Navi Fahrrad Test Streckenauswahl
In der Praxis darf man von der Streckenauswahl keine Wunder erwarten. Man kommt zwar immer ans Ziel, aber nicht immer über den schönsten Weg für Fahrradfahrer. In unbekannten Terrain spüren die Navis recht zuverlässig die eher wenig befahrenen Strecken auf. Aber es schleichen sich immer wieder Fehler ein. So wird man teils über nicht befahrbare Traktor-Pfade oder sogar Treppen navigiert.
Hier merkt man, dass die Anbieter digitaler Karten mit denselben Problemen zu kämpfen haben wie die Hersteller von Papierkarten, nämlich der Aufnahme und Pflege von Informationen wie der Wegbeschaffenheit oder Verkehrsbelastung von Rad- und Wanderstrecken.
Ausstattung von Fahrrad-Navis
Bei gutem GPS-Empfang, wie bei allen mobilen Navis ein barometrischer Höhenmesser nicht unbedingt benötigt. Auch ein aufwendiger Kompass, der in Schräglage die richtige Richtung zeigen soll, wie bei MyNav und am Oregon, ist kein Muss. Beim Fahren stellt sich bei allen Navis schnell die richtige Richtung ein. Eine interessante Option für Familien auf Fahrradtour könnte Geocaching sein, wo am Wegesrand versteckte Schätze auf dem Navi angezeigt werden und so "gehoben" werden können. Hier eignen sich besonders der Oregon, der Out&Back sowie das Satmap. Diese Navis zeigen die kompletten Beschreibungen zu den jeweiligen Schätzen an. Man erhält sie auf den offiziellen Seiten www. geocaching.com oder opencaching.de. Drei Navis, MyNavi, Aventura und Xplova sind schon im Lieferzustand KFZ-navigationsfähig und verfügen über mitgelieferte Windschutzscheiben-Halter (letzteres nicht bei Xplova). Vielfahrer werden aber TMC,Bluetooth- und andere praktische Auto- Navifunktionen vermissen.
Fazit: Fahrrad Wunsch Navis bleibt vorerst ein Wunschtraum. Auf das selbsterklärende preiswerte Navi mit großem Bildschirm, das alle Fahrradrouten kennt und auf Knopfdruck die optimale Strecke ausspuckt, werden wir noch eine Weile warten. Macht nichts. Denn die aktuellen Navi-Modelle machen ihre Sache gut. Bei der Tourenplanung, der Darstellung auf verschiedenen Karten mit radgerechten Maßstäben und einfacher Bedienung gibt es echte Fortschritte. Die Funktionsvielfalt fordert noch etwas Training bis zur angemessenen Beherrschung. Den Maßstab bei den Funktionen setzt der ComperGPS Aventura, der fast in keinem Punkt Schwächen zeigt und damit das allerdings sehr teure Top Navi im Test ist.
Der Oregon 450 hat neben der großen Funktionalität auch das intuitive Bedienkonzept und ist daher für GPS-Neulinge besonders zu empfehlen.
Unsere Budget-Navi Tipp ist der Out&Back aus dem Hause Lowrance, der insbesondere im Set mit der MagicMaps Scout und Tour Explorer Software schon vollen GPS-Fahrradtourenspaß ermöglicht.
