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Becker Z113 und Z116 Navi-Test 2010

Im Hause Becker herrscht Umbruchstimmung. Bereits Anfang des Jahres erfolgte der Zusammenschluss mit Falk zur United Navigation GmbH. In diesem Zuge wurde auch die Becker-Produktpalette überarbeitet- den Einstieg in die neue Becker-Navi-Welt bilden jetzt die Modelle Traffic Assist Z113 und Becker Z116.

Rein äußerlich unterscheiden sich die Navis nur marginal voneinander. Das teure Becker Z116 hat eine silberfarbene Randfassung, das Z113 dagegen ist in schlichtem Schwarz gehalten. Beide Modelle fühlen sich deutlich kantiger an als ihre Vorgänger, doch das tut dem allgemein positiven Qualitätseindruck keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil- beide liegen überaus gut in der Hand, wo sie selbstverständlich nicht lange bleiben. Da sie ihre Arbeit vorzugsweise an der Windschutzscheibe verrichten, werden sie kurzerhand in die Halterung gesteckt. Diese gefällt mit einem angenehm einfach zu bedienenden Einrast- und Verstellmechanismus.

Becker Z113 und Z116: Menüoberfläche, Eingabe...

Doch auch unter dem wohlgeformten Gehäuse hat sich einiges verändert. Der einstige Becker Zulieferer Navigon ist von Bord gegangen, stattdessen sitzt nun der ungarische Hersteller iGo am Steuer. Zunächst erwartet einen bei beiden Navis eine überarbeitete und in weiten Teilen verbesserte Menüoberfläche. Das aufgeräumte Hauptmenü bietet schnellen Zugang zu TMC-Meldungen. Zieleingabe und der Bluetooth-Freisprecheinrichtung (nur beim Traffic Assist Z116) oder der Kartenansicht. An einer Tradition hält Becker aber auch bei seiner neuesten Navigeneration fest. Die rote Zurück-Taste mit dem Becker-Emblem bleibt fester Bestandteil des Gehäuses, eine gute Entscheidung, wie Navi-Test findet, denn wenn man sich an den leuchtende Knöpflein erst einmal gewöhnt hat, navigiert es sich vorzüglich und fast unterbrechungsfrei durch die animierten Menüs.

Ebenfalls positiv fiel im Navitest die zügige und einfach gestaltete Zieleingabe ins Auge. Zwar hat man hier das Rad nicht komplett neu erfunden, das Eintippen geht aber, dank der neuen Navigationssoftware deutlich flotter vonstatten. Hilfreich war und ist dabei die Buchstabenausblendung, so tippt man nicht so schnell daneben. Wer des öfteren auf eine Routenfunktion zurückgreifen muss, dürfte sowohl mit dem Becker Z113 als auch mit dem Z116 voll auf seine Kosten kommen, denn hier lassen sich Ziele einfach wie eine Perlenkette aneinanderreihen. Auch nachträglich ist es kein Hexenwerk, die Reihenfolge der Ziele zu ändern oder einzelne Ziele zu editieren.

Im Dunkeln ist gut munkeln auch mit den beiden Becker Navis. Verantwortlich dafür ist die Nachtansicht. Sie fällt bei beiden Navi-Tests derart kontrastreich und angenehm aus, dass es eine wahre Freude ist, über nächtliche Straßen zu navigieren.

Leider birgt die neue Navigationssoftware aber auch einige Wermutstropfen. An erster Stelle ist hier die Kartenansicht zu nennen. Zuletzt glänzte diese unter anderem mit einer hervorragenden Signpost-Darstellung und einer übersichtlichen, weil schlicht gehaltenen 3-D-Ansicht. Zwar verfügen auch die neuen Modelle über eine Signpost-Darstellung, doch dieses kann nicht an die Übersichtlichkeit der alten Navigationssoftware anknüpfen. Vor allem auf Stadtautobahnen und im Stadtverkehr wird die Übersicht durch die teils mehrfach aufpeppenden Schilder deutlich reduziert.

Einigermaßen verspielt präsentiert sich auch die 3-D-Ansicht. überfährt man beispielsweise ein eher hügeliges Gelände, wird dieses auf der Karte recht übertrieben dargestellt Die Straße vor einem scheint buchstäblich in eine Schlucht zu stürzen. In Städten wiederum irritieren unter anderem die eingezeichneten Richtungspfeile für Einbahnstraßen. Doch das war´s schon an Kritik. Die wenigen Schwächen vermögen den insgesamt sehr positiven Eindruck kaum trüben.

Becker Z113 und Z116: TMC

Dynamische Navigation gehört dieser Tage bei einem mobilen Navi zum guten Ton. Da machen auch die beiden neuen Becker Navis keine Ausnahme. über die im Ladekabel versteckte Antenne gelangen die Verkehrsinformationen ohne lästige Zusatzstrippen auf das Navi. Im Navi-Test warnten beide Navis sehr frühzeitig vor Staus auf den Testrouten.

Auch sonst konnte die Routenberechnung im Navi-Test überzeugen. Sowohl das Becker Z113 als auch das Becker Z116 berechnen die Routen auf Wunsch anhand historischer Verkehrsdaten. Zu Stoßzeiten kann es also sein, dass einen das mobile Navi auf eine andere Strecke lotst als sonst. Im Navi-Test schickte er den Tester statt durch den Tunnel über eine gut befahrene Nebenstraße. Auf Wunsch lässt sich diese zeitabhängige Berechnung aber auch deaktivieren.

Fazit: Gute Bedienbarkeit und solides Routing sind die Dinge eines guten Navigationsgerätes. Auch unter der Hülle unterscheiden sich beide Navis nur marginal voneinander. Lediglich die integrierte Bluetooth-Freisprecheinrichtung hebt das Becker Z116 vom kleinen Bruder Z113 ab.