Blaupunkt TravelPilot 700 im Navi Test
Leistungsstarke Innenausstattung
Die Navigationstechnik im Innern ist vom Feinsten. Blaupunkt setzt einen Centrality-Titan-Prozessor ein, der über zwei CPU-Kerne und eine Taktfrequenz von 500 MHz verfügt. Der integrierte GPS-Empfänger arbeitet mit 32 Kanälen und einem so genannten GPS-QuickFinder. So weiß das Navi schon nach kurzer zeit, wo es sich befindet. Vor allem aber gewährleistet das Innenleben besonders schnelle Routenberechnungen, eine flüssig animierte Anzeige während der Fahrt und lässt genug Leistungsreserven für die Vielzeahl von Anwednungen, die das neue TravelPilot-Modell zudem beherrscht. 8GB Flash-Speicher sind eingebaut. Einen Teil davon belegt das elektronische Kartenmaterial mit 42 europäischen Ländern von Albanien bis Weißrussland. Im einigen Ländern ist das Kartenmaterial von Tele Atlas allerdings noch sehr lückenhaft. Mehr kann Ihnen derzeit kein anderes Navi bieten. Um Staus umfahren zu können, ist das Blaupunkt TravelPilot 700 mit einem TMC-Empfänger ausgestattet. Auch eine Antenne für den Empfang der UKW-Sender ist eingebaut. Allerdings treten in nicht optimal versorgten Bereichen Empfangsprobleme auf. Daher besteht zusätzlich die Möglichkeit, eine herkömmliche Wurfantenne anzuschließen. Obgleich das TravelPilot 700 in der obersten Preisklasse angesiedelt ist, gehört leider nur eine Passiv Halterung zum Lieferumfang. Die Stecker müssen also direkt mit dem Navi verbunden und bei Entnahme entfernt werden. Das macht das schnelle Mitnehmen oder Verstauen im Handschuhfach unmöglich. Die Halterung selbst umfasst drei feststellbare Schraubgelenke, die eine beliebige Ausrichtung ermöglichen. Allerdings ist bei der Ausrichtung zu bedenken, dass die Halterung nicht in den Bereich der eingebauten Kamera rücken sollte. Soll die Kamera genutzt werden, so ist auch eine allzu schräge Ausrichtung zum Fahrer hin nicht sinnvoll. Dann nämlich zeigt das Navi im Video-Modus den Fußweg statt der Straße. Die Stromversorgung erfolgt über das mitgelieferte Kabel zum Anschluss am Zigarettenanzünder. Ärgerlich dabei ist, dass sich das Navi nicht in LKW mit 24 Volt-Netz betreiben lässt. Lediglich an 12 Volt-Steckdosen sind der Betrieb und das Aufladen des internen Akkus möglich. Die selbst entwicklete Navigationssoftware unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von der, die Blaupunkt auch in seinem anderen aktuellen Modellen einsetzt. Grafisch prägnante Symbole erleichtern die Orientierung. Doch im Detail zeigen sich Verbesserungen und Ergänzungen. So ist eine Zieleingabe nicht nur mit Hilfe einer virtuellen Tastatur möglich. Das TravelPilot 700 unterstützt auch eine Spracheingabe. Dabei handelt es sich um eine dialoggesteuerte Eingabe, für deren Aktivierung ein Antippen der Schaltfläche am unteren Rand des Displays genügt. Recht schnell lässt sich so eine zuletzt angesteuerte Adresse wieder als Ziel definieren. Etwas umständlich ist die Eingabe einer neuen Adresse. Hier fordert Sie das Navi mehrfach auf, Sprachkommandos zu geben. Das beginnt mit "Zieleingabe", woraufhin das TravelPilot in eine Tabellansicht wechselt. Hier geht es nun aber nicht Schritt für Schritt vom Land über die Stadt, die Straße und die Hausnummer bis zum Start der zielführung. Sie müssen jeweils zunächst sagen, was Sie per Sprache eingeben wollen, dann erst springt das Gerät an den betreffenden Punkt und erwartet die entsprechende Eingabe. Das dauert recht lang. Zudem zeigte sich im Navi Test, dass die Spracherkennung in einem ruhigen Umfeld sehr gut funktioniert, im Auto mit laufenden Motor hingegen häufig Probleme auftraten.Das Autoradio sollte bei der Spracheingabe nicht im Hintergurnd laufen. definieren lässt sich ein Ziel aber natürlich nicht nur per Spracheingabe, sondern beispielweise auch anhand von Sonderzielen und Koordinaten. Die anschließende Routenberechnung erfolgt mehr als flott. Blaupunkt nutzt die hohe Geschwindigkeit der Hardware, um im Mulitroute-Modus gleich drei Routen auf einmal berechnen zu lassen. So sehen Sie auf dem Display nach der Berechnung die verschiedenen Routen eingezeichnet und können sich entscheiden, ob Sie eine möglichst schnelle oder kurze beziehungsweise eine ökonomisch sinnvolle Strecken fahren wollen.
Während der Navigation ist die Aufteilung des Bildschirms übersichtlich und sinnvoll. Oben ist der nächste Straßenname zu sehen, unten der aktuelle Straßenname. Darunter befindet sich eine Statuszeile mit Informationen wie der errechneten Ankunftszeit und der Entfernung zum Ziel. Links ist der Richtungspfeil eingeblendet und rechts eine weiterer Bereich mit Informationen. Dazu gehört auch die Angabe, wo sich der nächste Parkplatz und die nächste Tankstelle befinden. Allerdings stimmen diese Angaben nur bei Autobahnfahrten. Innerorts navigiert Sie das Gerät an Tankstellen und Parkplätzen vorbei. Da müssen Sie alternativ in den Sondezielen suchen. Positiv aufgefallen im Navi Test ist der Fahrspurassistent. Er zeigt auf mehrspurigen Straßen und insbesondere auf Autobahnen, welche Spuren zu meiden sind, und signalisiert mit einem grünen beziehungsweise gelbsen Pfeil, welche Spur optimal für das Erreichen des Ziels ist und welche Spur ebenfalls zum Ziel führt. Eine Besonderheit bei der Navigation ist die Angabe von Höchstgeschwindigkeiten. Blaupunkt hat grundsätzlich jene Daten übernommen, die Tele Atlas anbietet. Diese Angaben sind lückenhaft und teilweise falsch. Insbesondere aber kann solches Datenmaterial nie auf kurzfristige Tempolimit-Änderungen, beispielsweise im Bereich von Baustellen, hinweisen.

