an. Als hilfreich erwies sich während der Test der Fahrspurassistent. Er zeigt auf Autobahnen und Bundesstraßen frühzeitig die korrekte Abbiegespur. Und praktisch ist auch die eingeblendete Fahrtrichtung auf der Karte. Beim Annähern an eine Kreuzung zeichnet die Software einen Richtungspfeil direkt in die Karte hinein. Die Fahranweisungen kamen rechtzeitig und waren präzise. Dank der Text-to-Speech Funktion sagt das Falk F10 dabei auch die Straßennamen an.

Fazit: Auch die neue Software-Version von Falk könnte mitunter etwas schneller arbeiten. Davon abgesehen überzeugt das Falk F10 aber uneingeschränkt. Das Gehäuse ist blendfrei, die Hardware umfassend und die Magnet-Halterung clever. Das mitgelieferte Kartenmaterial deckt Europa ab, die errechneten Routen sind sinnvoll und berücksichtigen aktuelle Verkehrsmeldungen. Eine echte Besonderheit ist die Fähigkeit das F10, bei der Routenberechnung auf "Erfahrungen" zurückzugreifen. Eine tatsächlich gefahrene Route, die kürzer oder schneller ist als die errechnete Strecke wird künftig genutzt.