Blaupunkt Travelpilot 300 Navi Test
Ein größeres Display mit 4,3 statt 3,5-Zoll muss her. Auch der Kartenumfang des 200ers lässt noch Spielraum, so dass es den 300er sowohl mit 21 Ländern für 249 Euro als auch mit 41 Ländern (Osteuropa inclusive) für 299 Euro gibt. Auch besitzt der Große einen fetten 4 GB Speicher.
Der in dieser Preisklasse übliche Bluetooth- Freisprecher sowie Bild- und Video-Betrachter, Musikplayer und einige Spiele sind zusätzlich dabei. Der TravelPilot 300 hat also die Klassenstandards samt und sonders an Bord.
Ein weiteres durchaus sinnvolles Extra ist das Phrasenwörterbuch in 18 Sprachen, das beispielsweise beim akuten Apothekenbesuch in Griechenland wertvolle Dienste leistet, wenn einem gerade das neugriechische Wort für "Reizdarm" nicht einfallen will.
Der vom 200er geerbte Navigationsteil ist über jeden Zweifel erhaben und reich an Optionen. So kann man eben neben der obligatorischen schnellen und kurzen auch eine dazwischen frei konfigurierbare "optimale" Option wählen. Sogar eine ökonomische und eine ökologische Route stehen zur Verfügung. Das gesamte Navigations-Menü ist dabei angenehm einfach und übersichtlich. Allerdings sind auch bei 300er trotz großem Display die Symbole etwas verspielt und kleinteilig ausgefallen. Die optische Zielführung gelingt gut, das größere Display bringt das entscheidende plus an Übersicht. Was beim 200er etwas überfrachtet aussieht, wirkt beim 300er aufgeräumt und deutlich übersichtlicher. Gut sind aber auch hier die eingeblendenten dynamischen Abbiegepfeile und Bargraphen. Das Manko der kleien Brüder, dass doppeltes Rechtsabbiegen missverständlich als "Wenden" dargestellt wird, plagt aber auch den 300er. Und es besteht das Problem, dass das Display nicht ideal beleuchtet ist, bei heller Sonne in hellen Innenräumen lässt es sich nicht gut ablesen. Das geht beim 200er besser.

